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Heimkino-Lexikon

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THX (Tomlinson Holmann Experiments): Von Tomlinson Holman, ehemals Cheftechniker bei Lucasfilm, entwickeltes Prüfzertifikat für Kinos, das die Qualität der Akustik, der Hardwareausstattung und der Leinwand beinhaltet.
Um auch im Heimkinobereich eine optimale Wiedergabequalität zu erreichen, hat Lucasfilm den Anforderungskatalog um Geräte und Software fürs Heimkino erweitert. Dieser Katalog umfasst vor allem Vorgaben für Decoderfunktionen, die Endstufenleistung und die Lautsprechereinstellungen. Mittlerweile unterscheidet THX zwischen der anspruchsvolleren THX-Ultra-Version für große Heimkinos und der abgeschwächten THX-Select-Variante für normale Wohnzimmer.

THX-Home: Das zentrale und wichtigste Element von THX Home ist das Postprocessing. Dabei wird im THX-zertifizierten AV-Verstärker oder AV-Receiver der Strom digitaler Tondaten so umgewandelt, dass er dem Wohnzimmer oder dem Heimkino-Raum in einer privaten Wohnumgebung gerecht wird. Fehlt diese Nachbearbeitung und wird sie nicht beim Mastering der DVD berücksichtigt (was i.d.R. nicht der geschieht), so wird zuhause eine ziemlich ungeeignate Klangkulisse aufgespielt - nämlich die für kommerzielle Kinos mit 200 oder mehr Sitzplätzen. Paradoxerweise fällt dies umsomehr auf, je besser ansonsten die eingesetzten Komponenten sind.

THX Loudness Plus: Loudness Plus verbessert den Klang von Filmen bei niedriger Lautstärke. Sobald ein Film leiser als mit dem THX-Referenzpegel wiedergegeben wird, ändert sich für das menschliche Gehör der Klang (weniger Bass, verfärbte Mitten, ...) und viele der feineren Soundeffekte werden schlicht überhört. THX Loudness Plus passt die Dynamik zwischen den vorderen und hinteren Lautsprechern je nach Hörpegel automatisch an und korrigiert gleichzeitig den Frequenzgang.

THX-Select: Bezeichnet eine Version des THX Home Standards, bei der die Anforderungen herabgesetzt wurden (vornehmlich aus Kostengründen) und die für kleinere Räume bis 30 qm (bei 2,50 m Raumhöhe) geeignet ist. Die ursprünglichen hohen Anforderungen wurden im Zuge der Einführung von THX Select in THX Ultra (siehe THX-Ultra) umbenannt und gelten für hochwertige Komponenten auch weiterhin.

THX Select 2 Plus: Bezeichnet ein Verfahren, welches die bisherige THX Select-Norm um THX Listening Modes erweitert. Diese Voreinstellungen optimieren den Sound auf einen vorgegebenen Anwendungsfall: der THX Cinema Mode ist gedacht für die Wiedergabe von Filmsoundtracks, THX Music für normales Musikprogramm und der THX Games Mode soll die Klanguntermalung von Computerspielen verbessern. Die bekannten Optimierungsverfahren Timbre Matching, Bass Management, Adaptive Decorrelation und Re-Equalization sind natürlich auch Bestandteil von THX Select 2 Plus . Im Gegensatz zur THX Ultra 2 Norm ist THX Select 2 Plus für kleinere bis mittlere Räume gedacht und entsprechend weniger anspruchsvoll was den unverzerrten Maximalpegel betrifft. Um das THX Select 2 Plus-Logo zu erhalten, muss die Hardware wie bei allen THX-Normen umfangreiche Qualitätsstandards einhalten, unter anderem gegenüber dem bekannten THX Select-Standard ein nochmals vermindertes Rauschverhalten aufweisen. Mit THX Select 2 zertifizierte Receiver/Verstärker sind optimal mit einem THX Select-Lautsprecherset zu kombinieren. Bedenken Sie aber, dass sich die neue Zertifizierung ausschließlich auf Receiver und Verstärker bezieht, nicht auf die Lautsprecher!

THX Surround EX: Diese Bezeichnung für Dolby Digital EX oder auch Dolby Digital 5.1 EX gründet auf ein Abkommen zwischen den Dolby Labs und THX Lucasfilm, das bis Ende 2001 Gültigkeit hatte. Dieses besagte, dass der aus dem kommerziellen Kinofilm bekannte Begriff "Surround EX", der für die Matrix-Decodierung des 6-ten Kanals (dem Rear-Center) steht, im Home-Cinema-Bereich von Dolby nur im Zusammenhang mit dem THX-Logo vermarktet werden durfte. Also musste es immer "THX Surround EX" heißen. Dies erwies sich wohl als Markthindernis und so wurde jetzt der Begriff "Dolby Digital EX" ins Leben gerufen, der technisch - zumindest was die 6-Kanaltechnik betrifft - den gleichen Hintergrund hat, wie "THX Surround EX".

THX Ultra: Bezeichnet eine ursprüngliche, sehr strenge, Zertifizierung von Lucasfilm. Der Zusatz Ultra wurde mit Einführung von THX Select (siehe THX Select) eingeführt, um beide Zertifizierungen zu unterscheiden. Der wesentliche Unterschied ist, dass THX Ultra für sehr große Räume nach amerikanischen Dimensionen ausgelegt ist, während THX Select eher für Räume bis 30 qm Grundfläche (bei 2,50 m Raumhöhe) gedacht ist.

THX Ultra II: Bezeichnet eine aus THX Ultra (siehe THX-Ultra) weiterentwickelte THX-Norm für 7.1-Systeme. THX Ultra II enthält je ein Programm für Musik- und für Filmwiedergabe und eignet sich besonders für die akkurate Wiedergabe von 5.1-Material über eine 7.1-Konfiguration. Darüber hinaus enthält THX Ultra II weiterentwickelte und verschärfte Anforderungen an den aktiven Subwoofer.

THX Ultra II Plus: Die in konstruktiver Hinsicht anspruchsvollsten Neuerungen der THX Ultra 2-Norm liegen in ihren erheblich verschärften Anforderungen an die maximale unverzerrt erreichbare Dynamik der Frontlausprecher. Der wesentlichste Unterschied für die Wiedergabequalität zwischen THX Ultra und THX Ultra 2 bezieht sich auf das Abstrahlverhalten des Lautsprechers, seinen Hochtonfrequenzgang und die Linearität des gesamten Frequenzgangs. Es war das Ziel, die HiFi- bzw. Musikwiedergabeeigenschaften zu optimieren. Nach der THX Ultra 2-Norm ist die für den perfekten Anschluss an den Subwoofer notwendige Grenzfrequenz auf 80 Hz (-3dB) bestimmt worden. Eine Wiedergabe tieferer Frequenzen über die Rearlautsprecher ist bei einem Einsatz eines Subwoofers nicht sinnvoll, weil es zu einer unnötigen Vergrößerung des Gehäuses führen würde.

Timbre Matching: Bezeichnet ein Leistungsmerkmal des THX-Chips in THX-lizensierten Receivern. Zur Reduzierung von Klangunterschieden zwischen Front- und Surround-Kanälen wird eine Equalizing-Kurve in den Datenstrom des Surround-Signals eingefügt. Der Grund dafür ist, dass Töne die von hinten oder oben kommen vom menschlichen Ohr anders wahrgenommen werden, als solche, die von vorne kommen. Eine spezielle Equalization-Kurve gleicht dieses Phänomen aus und stellt ein von vorne nach hinten harmonisch verlaufendes Klangbild her.

Tonprozessor: Bezeichnet ein elektronisches Gerät, welches die Aufgabe hat, alle Tonformate zu dekodieren und die Synchronität zwischen Bild und Ton bei der Wiedergabe herzustellen.

Toslink: Eine von Toshiba entwickelte Anschlussnorm für Glasfaser-Kabeln.

Total HD-Disc: Bezeichnet eine von Warner entwickelte Disc, die sowohl in Blu-Ray- als auch in HD-DVD Playern abgespielt werden kann. Sie wurde während des Streits um das DVD-Nachfolgeformat entwickelt und sollte dem Verbraucher die Möglichkeit geben unabhängig vom Ausgang des Streits Filme zu kaufen. Jedoch wurde die Technologie bereits im Herbst 2007, bevor sie überhaupt auf den Markt kam, wieder beiseite gelegt, da die Produktion für den Wettbewerb zu teuer ist.

Trägerfrequenz: Schwingung auf sehr hoher Frequenz, die aufgrund einer Modulation dazu in der Lage ist, ein Radio- oder TV-Signal über eine sehr große Entfernung zu transportieren. Die Frequenz der Oszillation ist auch die Trägerfrequenz. In der TV-Satellitenübertragung gibt es für jeden Fernsehkanal einen Bild- oder Videoträger und einen oder mehrere Ton- oder Audioträger.

Transducer: Bezeichnet ein Bauteil im Home-Cinema, oder auch im Car-Hifi, das niedrige Bassfrequenzen in Bewegungsenergie umwandelt. Wird an Stühle oder den Boden montiert. So kann das Stampfen des Sauriers und das Rumpeln der Explosionen nicht nur gehört, sondern auch gespürt werden.

Transponder: Jeder Satellit beherbergt eine bestimmte Anzahl von Transpondern. Jeder Transponder kann einen (ASTRA) oder in anderen Fällen (Intelsat oder EUTELSAT) zwei Fernsehkanäle übertragen. Beim digitalen Übertragungssystem kann ein einziger Transponder mehr als zwei Radio- oder TV-Kanäle übertragen. Der Transponder empfängt ein Signal in einer bestimmten Frequenz von der Erde und überträgt es in einer anderen Frequenz auf die Erde zurück.

Threshold-Level: Bezeichnung für die kleinstmögliche Signalstärke, die ein Receiver vom Rauschen unterscheiden kann. Der Threshold-Level wird in Dezibel (dB) gemessen. Je niedriger er ist, desto empfindlicher ist ein Receiver. Der optimale Threshold-Level eines guten Receivers liegt bei 6 dB. Es gibt aber auch Receiver, mit einem Threshold-Level unter 6 Dezibel.

 

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