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Heimkino-Wissen - Einkaufsberater Flachbildfernseher
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Einkaufsberater Flachbildfernseher
Damit Sie für die Anschaffung eines
Flachbildfernsehers optimal vorbereitet sind und sich nicht
in der Welt der Fachbegriffe verirren oder sich
minderwertige Produkte für viel Geld zulegen, bietet
HiFi-Online Ihnen einen ausführlichen Ratgeber.
1. Auf welche Logos auf dem Gerät sollte ich
achten?
Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass auf dem Gerät ein
HD-Ready-Logo angebracht ist, noch besser wäre ein
Full-HD-Logo! Dieses zeigt genau so viele Bildpunkte, wie
HDTV-Programme liefern können, obwohl die Bild-Qualität bei
einem schlechterem Eingangssignal (z. B. PAL)
selbstverständlich auch nicht gestochen scharf ist. Lassen
Sie sich hier aber nicht täuschen, denn einige Hersteller
und Elektrofachmärkte preisen ihr Produkt mit selbst
erstellten Logos aus, die zwar in einigen Fällen den
HD-Normen entsprechen, jedoch in den meisten Fällen nicht.
HD-Ready garantiert Ihnen, dass Ihr zukünftiger
Flachbildfernseher alle notwendigen Anschlüsse hat (z. B.
für den HDTV-Empfänger oder Blu-Ray-Player).
Klicken Sie auf das Bild, um eine vergrößerte
Ansicht aller HD-Logos inklusive ihrer Bedeutung zu
erhalten:

2. Garantiert ein HD-Fernseher automatisch
HD-Empfang?
Nicht unbedingt, denn nur in wenigen Flachbildfernsehern ist
ein HDTV-Empfänger integriert. Für den Großteil der
verkauften Fernseher müssen Sie ein extra Empfangsteil für
HDTV kaufen und anschließen (Receiver oder Settop-Box
genannt). Beachten Sie hier, dass Sie kein Auslaufmodell
erwischen, denn die Settop-Box muss das
Komprimierungsverfahren MPEG-4 unterstützen. Außerdem
benötigen Sie einen digitalen Kabelanschluss oder eine
Sat-Anlage, analoges Kabel und Antenne können kein
HDTV-Signal liefern. Dieses soll voraussichtlich erst 2010
komplett ausgestrahlt werden, deshalb dürfen Sie sich nicht
wundern, dass Ihr Fernseher, der vor einer Stunde im
Fachmarkt noch ein super Bild hatte zu Hause alles unscharf
und flimmernd darstellt, das liegt daran, dass der TV-Kanal,
den Sie angeschaltet haben, kein HD-Signal sendet, sondern
lediglich ein PAL-Signal. Ein HD-Signal wird
z. B. von Premiere-HD gesendet.
Sehr gute Bilder liefern u. a. Filme auf einer Blu-Ray-Disk
(Voraussetzung: Blu-Ray-Player), Filme auf DVD (wenn der
Player mittels HDMI mit dem Fernseher verbunden ist),
Digitalkameras mit einer Auflösung von über 2 Megapixeln,
XBOX360, PlayStation 3, HDTV-fähige Camcorder, PCs (die als
Quellmaterial hochauflösende Bilder liefern).
Schauen Sie hier auch weiter unten unter dem Punkt "Häufige
Irrtümer".
3. Glasfront oder Mattscheibe?
Eine Glasfront am Fernseher kann ich Ihnen nicht unbedingt
empfehlen, denn hier kommt es sehr schnell zu nervenden
Spiegelungen im Bild, beispielsweise durch ein
gegenüberliegendes Fenster oder am Abend angeschaltete
Lampen. Durch getönte Glasscheiben kann das Bild aber durch
aus brillanter wirken. Allgemein sind jedoch
Flachbildfernseher mit Mattscheibe (wie bei den
Röhrenfernsehern) zu empfehlen.
4. Sollte ich jetzt kaufen oder lieber warten?
Das kann man nicht immer pauschal sagen, aber hier schon:
Kaufen Sie jetzt! Viel günstiger werden Flachbildfernseher
nicht mehr! Es wird jedoch, wie im Multimedia-Bereich
üblich, so sein, dass Sie für Ihr Budget in einem Jahr einen
größeren Fernseher mit höherer Auflösung bekommen! Passen
Sie jedoch bei vermeintlichen Schnäppchen auf: Viele
Hersteller vergleichen ihren Preis mit der unverbindlichen
Preisempfehlung des Herstellers (UVP). Die UVP wird bereits
vom Hersteller höher angesetzt, damit die Einzelhändler mit
günstigen Angeboten werben können und somit hoffen, mehr
verkaufen zu können. Heißt: Sehen Sie ein Produkt im
Geschäft mit der Auszeichnung "799 ", UVP: 1699 "" sollte es
bei Ihnen nicht den Anschein erwecken, sie würden dieses
Produkt 900 " günstiger bekommen. Viele Händler versuchen
auch gern veralte Geräte los zu werden.
5. Welche Größe ist die Richtige für mich?
Das hängt vom Abstand zwischen Ihnen und dem HD-TV-Gerät ab,
sollte aber in etwa das Dreifache der Bilddiagonale
betragen. Von einem Einmeter-Bildschirm (Bilddiagonale 100
cm) sollten Sie also ruhig drei Meter entfernt sitzen.
Sitzen Sie zu nah vor dem Fernseher, wirkt das Bild
unscharf. Probieren Sie dies einfach mal im Elektrofachmarkt
oder beim Händler um die Ecke aus. Fragen Sie auch, ob
überhaupt ein HD-Signal eingespeist wird (obwohl ein
PAL-Signal auf einem Full-HD-Gerät nicht gerade
verkaufsfördernd wirken würde).
Die Vorteile von Full-HD bzw. die Unterschiede von Full-HD
zu HD-Ready werden erst ab einer Bilddiagonale von über 47
Zoll und einer optimalen Quelle, wie z. B. einem
Blu-Ray-Player, sichtbar!
6. Plasma oder LCD?
Plasmafernseher zeigen Bilder mit besonders hohen
Kontrastwerten, bei denen auch schwarz richtig schwarz ist.
Sie eignen sich deshalb vorzüglich fürs Heimkino und nicht
allzu helle Räume. Allerdings haben Geräte mit dieser
Technologie oft noch lästige Lüfter eingebaut " am besten im
Laden probehören.
Eher abzuraten ist von Plasmafernsehern, die bei mehr als 40
Zoll Diagonale nur die PAL-Auflösung bieten " wie sie oft
als Schnäppchen beim Discounter verkauft werden. Damit holt
man sich zwar ein Riesenbild ins Wohnzimmer, muss aber mit
Klötzchengrafik kämpfen. Bei Geräten bis 42 Zoll empfiehlt
sich jedoch klar LCD. Plasma-Displays sind in diesen Größen
nicht wirklich wirtschaftlich zu produzieren. LCD-Fernseher
müssen keine Lüfter haben " obwohl mache Hersteller dennoch
welche einbauen - und erreichen auch zu bezahlbaren Preisen
die Maximalauflösung von 1920 x 1080 Pixeln.
Die früher oft mäßigen Kontrastwerte konnten die
LCD-TV-Hersteller inzwischen deutlich verbessern, und auch
die Reaktionszeiten der Flüssigkristalle liegen heute in
Bereichen, wo Bewegungen nicht mehr verschmieren müssen.
Dazu tragen neue Technologien bei: Samsung etwa setzt zur
Hintergrundbeleuchtung neuerdings LEDs ein, die den
darstellbaren Farbumfang deutlich vergrößern. Philips setzt
auf spezielle Heißkathodenröhren, die sich 75-mal in der
Sekunde ein- und ausschalten. Dadurch wirken selbst bewegte
Bilder klarer.
Testen Sie das Gerät unter normalen Lichtverhältnissen!
Viele LCD- und Plasma-Geräte liefern in den eigenen vier
Wänden ein anderes Bild, als in den überleuchteten
Elektrofachmärkten.
7. Mit welchem Energieverbrauch muss ich rechnen?
Das hängt primär natürlich von Ihrem eigenen
Fernsehverhalten ab! Achten Sie jedoch bei dem Gerät auf
jeden Fall auf den Stromverbrauch. Im Durchschnitt liegen
Geräte mit einem Meter Diagonale bei 150 " 300 Watt. Das
kostet ca. drei bis 7 Cent pro Stunde. Denken Sie daran,
dass sie die Geräte immer komplett ausschalten und nicht in
den Standby-Modus versetzen.
8. Ist jedes Modell für eine Wandmontage geeignet?
Nicht alle Flachbildfernseher sind für eine Wandmontage
geeignet. Vor allem kleine und preisgünstige LCD-Fernseher
haben sehr oft fest montierte Standfüße.
Große LCD- und Plasma-Geräte haben hingegen in den meisten
Fällen Bohrungen für eine Wandhalterung. Bedenken Sie bitte,
dass so ein Gerät zwischen 20 und 90 kg wiegt und Ihre Wand
dieses Gewicht tragen können sollte. Ihrer Sicherheit und
der Optik zur Liebe benutzen Sie am besten Kabelkanäle.
9. Welche Anschlüsse müssen auf jeden Fall vorhanden sein?
In der heutigen, multimedialen Welt zählt: je mehr
Anschlüsse, desto besser! Achten Sie also deshalb darauf,
dass Ihr Wunschgerät mit einem Scart-Anschluss, mehreren
HDMI-Anschlüssen (empfohlen Vers. 1.3 bzw. 1.3b, dadurch
sind u. a. höhere Bandbreiten, eine größere Anzahl
darstellbarer Farben und die Möglichkeit der Wiedergabe von
neuen Tonsignalen, wie DTS-HD-Master möglich) und einem oder
mehreren DVI-Eingängen ausgestattet ist. Nutzen Sie
DVI-Kabel per Adapter, benötigen Sie jedoch noch ein
entsprechendes Tonkabel, da DVI nicht wie HDMI in der Lage
ist, Bild- und Tonsignale über eine Leitung zu
transportieren.
10. Mit welcher Reaktionszeit sollte das Gerät arbeiten?
Für ein klares Bild ist eine kurze Reaktionszeit nicht
unbedingt wichtig, jedoch auch keinesfalls schlecht. Auch
Fernseher mit einer Reaktionszeit von vier oder fünf
Millisekunden können schnelle Bewegungen ohne Unschärfe
darstellen. Am besten können Sie die Reaktionszeit
verschiedener Geräte bei einem gezeigten Fußballspiel
vergleichen.
11. Wie ist die Tonqualität im Durchschnitt?
Leider werden in vielen Geräten nur noch kleine Lautsprecher
verbaut, mit denen Sie so gut wie gar nichts hören. Achten
Sie deshalb auch besonders auf die eingebauten Lautsprecher
und hören Sie Probe. Lassen Sie den Ton sowieso über Ihre
Anlage laufen, ist der eingebaute Lautsprecher natürlich
nicht oberstes Kaufkriterium!
12. Welche Zusatz-Features sind gängig und sinnvoll?
Einige Flachbildfernseher haben integrierte
Speicherkartenleser oder USB-Eingänge, um MP3-Player oder
Digitalkameras mit dem Fernseher zu verbinden. So sparen Sie
sich beispielsweise den Umweg über den DVD-Player. Wollen
Sie die Bilder in perfekter Darstellung, muss der
USB-Eingang oder Speicherkartenleser für HD-JPEG geeignet
sein.
Ein integrierter DVB-T-Tuner ermöglicht den Empfang
österreichischer Sender mittels Zimmer- oder Hausantenne.
Einige Geräte sind sogar mit einem DVB-T-Empfänger ("Das
Überallfernsehen") und einem digitalen Sat-Receiver (DVB-S)
bzw. einem digitalen Kabelempfänger (DVB-C) ausgestattet "
Verzichten Sie lieber darauf! Ein DVB-T-Eingangssignal
garantiert fast hundertprozentig eine miserable
Bildqualität! Ein weiteres, aber sehr seltenes Highlight ist
der eingebaute Festplattenrekorder, der die Möglichkeit
bietet, wie ein Video- oder DVD-Rekorder Fernsehsendungen
aufzuzeichnen und sie jederzeit schnell abrufen zu können.
Beinhaltet Ihr Wunschgerät viele dieser Features, sparen Sie
sich die teilweise doch sehr teuren Zusatzgeräte.
Häufige Irrtümer:
1. Kein ruckelndes Bild bei HD-Fernseher in Verbindung mit
HD-Player!
Falsch! Im alten PAL-Standard war die Regel: 25 Vollbilder-
oder 50 Halbbilder pro Sekunde. Spielfilme werden jedoch mit
24 Bildern pro Sekunde aufgenommen, was bedeutet, dass die
amerikanischen Filme im deutschen Fernsehen vier Prozent
schneller abgespielt werden und somit auch kürzer sind. Hier
wurde also etwas geschummelt.
Doch bei dem DVD-Nachfolger, der Blu-Ray, ist alles so, wie
es muss. Filme mit 24 Bildern pro Sekunde werden auch so auf
den Disks präsentiert (daher der Begriff "24p").
Doch nun tritt ein Problem für viele Flachbildfernseher auf:
Traditionell arbeiten diese mit einer Bildwiederholrate von
50 oder 60 Hertz. Diese beiden Werte sind jedoch nicht glatt
durch 24 teilbar " dies sind nur Bildwiederholraten von 72
oder 120 Hertz. Ist der Fernseher nicht in der Lage, diese
wiederzugeben, muss umgerechnet werden, was zu Rucklern
führt. Apropos: Bietet der Fernseher also nur 50 oder 60
Hertz kommt es zu Rucklern! Fernseher UND Player müssen also
24p unterstützen.
2. Eine hohe Auflösung verspricht immer eine gute
Bildqualität!
Falsch! Ist das Eingangssignal schlecht, muss der Fernseher
die fehlenden Pixel hinzurechnen. Das Ergebnis dieses
Vorgangs ist, abhängig von der Auflösung und Bilddiagonale
des Fernsehers, meistens sehr schlecht. Ein schlechtes
Eingangssignal ist sehr oft bei analogem Kabelanschluss und
vor allem DVB-T-Empfang garantiert!
Beziehen Sie Ihr Signal hingegen über Satellit (DVB-S) oder
digitalem Kabel (DVB-C) ist das Bild deutlich schärfer und
detailgetreuer. Gerade ARD und ZDF senden ein hervorragendes
Bild.
Das optimale Bild erreichen Sie, indem Sie den Satelliten-
oder Kabelreceiver per HDMI-Kabel direkt mit dem Fernseher
verbinden. Mindestvoraussetzung ist ein Komponentenkabel -
ein Scart-Kabel wird nicht die gewünschte Qualität liefern!
3. Endlich keine schwarzen Balken mehr!
Falsch! Viele Spielfilme sind nicht im 16:9 Breitbildformat
gedreht worden, sondern im Kinoüblichen 2,35:1. Bei solchen
Filmen besteht der Bildinhalt z. B. nicht aus 1280 x 720
Pixeln, sondern aus 1280 x 544 Pixeln.
Außerdem senden viele Sender noch im 4:3-Format, was
bedeutet, dass Sie schwarze Balken links und rechts vom Bild
haben!
4. HDTV lässt sich problemlos aufnehmen!
Nicht unbedingt! Herkömmliche DVD- und Festplattenrekorder
sind für die Aufnahme von HDTV ebenso ungeeignet, wie
Satellitenreceiver mit Festplatte. Doch seit Kurzem sind
diese Geräte auch HD-tauglich! Wollen Sie PayTV-Sender wie
Premiere aufzeichnen, benötigen Sie einen extra Sat-Receiver
mit Premiere-Lizenz, den Sie bei Vertragsabschluss kaufen
oder mieten müssen.
Bei dem Versuch der Aufzeichnung besteht nur noch ein
Problem: HDCP!
HDCP beschreibt einen digitalen Kopierschutz, welcher die
Aufnahme von Filmmaterial verhindern soll. Fernsehsender
können selbst entscheiden, ob Sie ihr gesendetes
Filmmaterial mit HDCP schützen wollen oder nicht. Aktuell
ist ein Großteil des Filmmaterials nicht geschützt!

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