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Dolby Volume

Dolby Volume: Jeder kennt die Situation: Der Spielfilm geht in die Werbepause und diese ist viel lauter, als der Spielfilm – eine Marketing-Taktik, damit Zuschauer die angepriesenen Produkte besser wahrnehmen. Aber auch plötzliche Explosionen nach langen, ruhigen Dialogen lassen viele Zuschauer zur Fernbedienung greifen. Dolby schafft diesen Problemen mit Dolby Volume nun Abhilfe.

Dolby Volume arbeitet auf zwei Ebenen: Der „Volume Leveler“ vergleicht das laufende Tonspektrum mit vorhergehenden. Dabei nutzt Dolby Techniken aus dem Profibereich, etwa eine „auditorische Szenenanalyse“. Diese Technik erkennt, welche Töne angehoben werden müssen und welche nicht. Einen abschwellenden Klavierakkord zum Beispiel dreht Dolby Volume nicht lauter. Die zweite Ebene ist der „Volume Modeler“, er reagiert darauf, dass das menschliche Gehör bei geringer Lautstärke Höhen und Tiefen weniger gut wahrnimmt. Bei alten Stereoverstärkern gab es hierfür die Loudness-Taste.

Sie ignorierte aber die tatsächliche Lautstärke und verfremdete das ursprüngliche Signal oft zu einem Tonbrei. Der Volume Modeler setzt dabei auf die Erkenntnisse der Datenkompression, die sich mit der Erfindung von MP3 oder Dolby Digital ergaben: Tondaten, die unterhalb der Hörschwelle liegen, entfallen dort einfach. Der Volume Modeler macht das genaue Gegenteil: Er hebt die Lautstärke von Klangbestandteilen, deren Lautstärke unterhalb der Hörschwelle liegt, will damit den Klang auch bei geringer Lautstärke voll und detailreich gestalten.

Anders als bei früheren Lösungen der Lautstärkeregelung kommt es bei Dolby Volume nicht zu hörbaren Artefakten oder Nebeneffekten. So wird z. B. die Lautstärke ruhiger Hintergrundgeräusche zwischen Dialogszenen nicht erhöht bzw. reduziert, wie es bei herkömmlichen Kompressionstechnologien der Fall ist.

Neben AV-Receivern, Heimkino-Komplettsystemen und Stereoanlagen kann Dolby Volume auch in Fernsehgeräte integriert werden. Dolby Volume funktioniert mit jedem beliebigen Eingabesignal, ob analog oder digital, mit jedem Dienst (Kabel, Satellit, terrestrisch und IPTV) und für jede Programmquelle. Erste AV-Receiver und Komplett-Heimkino-Sets kommen noch im Jahr 2008 auf den Markt.



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