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Sonderbericht zur IFA 2009

Herzlich Willkommen zum Messebericht der 20. Internationalen Funkausstellung in Berlin.

Sie interessieren sich für die neuesten Kaffee–Vollautomaten, Epilierer, Staubsauger und Waschmaschinen? Dann, lieber Besucher, sind Sie hier verkehrt. Denn dieser Bericht wird sich mit einem doch recht überschaubaren Teil der IFA befassen, nämlich dem HiFi–Segment.

Und damit ich mit diesem Bericht nicht schon gleich nach einer Seite aufhören kann zu schreiben, nehme ich einige Impressionen aus dem Heimkino–Bereich noch dazu.

Leider, so muss man sagen, schrumpft der „IFA Audio Entertainment“–Bereich in den letzten Jahren immer mehr zusammen. Doch glücklicherweise blieben dennoch genügend Vertreter der HiFi–Branche auf der Messe vertreten.

Fangen wir bei Kenwood an. Das im Jahre 1946 erstmals als Radiohersteller gegründete Unternehmen kündigte ja bereits vor Kurzem die Veröffentlichung eines kompakten HiFi–Systems mit CD–Player und integrierten Lautsprechern unter dem Namen K–323 an. Dieses sog. One–Box–System mit 2 x 20 Watt war auch gleich in Halle 6 wie auf dem Silbertablett zu betrachten.

 

 

Kurz darauf waren auch die Kollegen von JVC anzutreffen. Dort wurde unter anderem besonders auf die neue hauseigene Generation der superschlanken LCD–Fernseher hingewiesen. Die Modelle der XIVIEW–Serie sind allesamt Full–HD–fähig und beherrschen nur (muss man ja schon sagen) die 100 Hz–Technik zur Beseitigung von Bewegungsunschärfe. Hier ein kleiner Einblick in die schick aufgebaute Modellwand.

 

 

Beeindruckender wurde es dann schon einige Meter weiter bei Panasonic. Neben den neuesten Modellen der VIERA–Serie wurden nicht nur wieder die Plasma–TVs mit 600 Hz–Technologie ins Boot geholt, sondern auch auf einem sage und schreibe 150 Zoll großen NeoPDP–Plasma–Panel der neueste Trend vorgeführt: Full–HD 3D! Diese Entwicklung findet sich zwar auch bei anderen Herstellern wieder, doch die Präsentation von Panasonic war für mich die eindrucksvollste. Mittels einer durch Infrarot gesteuerten Shutterbrille gelingt Panasonic ein realitätsnahes 3D–Feeling. Die Kombination aus 3D-Fernsehgerät und 3D-Brille ist aber nur die halbe Miete. Denn natürlich müssen auch Zuspieler wie Blu-Ray-Player 3D-tauglich sein. Die Geräte müssen also in der Lage sein, dem Flachbildfernseher ein in 3D aufbereitetes Material zuzuspielen. Und das bedeutet auch, dass genau dieses Material schon in der Produktion dreidimensional erstellt werden muss. Filme auf Blu-Ray müssen also schon direkt am Set in 3D aufgenommen werden. Fragt sich nur, wer sich bei einem gemütlichen TV–Abend eine dicke Brille aufsetzt …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kurzer Umweg führte mich dann direkt in Halle 4.2, um genau zu sein zu Sony. Auch dort wurde an vielen Ständen sehr viel zu den neuesten Notebooks, MP3–Playern, aber auch Fernsehern gezeigt. So z. B. die neuen Modelle der BRAVIA–Serie. Die Full–HD–tauglichen LCD–Geräte sind mit Sonys „Motionflow 200Hz“–Technik ausgestattet und liefern somit scharfe Bewegungen bei allen Film– und Sportarten. Um die Technik, die dahinter steckt kurz zu erläutern, hier eine kleine Erklärung: Mithilfe der Motionflow–Technologie werden Bewegtbilder auf dem Fernseher optimiert, indem zwischen die einzelnen Bildsequenzen noch zusätzliche Bilder eingefügt werden. Bei einem Fernseher mit Motionflow 200Hz–Technologie werden, verglichen mit einem normalen 50 Hz Fernseher, pro Sekunde vier mal mehr Bilder angezeigt. Das Resultat sind schärfere und flüssigere Bildübergänge, was besonders bei Sport– und Actionszenen einen großen Unterschied macht. Aber auch Sony, und das sei kurz bemerkt, setzt wie Panasonic auf die 3D-Technologie. Erste 3D-fähige LCD-Geräte sollen Ende 2010 auf den Markt kommen, gab Sony im Rahmen einer Pressekonferenz auf der IFA bekannt. Dort wurde auch bereits anhand von einigen Szenen des Spiels Gran Turismo auf der PlayStation 3 (Prototyp) demonstriert, wie das ganze dann nächstes Jahr aussehen soll. Interessant war die Vorführung hingegen schon …

 

In Halle 1.2 war dann auch das 40.000 Mitarbeiter starke Unternehmen Pioneer vertreten. Neben den beiden neuen AV–Receivern
SC–LX72 und SC–LX82 sowie diversen Neuerscheinungen in der KURO–TV–Serie ließ uns Pioneer auch einen Blick in das Innere des Referenz–Blu–Ray–Players BDP–LX91 werfen. DER BD–Live–fähige Bolide protzt nicht nur mit vergoldeten Anschlüssen auf der Rückseite, sondern auch mit der eigens von Pioneer entwickelten PQLS–Technologie, die für eine hervorragende CD–Wiedergabe sorgt, indem sie Störungen, die durch Laufzeitfehler entstehen gleich eliminiert. Zwar ist dieser bereits seit Februar auf dem Markt, was aber keinesfalls auf veraltete Technik deuten soll. Das ganze hat natürlich auch einen stolzen Preis von knapp 2.400 Euro.

 

 

Ebenfalls anzutreffen in Halle 1.2 war der deutsche Plattenspieler– und Lautsprecherspezialist ELAC. Ein Debüt feierte dort die neue Linie 180 – eine eigens für anspruchsvollere Stereo– und Heimkino–Hörer entwickelte Lautsprecherserie im Preissegment von 380 bis 1.000 Euro. Weiterhin an Bord bei den Modellen dieser Reihe ist selbstverständlich der oft hoch gelobte JET–Hochtöner sowie ELACs bewährte Aluminium–Sandwich–Membran–Technologie. Die hochwertigen Bi–Wiring–Terminals mit bequem erreichbaren angewinkelten vergoldeten Klemmbuchsen sind auch geeignet für größere Kabelquerschnitte (16 mm²) sowie für hochwertige Gabel–Kabelschuhe mit 8,5 mm öffnungsweite. Des weiteren zu bewundern war der Relaunch eines Traditionslautsprechers: Die Spirit of Music CE. Das 5–Wege–Bassreflex–System, welches bereits vor einigen Jahren einen Erfolg nach dem anderen einfuhr, wurde seitens der ELAC–Entwickler noch einmal mit der neuesten Technik verbessert.

Einmal um die Ecke gelaufen präsentierte sich gleich der Stand von Onkyo. Dort gab es eine Reihe neuer AV–Receiver–Modelle zu betrachten. So auch z. B. den TX–NR1007. Der neue 9.2 und somit für Dolby ProLogic IIz geeignete AV–Receiver eröffnet seinen Besitzern vielfältige Möglichkeiten für Lautsprecheranordnungen und Verwendungen. Der netzwerkfähige und THX Ultra2 Plus zertifizierte TX–NR1007 weist eine Ausgangsleistung von 180 Watt pro Kanal bei 6 Ohm auf und ist das zweitkleinste Modell der TX–Serie. Das 23 kg schwere Gerät ist ab Mitte September für einen Preis von 1.349 Euro im Fachhandel erhältlich. Weiterhin auf dem Foto sichtbar der neue Bluâ??Rayâ??Player DVâ??BD507, dessen Testbericht Sie hier finden können!

 

Kommen wir nun zum zweiten deutschen HiFi–Vertreter auf der IFA 2009. Die Rede ist hierbei von Canton. Gleich eine ganze Flotte an Lautsprechern waren am Messestand des Herstellers zu sehen. Highlight war sicherlich die 20.000 Euro (Paarpreis) teure „Königin der Referenz–Klasse“, so nennt sie zumindest Canton. Die Reference 1.2 DC ist ein kompromissloser 3,5–Wege–Bassreflex–Standlautsprecher mit einer sagenhaften Sinusleistung von 500 Watt (900 Watt Musikleistung) bei einem Wirkungsgrad von 89,5 dB. Der 1,43 m große Standlautsprecher bringt 96 kg auf die Waage und ist teilweise aus bis zu 5 cm dicken MDF–Platten gefertigt. Das Foto zeigt den Vertreter der HighEnd–Klasse in der Farbe Kirsche Furnier. Das Modell ist jedoch weiterhin in den Farbtönen Lack weiß, Lack schwarz und Lack silber erhältlich. Das zweite Bild zeigt das Anschlussterminal mit individueller Hoch– und Mitteltonanpassung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jüst nebenan waren dann auch noch weitere Lautsprecherneuheiten bereitgestellt. So auch einige neue und alte Serien von Heco. Als erstes Beispiel sei hier die Victa–Serie aufgeführt, eine Sonderedition zum 60. Geburtstag des Herstellers. Das linke Bild zeigt die Victa 500. Bei diesem Modell handelt es sich um ein 2,5–Wege–Bassreflex–System, das mit seinem Hochtöner bis zu 38.000 Hz hoch geht. Zu der Victa–Serie gehören ebenfalls zwei Regalboxen (Victa 200 und 300) sowie zwei größere Schwestern der Victa 500, nämlich – vielleicht können Sie es sich schon denken – die Victa 600 und 700. Um das Surround–Set komplett zu machen, gibt es noch einen 80 Watt starken Center mit dem Namen Victa 100 sowie einen aktiven Bassreflex–Subwoofer unter dem Namen Sub 25A dazu.

Eine weitere, zwar nicht neue, jedoch erwähnenswerte Serie hört auf den Namen CELAN XT. Rausgepickt möchte ich Ihnen hier den fast schon monströsen aktiven Bassreflex–Subwoofer Celan Sub 38 A zeigen. Seine 600 Watt Endstufe machen ihn zusammen mit seinem 38er Chassis fast schon zu einer Referenz in der Liga der aktiven Subwoofer bis 1000 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Widmen wir uns nun einer Kombination aus bester Lautsprecher– und Bildwiedergabetechnik. Die Rede ist hier vom gemeinsamen Messestand der Hersteller DALI und Mitsubishi Electric. In einem eigens für Vorführzwecke eingerichteten Mini–Kinosaal (sowie einem größeren Saal, in dem Lautsprecher der MENTOR–Serie zum Einsatz kamen) lief gerade der Film „Shooter“ an. Das Bild wurde mittels des Full–HD–DLP–Beamers „Mitsubishi HC3800“ an die Leinwand geworfen und erzeugte ein ordentliches Bild. Klangtechnisch wurde das Ganze dann von DALI’s kompletter LEKTOR–Flotte versorgt. Bemerkenswert ist, dass dieses System nicht nur für den anspruchsvollen Musikgenuss, sondern auch für die Aufgabe in einem Heimkino beste Resultate abliefert. Das LEKTOR–5.1–System gibt es bereits für einen Setpreis von 2.334 Euro. Der kleinste Lautsprecher der Reihe, die LEKTOR 1, wurde – nebenbei erwähnt – von vielen Lesern dieser Seite zum Lautsprecher des Jahres 2008 in seiner Preisklasse gewählt. Das untenstehende Bild zeigt den Referenz–LCD–Beamer „HC700“ von Mitsubishi Electric.

 

 

Auch aus dem nahen Osten Deutschlands gibt es Interessantes zu vermelden. Vestel, die deutsche Vertriebsniederlassung der türkischen Vestel A.S., präsentierte eine Reihe ordentlicher LCD– und LED–TVs. Eine Klasse für sich war dann schon der gigantische 82

Zoll Fernseher mit Ethernet–Schnittstelle. Warum Ethernet, werden sich einige unter Ihnen vielleicht fragen. Die Antwort liegt klar auf der Hand: Um interaktive Inhalte, wie Nachrichten, das Wetter, usw. abzurufen. Einige Hersteller sprechen bereits schon vom Tod des Videotextes. Im Vergleich dazu sehen Sie auf dem Bild noch einen handelsüblichen 46 Zoll TV.

 

 

Auch HDTV–Receiver für den Satellitenempfang waren vertreten. Ein Beispiel hierzu ist der UFS 902si von Kathrein. Der für den Empfang von digitalem TV– und Radio geeignete Receiver ist natürlich auch abwärtskompatibel zu herkömmlichen PAL–Signalen. Mit der HDMI–Schnittstelle kann der Receiver an einen Flachbildfernseher angeschlossen werden (Upscaling des PAL–Signales auf 576p, 720p und 1080i möglich). Zusätzlich sind ein YPbPr–Anschluss und ein Scart–Anschluss (TV) vorhanden. Auch eine USB–Schnittstelle für das Einspielen von Software–Updates ist vorhanden.

 

 

Etwas üppiger fiel dann der Stand von LG aus. Selbstbewusst baute man gleich ein ganzes Arsenal an Produkten auf, die mit dem EISA–Award ausgezeichnet wurden (siehe Bild 1). Darunter war auch der Einsteiger–Blu–Ray–Player BD390 (siehe Bild 2), der neben seiner Full–HD–Tauglichkeit auch eine YouTube–Schnittstelle, einen analogen 7.1–Ausgang sowie WLAN–Unterstützung nach dem 802.11n–Standard bietet. Preislich liegt das Gerät bei ungefähr 350 Euro. Ein Einrichtungsbeispiel zeigt LG auf dem dritten Bild. Unter dem Titel „Slim Height Blu–Ray Bar“ wird eine schlichte, aber dennoch elegant und gemütlich wirkende Wohnzimmer–Einrichtung gezeigt. Zum Einsatz kommt hier unter anderem das Heimkinosystem HB954S. Zum Abschluss des Messestandes dann noch einmal eine hübsch aufgebaute Reihe von Plasma– und LCD–TVs (siehe Bild 4). Eine wichtige Information noch einmal an dieser Stelle für Sie: Auch LG hat auf der IFA einen ersten OLED–TV vorgestellt! Er ist gerade einmal 15 Zoll groß, doch LG versprach, so wurde mir die Auskunft gegeben, das Gerät noch dieses Jahr auf den Markt zu bringen. Im nächsten Jahr sollen dann auch Geräte bis 32 Zoll folgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um die Plasma–, LCD– und LED–Bereiche abzuschließen kommen wir nun zum letzten erwähnenswerten Hersteller, nämlich Samsung. Dessen kreativen Köpfe haben sich zur „Warenpräsentation“ etwas recht anspruchsvolles ausgesucht (siehe Bild 3). Doch neben den vielen LCD– und Plasma–Geräten von Samsung interessierte die meisten der Besucher die neue LED–Technik. Denn mit einem Stromverbrauch im Betrieb von nur 85 Watt sichert sich z. B. der 55 Zoll B7000 der Serie 7 (siehe Bild 1) einen der vordersten Plätze. Selbstverständlich ist das Gerät auch Full–HD fähig und beherrscht die 100 Hz Technologie. Doch der Trend scheint auch wieder zurück zum Röhrenfernseher zu gehen (Ironie), denn auf dem zweiten Bild hatte Samsung noch einen echten „Brocken“ im Angebot.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschließend möchte ich einfach noch einige Bilder ausgewählter Plus–X–Award–Gewinner auf Sie wirken lassen. So beispielsweise die Denon AV–Receiver– und Blu–Ray–Player–Kombination mit Metz LCD–TV (Bild 1), dem Vollverstärker Magnat MA 800 (Bild 2) sowie zum Schluss Denons Kompaktanlage CX1.

 

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