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Heimkino-Wissen - HDMI
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HDMI
Artikelupdate: 24.11.2009
High Definition Multimedia Interface -
oder auch kurz HDMI.
Eine 2003 neu entwickelte Schnittstelle für die Übertragung
von Audio- und Videosignalen. Es wurde von der Industrie
speziell für das Home-Entertainment entwickelt und liegt
seit dem 23.06.2006 in der Version 1.3 vor. Seit Mai 2009
wurde auf Version 1.4 hochgestuft. Da im eben
erwähnten Home-Entertainment-Bereich immer mehr digitale
Komponenten verwendet werden und auch der Nutzinhalt
aufsteigend in digitaler Form vorliegen (DVD, DVB), wurden
die Schwächen der bisher unvermeidlichen Digital-Analog- und
Analog-Digital-Wandlungen immer klarer.
HDMI läutet also ein neues, volldigitales, Zeitalter ein, in
dem Audio- und Videosignale nicht mehr wie üblich auf dem
analogen Weg zur Anlage transportiert werden (Koaxialkabel,
Scart).
Diese neue Technik hat viele Vorteile:
-
Der HDMI-Standard wird von den meisten Herstellern der Unterhaltungselektronik
konsequent unterstützt.
-
Ein HDMI-Stecker vereint die Übertragung von Bild und Ton,
was bedeutet, sie benötigen nur noch ein Kabel, anstatt drei
(Scart, Cinch (L/R).
-
Da HDMI ohne jegliche Kompressionsmethoden arbeitet,
müssen Sie keine Qualitätseinbußen einstecken.
-
Besitzen Sie zum Beispiel einen DVD-Player mit
HDMI-Schnittstelle sowie einen Plasma-Fernseher mit
volldigitaler Bildverarbeitung, ist keine Wandlung der
digitalen Daten in analoge Daten mehr nötig, wodurch auch
hier keine Qualitätsverluste (bei der Wandlung) mehr
auftreten.
-
Dank der hohen Frequenzwiedergabemöglichkeit bei
Audiodaten (bis zu 192 KHz) und Wortbreiten auf acht Kanälen
mit bis zu 48 Bit, sowie der guten Bandbreite für die
Videoübertragung (340 MHz) lassen sich alle neuen in der
Heimkino-Welt eingeführten Bild- und Tonformate (z. B. HDTV) ohne Qualitätsverlust
wiedergaben. Zusätzlich wurden die neuen Audioformate Dolby
Digital Plus, Dolby True-HD sowie DTS-HD Master aufgenommen.
-
Im Bezug auf den zuvor genannten Vorteil
von HDMI ist ein weiterer die Zukunftssicherheit, denn HDMI
nutzt selbst bei Wiedergabe einer HDTV- oder Blu-Ray-Übertragung nur die
Hälfte seiner "Power" aus.
-
Keine Angst mehr vor bewegungsunscharfen Bildern
(Voraussetzung ist natürlich auch ein entsprechender
Flachbildfernseher)! HDMI
übertragt das Bildmaterial in einer Geschwindigkeit von bis
zu 8,16 GB pro Sekunde (HDMI 1.3 Steckertyp A und C).
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HDMI basiert auf DVI und ist komplett abwärtskompatibel,
d. h., Sie können an Ihren DLP-Projektor mit
DVI-Schnittstelle problemlos ein HDMI-fähiges Abspielgerät
anschließen (es gibt dafür entsprechende DVI-HDMI-Adapter).
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Steuern Sie mit einer Universal-Fernbedienung jedes Ihrer
HDMI-Geräte! HDMI unterstützt die Protokolle AV.link und CEC.
-
HDMI kann problemlos mit Kabellängen von bis zu 20 Metern
umgehen. Spezielle Kabel mit Fiberglas erlauben auch eine
Verlegung von 100 Metern, jedoch auf Kosten der maximalen
Datenübertragung, sodass Sie beispielsweise kein 1080p/24,
sondern lediglich 1080i oder weniger zu sehen bekommen.
Da es verschiedene HDMI-Spezifikationen gibt, gibt es auch
verschiedene Steckerarten:
Für HDMI 1.1 und 1.2 sind zwei Steckerarten entwickelt
worden: Typ A und Typ B,
ca. 4,5 x 13/21 mm Querschnitt.
Stecker-Typ C ist für HDMI 1.3 entwickelt worden, mit einem
Querschnitt von etwa 2,5 x 10,5 mm.
Typ A und C basieren auf einer single-link Verbindung, bei
der drei TMDS-Leitungen zur Verfügung stehen, und Typ B
erlaubt durch die Verdoppelung von drei auf sechs
TMDS-Leitungen die doppelte Datenrate.
Schön und gut, aber lohnt sich nun der Umstieg auf HDMI?
Ja! HDMI hat seine national und international großen
"Überlebenschancen" ausgenutzt und gehört deswegen
nun zur Standardbestückung eines jeden Blu-Ray-Players,
DVD-Players, AV-Receiver, Fernseher, Konsole, PC, Beamer,
etc und das nicht zuletzt wegen der 100%-igen
DVI-Unterstützung.
Damit auch die Audiophilen auf ihren Geschmack kommen, kann
HDMI seit der Version 1.2 zusätzlich zur DVD-Audio (HDMI
1.1) auch SACDs übertragen.
Zu Beginn des
Kalenderjahres 2009 wurden die Spezifikationen für die
kommende Fassung des HDMI-1.3-Nachfolgers bekannt
gegeben. Dieser Vorgang, der durch die dahinter stehende
HDMI Licensing vorgenommen wird, erfolgt gut zweieinhalb
Jahre nach der Bekanntgabe des 1.3b-Standards.
Die zur Zeit neueste Version trägt seit Mai 2009
offiziell die Bezeichnung "HDMI 1.4".
Bei dieser Version gibt es einige Neuerungen, so ist z.
B. das maximal übertragbare Bildformat auf 2160p/30 Hz
angestiegen, was selbstverständlich auch eine
Abwärtskompatibilität zu 1440p/120 Hz sowie 1080p/60 Hz
beinhaltet. Erweiterungen gibt es auch beim Farbraum,
denn zu den bisher üblichen Deep Color, RGB/YUV etc sind
nun auch sYCC601, Adobe RGB sowie Adobe YCC601
hinzugekommen. Die Steckertypen werden um einen Micro
HDMI Connector und ein Automotive Connection System
ergänzt. Im Gegensatz zur Vorgängerversion 1.3 a, b und
c hat man bei der Version 1.4 keine Fehlerbeseitigung
betrieben, sondern neue Features hinzugefügt. So
beispielsweise eine 3D-Wiedergabefunktion (wurde z. B.
seitens Panasonic auf der IFA 2009 vorgestellt) sowie
der HDMI Ethernet- und Audio Return Channel. Die
Datenrate liegt seit der Version 1.3 konstant bei 8,16
Gbit/s (Typ A+C, 19 polig). Auch an den Tonformaten hat
sich nichts getan – warum auch? Weiterhin sind alle
gängigen Tonformate wie DTS-HD Master, Dolby TrueHD etc
kompatibel mit der Version 1.4. Erstaunen löste bei der
Vorstellung der neuen Version auch folgende
Spezifikation auf: Die Entwickler haben an der
Geschwindigkeitsschraube gedreht. Immerhin wurde bei
HDMI die maximale Geschwindigkeit für eine
Single-Link-Verbindung bereits von 165 MHz (4,95 GBit/s)
auf 340 MHz (10,2 GBit/s) erhöht – eine Datenrate, die
aktuelle Videoanwendung gar nicht ausschöpfen. Nun wurde
für 4K- und 3D-Anwendungen die maximale Bitrate abermals
erhöht. Dabei handelt es sich konkret um die Möglichkeit
Filme von hochauflösenden Videokameras, wie z. B. der 65
mm 5 PERF, mit einer maximalen Auflösung von 4096
horizontalen Bildzeilen sowie einer besseren
Ausbelichtung des Quellmaterials darzustellen.
Kritiker sehen in der intervallmäßigen Aktualisierung
des Standards ihren ärger darüber, dass eine
Heimkino-Kette nicht lange aktuell bleiben wird. So muss
beispielsweise alle drei Jahre vom Fernseher, über den
Blu-Ray-Player bis hin zum AV-Receiver (das HDMI-Kabel
nicht zu vergessen) alles rund um erneuert werden, wenn
man up to date sein will – vielleicht sollte sich die
Politik mal Gedanken über eine Art
"Heimkino-Abwrackprämie" machen?!
Können über das HDMI-Interface digitale Kopien erstellt
werden?
Nein, zumindest vorerst nicht! HDMI verfügt über den neuen Kopierschutz HDCP (siehe
HDCP im Heimkino-Lexikon). HDCP wird erst in der
empfangenden (meist) bildwiedergebenden Komponente
entschlüsselt und Aufnahmegeräte wie ein Festplattenrekorder
verfügen bis zum heutigen Tage nicht über einen
entsprechenden HDCP-Entschlüsselungsalgorithmus.
Nebenbei: Wer jetzt denkt, dass er sein Gerät
modifizieren kann: Dies wird seit Anfang 2003 unter
Strafe gestellt!
Jedoch hat Pioneer im September 2009 auf der Fachmesse
CEDIA einen ersten Blu-Ray-Player vorgestellt, der die
Funktion "Managed Copy" enthält. Damit können zumindest
legale Kopien einer Blu-Ray-Disk erstellt werden. Neu
ist die Idee der Funktion jedoch nicht, denn sie ist
bereits seit 2006 Bestandteil des Kopierschutzes AACS.
Im Musterbeispiel konnte eine eingelegte Blu-Ray-Disk
mit maximal vier-facher Geschwindigkeit inklusive Menüs
und Extras auf eine 1 Terabyte große Festplatte kopiert
werden. Der Beispielfilm "Bold" wurde demnach in knapp
20 Minuten kopiert. In der Präsentation ist auch
deutlich zu sehen, dass nicht jede Blu-ray Disc
kopierbar sein wird. Vielmehr nimmt der Pioneer-Player
zunächst über seine Breitbandanbindung ans Internet
Kontakt zum Server des betreffenden Studios auf, um
nachzufragen, ob von dem Film eine Managed Copy
angefertigt werden darf. In dem Video ist zudem zu
sehen, dass die Kopie in dem Beispiel nur gegen Zahlung
eines Geldbetrags erlaubt ist. Darüber, wie viel eine
Kopie letztlich kosten wird, macht Pioneer keine
Angaben. Der kopierte Film lässt sich anschließend in
HD-Qualität von der Festplatte abspielen, ohne dass die
Quelldisc eingelegt sein muss. Unklar ist bislang noch,
ob der Player, der den Streaming-Standard DLNA
unterstützt, diese Inhalte auch an Clients im lokalen
Netzwerk schicken kann.
Wie bei Software gibt es auch bei HDMI immer wieder neue
Versionen, einen kurzen überblick soll folgende Tabelle
verschaffen:

Und anschließend noch eine Steckerbelegung:

Pin1: TMDS Data2+
Pin2: TMDS Data2 Shield
Pin3: TMDS Data2-
Pin4: TMDS Data1+
Pin5: TMDS Data1 Shield
Pin6: TMDS Data1-
Pin7: TMDS Data0+
Pin8: TMDS Data0 Shield
Pin9: TMDS Data0-
Pin10: TMDS Clock+
Pin11: TMDS Clock Shield
Pin12: TMDS Clock-
Pin13: CEC
Pin14: Reserved
Pin15: SCL
Pin16: SDA
Pin17: DDC/CEC Masse
Pin18: +5 Volt Versorgungsspannung
Pin19: Hot plug Detact
News-Ticker:
November 2009:
Neue Logos für
HDMI ab dem 01.01.2012 Ab dem
01.01.2012 dürfen Hersteller von HDMI-Produkten nur noch mit
den neuen, von der HDMI Licensing LLC festgelegten Logos
werben. Mit dieser Maßnahme will die Organisation mehr
Klarheit schaffen, da sich mit der Einführung von HDMI 1.4
mittlerweile fünf unterschiedliche HDMI-Kabeltypen auf dem
Markt befinden. Entsprechende Kabel und Geräte werben mit
den Versionsnummern wie HDMI 1.3, 1.3a oder neuerdings 1.4,
was für die meisten Kunden wenig Aussagekraft hat und dazu
führt, sich erst umständlich über die Funktionen der
HDMI-Versionen informieren zu müssen. Die
HDMI Licensing LLC hat die HDMI-Kabel nun in fünf Kategorien
eingeteilt, die entsprechenden Logos weisen auf die
unterschiedlichen Funktionen hin: Neben dem "Standard HDMI
Cable" gibt es die Variante mit Ethernet "Standard HDMI
Cable with Ethernet". Für den Einbau in Fahrzeugen eignet
sich das "Standard Automotive HDMI Cable". Die Typen "High
Speed HDMI Cable" und "High Speed HDMI Cable with Ethernet"
unterstützen die ab der HDMI-Spezifikation 1.4 eingeführten
höheren Datenraten. Die neuen Logos dazu
sehen wie folgt aus:

Februar 2010
Die HDMI Licensing LLC teilte am 06.02.2010 mit, dass
bereits die HDMI-Version 1.4a in Arbeit sei, obwohl die
Grundversion 1.4 zur Zeit kaum produktiv genutzt wird.
Hintergrund dieser Ankündigung war ein Treffen des
Konsortiums, in dem Industrievertreter Nachbesserungen
gefordert hatten.
Den Angaben der HDMI Licensing LLC zufolge soll die
Spezifikation insoweit angepasst werden, dass auch bereits
erhältliche 3D-TV-Receiver offiziell dem Standard
entsprechen, selbst wenn diese nur eines der optionalen
3D-Übertragungsverfahren unterstützen. Weitere Details
wurden nicht genannt. Die überarbeitete Spezifikation HDMI
1.4a soll in Kürze fertig gestellt werden.
Darüber hinaus hat das HDMI-Konsortium den Teil der
HDMI-1.4-Spezifikation veröffentlicht, der sich auf
stereoskopische Bilder bezieht. Darin wird unter anderem das
"Frame Packing"-Verfahren beschrieben, das zeigt, wie die
Bilder für beide Augen zusammen in einem Frame übertragen
werden. Demnach befindet sich das Bild für das linke Auge im
oberen Teil des Frames und das rechte im unteren. So
entsteht ein 3D-Bild mit einer Gesamtauflösung von 1.920 x
2.205 Pixel, das zwei Bilder mit jeweils 1.920 x 1.080 Pixel
enthält, die durch einen Leerraum von 45 Zeilen voneinander
getrennt sind.
HDMI Licensing LLC-Chef Steve Venuti erklärte, dass sich das
Konsortium der Bedeutung von einheitlichen 3D-Formaten für
Filme, Spiele und TV-Inhalte bewusst sei. Man habe die
Spezifikationen veröffentlicht, damit auch Unternehmen
Zugriff darauf haben, die nicht am HDMI Adopter Agreement
teilnehmen. "Die Einführung von 3D auf dem Massenmarkt
gewinnt an Fahrt und HDMI ist bereit, diese bedeutende
Marktentwicklung zu unterstützen", so Venuti.
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