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Was du zum Start der IFA 2018 in Berlin wissen solltest

Die IFA (Internationale Funkausstellung) 2018 ist im vollen Gange. Zwischen dem 31. August und 5. September strömen über 250.000 Fachbesucher, Pressevertreter und Konsumenten aus aller Welt in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm, um die Neuheiten von heute und die Zukunftstechnologien von morgen kennen zu lernen.

Mit über 1800 Ausstellern aus der Elektronik Branche ist sie einer der größten Messen für Consumer Electronics weltweit. Neben den zahlreichen großen Firmen wie Google, Samsung und Amazon sind auch viele StartUps, Forschungslabore und Universitäten vertreten, die ihren Teil zur Innovation der nächsten Generation Technik beitragen wollen.
Im Fokus diesen Jahres stehen vor allem die innovative Sprachsteuerung und Künstliche Intelligenz (KI).
Die jährlich im Sommer stattfindende IFA zählt zu den ältesten Industriemessen Deutschlands und ist seit der Erstausstellung 1924 fester Bestandteil der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik Branche.

Neben der Vorstellung von neuen Produkten bietet die IFA auch viele Events wie die IFA Keynotes, den IFA+ Summit und die IFA Hosted Conferences. Dort können Austeller und Experten in Diskussionen und Präsentationen über die mögliche Zukunft ihres Technikbereichs referieren und streiten.

Bei den IFA NEXT Startup Days präsentieren Gründer und Unternehmen von morgen an sechs Thementagen ihre Ideen und Entwicklungen. Auf der Bühne der Halle 26 können die StartUps in sogenannten 5-minütigen Pitches Investoren, Journalisten und potenzielle Käufer von ihren Produkten begeistern.

Auch zur Halle 26 gehört die neue Shift Automotive Premiere, welche am 4. und 5. September stattfindet. In Zusammenarbeit mit der Geneva International Motor Show, Palexbo und der Messe Berlin, bietet die IFA erstmals eine Convention über neue Technologien rund um das Thema Mobilität.

Parallel zur IFA in den Messehallen findet die IFA Global Markets in der STATION-Berlin statt. Die im Zentrum der Stadt laufende Sourcing-Plattform ist der optimale Ort für alle Zulieferer, Komponenten-Hersteller sowie Equipment- und Designproduzenten. Mit extra gestellten Meetingräumen, Fachbesucherführungen und Experten-Talks ist sie der optimale Ort um neue Geschäftskontakte zu knüpfen.

 

8K-TVs, ultradünne Notebooks und leistungsstarke Smartphones

 

Zu den vielen Neuerungen gehören klassischerweise Vorstellungen von neuen Fernsehgeräten, Notebooks und Smartphones der etablierten Hersteller.

8K, Künstliche Intelligenz und Alexa Sprachsteurung

Samsung präsentiert zum Beispiel seine neue Q900-Serie, sogenannte 8K-QLED-TVs. Mit insgesamt 7.680 x 4.320 Pixeln besitzen die Fernseher eine vier Mal größere Pixelrate wie 4K Geräte (3.840 x 2.160) und eine 16 Mal so große wie Full-HD-Displays. Außerdem soll die eingebaute KI verschiedene Auflösungen auf 8K hochskalieren und damit die Schärfe, Konturen und Schattierungen verbessern. Erste Geräte dieser Reihe sollen ab Mitte Oktober vorerst exklusiv bei Saturn & Media Markt erhältlich sein. Die Preisspanne liegt zwischen 4.999€ und 14.999€.

Auch LG stellte erste 8K-OLED Fernseher vor, jedoch ohne Erwähnung des Verkaufsstarts und -preises.

Panasonic setzt auf der IFA hingegen auf Sprachsteuerung in seinen neuen Geräten.

Ab Oktober 2018 werden die neuen Ultra-HD-TVs mit der Alexa Sprachsteuerung von Amazon ausgestattet. Auch die Nachrüstung aller 2018 gekauften Geräte läuft automatisch und kostenlos. Mit Alexa lässt sich der Fernseher innovativ per Stimme steuern und zusätzlich können kompatible Geräte im Haushalt verbunden werden.

Der Notebooktrend geht wieder in Richtung – kleiner, schmaler, leichter.

Die neuen Notebooks der Asus Zenbook Reihe oder der Acer Swift 5 bieten kleinere Ränder, mehr Power und interessante Features.
Mehr Leistung und Effizienz erhalten die neuen Asus Notebooks vor Allem durch die neu eingebauten Prozessoren der Whiskey-Lake-U Generation der Intel Core-i Reihe.
Ein neues Feature ist zudem die Einführung des „ErgoLifts“, welcher dafür sorgt, dass bei ausklappen des Gerätes die Tastatur hinten angehoben wird und somit ein verbesserter Luftstrom für den Lüfter erzeugt wird.
Eine praktische Änderung der Zenbook-Reihe in den 13 und 14 Zoll Varianten bietet der neue im TouchPad integrierte und beleuchtete Nummernblock, der sonst standardmäßig integriert bei der Größe wegfallen würde.

In der Pro-Variante des 14 Zoll Notebooks wird das TouchPad sogar durch ein sogenanntes ScreenPad ersetzt, welches unteranderem als Taschenrechner, Steuerelement für Microsoft Office oder auch Spotify agieren kann. Außerdem ist das hochauflösende ScreenPad als zweiter Bildschirm verwendbar.

Weitere positive Änderungen der Zenbook-Reihe sind ein Upgrade von Full-HD zu 4K-Displays und eine verbesserte Laufzeit durch einen leistungsstärkeren Akku. Einsteigergeräte der Reihe bekommt man ab 1.100€.

 

Das Acer Swift 5 punktet hingegen mit seiner unglaublichen Leichtigkeit.

Das im April angekündigte und jetzt aktuell auf der IFA vorgestellte Notebook ist mit einem Gewicht von 970 Gramm das aktuell leichteste in seiner 15-Zoll Klasse.
Durch die Verwendung von Magnesium als Gehäusematerial und den Verzicht der Glasabdeckung auf dem Touchscreen wurde dieses geringe Gewicht realisiert. Auch in diesem Gerät befindet sich ein neuer Prozessor der Whiskey-Lake-U Familie.

Das 15,6 Zoll Display besitzt im Gegensatz zu der Zenbook-Reihe von Asus einen Touch Display, jedoch nur mit einer Full-HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln statt 4K.
Der Einstiegspreis liegt bei 1200€.

 

Smartphone Neuvorstellungen 2018

Die IFA ist keine klassische Smartphone-Messe, trotzdem gab es auch in diesem Bereich einige Neuvorstellungen. Neben Top-Smartphones wie dem Sony Xperia XZ3 und dem ZTE Axon 9 Pro lag der Fokus hauptsächlich im Bereich der Smartphones zwischen den Mittelklasse- und Flagschiffmodellen. Laut den Handy-Herstellern sei in diesem Preissegment die Nachfrage vermehrt gestiegen.

Unteranderem wurden diese neuen Geräte vorgestellt:

– ZTE Axon 9 Pro,
– Huawei Mate 20 Lite
– Blackberry Key2 LE
– HTC U20 Lite
– Motorola One
– LG G7 One

Besonders hervorstechen können die „Light“ Variante des BlackBerry Key 2 mit markentypischer analoger Tastatur und das ZTE Axon 9 Pro, welches mit einer super Hardware Ausstattung und einem vergleichsweise günstigen Einstiegspreis punkten kann.

Das BlackBerry Key 2 LE soll im Vergleich zu seinem besser ausgestatteten Bruder Key 2 rund 250€ günstiger ausfallen und damit eine Lücke in der Produktpalette schließen. BlackBerry spart hingegen bei der Hardware sowohl an Akku, Kamera und Prozessor. Zudem fällt beim LE der im Key 2 sinnvoll integrierte Touch auf der Tastatur und somit die Steuerung durch Wischgesten weg.                    Erscheinen soll das Blackberry Key 2 LE im September und der Startpreis soll bei ca. 400€ liegen.

Die Hardware im ZTE Axon 9 Pro glänzt mit einem eingebautem Qualcomm 845 Prozessor mit 8 Kernen, 4 mit je 1,8 GHz auf Stromeinsparung und weitere 4 mit je 2,8 GHz auf Leistung abgestimmte Kerne.     Bei einer Diagonale von 6,21 Zoll zusammen mit einer Auflösung von 2248x 1080 Pixeln, welche jedoch durch die Notch oben am Displayrand unterbrochen wird, bietet das Axon 9 Pro ein scharfes Bild.

Der Bildschirm punktet außerdem mit einem kontraststarken, farbkräftigen und hellen OLED-Display. Die Kamera des ZTE bietet solide Ergebnisse, kann aber nicht mit den Topgeräten der Konkurrenz wie dem Samsung Galaxy S9+ und dem Huawei P20 Pro mithalten.

Bei der Software wird leider nur auf Android 8.1 gesetzt, statt die neuere Version 9.                                Die geplante UVP von 650€ ist sicherlich das Hauptkaufargument für das ZTE Axon 9 Pro und setzt damit ein starkes Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Neben den klassischen Innovationen, befindet sich auf der IFA 2018 auch viel Platz für Visionen und Kurioses der Zukunft.

Hunderoboter, Smarte Windeln und Fliegende Staubsauger

 

Sind Teile dieser durch aus kuriosen, aber oft auch sehr durchdachten Innovationen der IFA 2018.
Der sogenannte Flying Magic Cleaner aus Japan ist einer dieser Erfindungen. Kurz gesagt es ist ein „fliegender Staubsauger“ – aber ganz so einfach ist es auch wieder nicht.

Die Firma Ataraina zeigt auf der Messe eine Flugdrohne, welche in den eigenen vier Wänden den Staub aus der Luft saugen soll. Jedoch ist damit nicht nur Hausstaub gemeint, sie soll zudem auch ultrafeine Partikel wie Feinstaub oder sogar Tabakqualm aus der Luft filtern.

Mithilfe von Abstandssensoren scannt der Flugroboter den Raum und verhindert somit einen Zusammenstoß mit Wänden oder ähnlichen Hindernissen. Auch wenn der Flying Magic Cleaner bis jetzt nur ein Prototyp ist, könnte diese neue Erfindung besonders in Wohnungen an stark befahrenen Straßen ihren Gebrauch finden.

Eine weitere vielleicht erst auf den zweiten Blick sinnvoll erscheinende Entwicklung, könnte nicht nur vielen Eltern helfen. Denn die Smarte Windel von Cvilux mit dem Namen „Opro9“ hat einen eingebauten Feuchtigkeits- und Temperatursensor und schickt bei Ausschlag eine Mitteilung über Bluetooth ans Smartphone. Dabei liegt die Reichweite bei ca. 30 m und über die App lassen sich bis zu 5 Windeln gleichzeitig überwachen.

Die Firma will mit ihrer Erfindung unteranderem Pflegeheime und Kinderbetreuungsstätten ansprechen. Mit einem Preis von 50€ pro Sensor soll das Produkt an den Start gehen.

 

Eine durch Science-Fiction Filme inspirierte Entwicklung ist das Aska3D Plate.

Das Touchpanel wird freischwebend in den Raum projiziert, ist jedoch nur aus einem bestimmten Winkel sicht- und bedienbar. Es lassen sich Tasten und Regler mit dem 3D-Touchpad bedienen. Somit ist zum Beispiel eine Passworteingabe von außen nicht zu erkennen und besonders im Sicherheitssektor zu gebrauchen.

Jedoch gestaltet sich die Handhabung noch etwas schwierig und die Eingabe funktioniert nicht jedes Mal zuverlässig. Vor allem auch weil kein haptisches Feedback vorhanden ist. Durch weitere Verbesserungen könnte sich diese Entwicklung dennoch in der Zukunft durchsetzen.

Ein kleiner Helfer für unterwegs ist der Pockettalk Übersetzer von Sourcenext. Dieser bietet Übersetzungen in über 74 Sprachen, je nach Sprache in Audio oder Textausgabe. Die Bedienung ist denkbar einfach. Man spricht den zu übersetzenden Text in das Gerät hinein und die kleine Box übersetzt diesen mithilfe einer Online-Datenbank, welche über das Internet erreichbar ist.                                     Der Preis soll zwischen 250-300€ liegen.

Der auf der IFA vorgestellte Unterhaltungsroboter AIBO von Sony kommt zurück.

Der seit 1999 vertriebene aber 2006 eingestellte Roboter in Form eines Hundes bekommt eine Neuauflage. In Japan ist dieser schon seit Januar dieses Jahrs erhältlich und ab September soll er in den US Markt starten. Eine Veröffentlichung im europäischen Raum ist noch offen. Der Unterhaltungsroboter kann sowohl Pfötchen geben, mit dem Herrchen/Frauchen spielen und diverse andere Imitationen seines echten Vorbilds durchführen. In Japan bezahlt man umgerechnet knapp 1.500 Dollar für einen solchen hundeähnlichen Roboter.

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