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HiFi-Wissen - Galvanische Trennung
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Galvanische Trennung
Definition:
Zwei Stromkreise sind galvanisch voneinander getrennt, wenn
es keinen Weg gibt, über den Strom aus dem einen Stromkreis
in den anderen fließen kann. In der Regel meint man hier
Gleichstrom oder Wechselstrom mit niedriger Frequenz. Mehr
dazu weiter unten.
Interessant wird das vor allem dann, wenn man trotzdem
Energie oder ein Signal von einem Stromkreis zum anderen
übertragen will. Es geht also darum, zwischen zwei
Stromkreisen eine Art von Kopplung herzustellen, die
Gleichstrom blockiert während ein Nutzsignal durchgelassen
wird.
Es gibt verschiedene Bauelemente, die eine galvanische
Trennung bewirken können. Das wichtigste ist der
Transformator oder Übertrager. Die beiden Begriffe
bezeichnen eigentlich das gleiche Ding, und in anderen
Sprachen wie z. B. Englisch gibt es nur einen Begriff. Im
Deutschen sagt man Transformator, wenn es um die Übertragung
von Energie geht und Übertrager, wenn man ein Signal
übertragen will. Der Kopplungsmechanismus geht hier über ein
Magnetfeld. Die Stromkreise sind galvanisch getrennt weil
die Primärwicklung und die Sekundärwicklung des
Transformators nicht miteinander verbunden sind. (Es gibt
übrigens auch sog. Spartransformatoren, in denen Primär- und
Sekundärwicklung verbunden sind. Mit diesen ist keine
galvanische Trennung möglich).
Andere Methoden der galvanischen Trennung sind z. B.
Optokoppler (hier geht die Kopplung über Licht),
Kondensatoren (Kopplung durch ein elektrisches Feld),
Akustikkoppler (mechanische Kopplung), oder Funkkopplung
(Kopplung über elektromagnetische Wellen).
Galvanische Trennung kann z. B. aus Sicherheitsgründen nötig
sein. Ein Netztransformator bewirkt eine galvanische
Trennung zwischen dem Stromnetz und der Elektronik im
Inneren eines Gerätes. Dadurch wird verhindert, dass man
durch Berühren eines Anschlusses einen Stromschlag bekommt.
Eine weiterer Zweck der galvanischen Trennung ist es,
Störströme zu unterbinden (z. B. Brummschleifen). So enthält
z. B. ein Mantelstromfilter einen kleinen Übertrager, der
die Radiofrequenzen durchlässt, aber Gleichstrom und die
niedrigen Brummfrequenzen sperrt.
Einen ähnlichen Zweck erfüllt ein NF-Übertrager, der eine
galvanische Trennung auf einer Audioleitung bewirkt und so
ebenfalls Brummschleifen unterbinden kann. Hier will ich
anmerken, dass deren Übertragungsbandbreite beschränkt ist.
Kann sich z. B. beim Einsatz an Subwoofern hörbar auswirken.
Bei der digitalen Signalübertragung (z. B. SPDIF oder auch
Ethernet) sind die Signalfrequenzen viel höher als bei
analogem Audio, wodurch die eingesetzten Übertrager viel
kleiner und billiger sein können. Bei SPDIF findet man daher
Übertrager häufiger als bei analogem Audio. Bei Ethernet
sind Übertrager Pflicht. Optisches SPDIF (Toslink) bietet
natürlich ebenfalls galvanische Trennung (es ist
gewissermaßen ein Optokoppler auf Distanz).
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Quellenhinweis:
HiFi-Forum
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