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Anschluss von PC und HiFi-Anlage

Da ja immer wieder gern gefragt wird, wie man am besten die Anlage an den PC anschließt, wird dies hier erklärt. Zuerst sollte man erwähnen, dass es zwei Arten gibt, die Soundkarte mit der Anlage zu verbinden. Beide haben natürlich ihre Vor- und Nachteile.

Die erste Möglichkeit ist, die Soundkarte digital anzuschließen.

Anschluss von PC und HiFi-Anlage

Anschluss von PC und HiFi-Anlage

Vorteile:

  • Besserer Klang, als bei analogem Anschluss

  • Nur ein Kabel wird benötigt

Nachteile:

  • EAX kann nicht encodiert werden

  • Bei Musik, Spielen und beim Einstellen der Boxen hat man nur Stereo

Die zweite Möglichkeit ist, die Soundkarte analog anzuschließen.

Hierbei kommt es auf die Soundkarte an, wie viele Kanäle man nutzen kann. (Bsp.: Die Audigy2 ist eine 6.1 Karte und kann somit 7-Kanäle analog ausgeben; Die Audigy2-ZS ist eine 7.1 Karte und kann 8-Kanäle analog ausgeben. Dazu aber später mehr…)

Vorteile:

  • Mehrkanal bei Musik und Spielen

  • Decodierung von EAX möglich

Nachteile:

  • Statt einem mehrere Kabel

  • Schlechterer Klang, als bei digital

Digitale Verbindung:

Die digitale Verbindung kann über folgende Anschlüsse realisiert werden (nicht jede Soundkarte verfügt über diese Anschlüsse):

  • Über den Optischen Digitalausgang (Toslink). Hierbei wird ein Lichtleiterkabel beim Receiver an dem Optischen Digitaleingang angeschlossen.

  • Über den Koaxialen Digitalausgang (Koax). Hierbei wird das Koaxialkabel (sieht aus, wie ein Monocinchkabel) an dem digitalen Koax-Eingang am Receiver angeschlossen, wobei man hier auch ein normales Cinch-Kabel nehmen kann.

  • Wenn die Soundkarte über einen digitalen 3,5mm Klinke Ausgang verfügt, kann man dies mit einem Kabel von 3,5mm Klinke auf Mono-Cinch anschließen. Oder ein Kabel von 3,5mm Klinke auf 2x Cinch (wobei dann nur ein Cinch-Kabel am Koax-In am Receiver angeschlossen wird). Wenn der Receiver keinen passenden digitalen Eingang hat, oder dieser besetzt ist, gibt es Konverter von Optisch auf Koax (und andersherum).

Es kann Stereo übertragen oder ein komprimiertes Signal (wie Dolby Digital und DTS). Bei einigen Soundkarten muss man in der Software den digitalen Ausgang aktivieren.

Möchte man nun den Sound von DVDs digital übertragen, muss man im Software-DVD-Player in den Einstellungen unter Audio auf S/PDIF umstellen, damit der Player das Signal richtig weiterleitet. Zudem ist es bei einigen Soundkarten notwendig, dass man einstellt, ob die Soundkarte das Signal decodieren soll.

Ansonsten würde das Signal nur analog übertragen werden oder es würde zu einem externen Decoder (Receiver) weitergeleitet. Dieser Vorgang nennt sich dann „Pass-Through“.

Die Soundkarte bekommt so das digitale Signal und schaltet dementsprechend um, z. B. auf Dolby Digital.

Analoge Verbindung:

Bei dieser Verbindung decodiert die Karte selber. Das heißt, man hat eine analoge Ausgabe bei DVDs und bekommt, wenn man es dementsprechend anschließt und in der Software einstellt, Mehrkanal bei Musik und Spielen. Man benötigt dafür am Receiver einen 6-Kanal-Eingang (5.1) oder einen 8-Kanal-Eingang (Für 6.1 oder 7.1).

An der Soundkarte befinden sich, je nach Soundkarte, mehrere Ausgänge in Form von 3,5mm Klinke (Miniklinke). Von diesem geht man mit einem Kabel von 3,5mm Klinke auf 2x Cinch zur Anlage. Ein Kabel überträgt dabei je 2 Kanäle (wobei es Ausnahmen gibt, wie z. B. die Audigy2-Reihe).

Bei einer 5.1 Soundkarte, die 3 Ausgänge hat, bedeutet das, dass eine Kabel den Front Kanal Rechts und Links überträgt. Das 2te die Rear-Kanäle für Links und Rechts überträgt und das dritte die Kanäle für Center und Subwoofer.

Ist alles angeschlossen, wählt man in der Software oder in der entsprechenden Option des PC-Betriebssystems an, dass 5.1 Lautsprecher angeschlossen sind.

Somit kann man bei Spielen, die es unterstützen, auch die 5.1-Kanalübertragung nutzen.

Schließt man die Soundkarte nur analog an, möchte aber DVDs schauen und über die Anlage die Tonwiedergabe haben, so muss man dem Software-DVD-Player (Wie z. B. PowerDVD oder WinDVD) unter den Einstellungen für „Audio“ einstellen, das 6 Lautsprecher (5.1), 7 Lautsprecher (6.1) oder 8 Lautsprecher (7.1) angeschlossen sind.

Die Lautsprecher müssen von der Software der Soundkarte eingepegelt werden, damit sie alle gleich laut spielen. Der Receiver verstärkt das Signal nur und gibt es an die Lautsprecher weiter. Auch hier gilt, dass dies bei jeder Soundkarte anders funktioniert. Hat man an der Anlage KEINEN 6-Kanal, bzw. 8-Kanal-Eingang, so bleibt einem die Übertragung eines analogen Stereosignals. Dieses wird z. B. am CD-In o. ä. angeschlossen, falls man diesen noch frei hat. Die Verbindung wäre auch hier von 3,5mm Klinke (Soundkarte) auf 2x Cinch (Receiver). Das Signal kann nun durch ein Surroundmodi vom Receiver aufpoliert werden. Welchen Surroundmodi man dafür benutz, ist jedem selbst überlassen. Es gibt z. B. Dolby ProLogic, ProLogic 7, usw.

Analoge und digitale Verbindung:

Möchte man bei Spielen und Musik auf den Raumklang nicht verzichten, bei DVDs aber den Ton digital ausgeben, damit der Receiver decodiert, hat man auch die Möglichkeit, beides anzuschließen. Man braucht dafür aber getrennte analoge und digitale Ausgänge. Die Karte hat einen 3,5mm Klinke-Anschluss, der für analog sowie auch für die digitale Ausgabe verwendet wird:
Hier muss man an den entsprechenden Ausgang einen Adapter (besser ein Adapterkabel, da die Ausgänge dicht aneinander liegen und man Platzprobleme bekommen könnte, da ein Adapter breiter ist, als ein Adapterkabel) anschließen, von 3,5 Klinke auf 2x 3,5 Klinke. Somit kann man dann die digitale und analoge Ausgabe nutzen. Der Receiver hat getrennte Ausgänge.

Bei einigen kann eine „Brummschleife“ entstehen, wenn man die Soundkarte analog über ein digitales Koax-Kabel. Hier muss man entweder auf ein optisches Kabel zurückgreifen, wenn man kann, oder man muss eine der beiden Verbindungen trennen, wenn sie nicht benutzt wird.

Bei einigen Soundkarten muss man auch immer umschalten, da sie entweder analog ausgeben können oder über S/PDIF. Dies aber nur bei einigen Soundkarten der Fall.

Creative SoundBlaster Audigy2 und Creative Audigy2-Platinum:

Audigy2:
Die Digitale Ausgabe kann über den digitalen 3,5mm Klinke-Ausgang hinten an der Karte erfolgen.

Audigy2-Platinum:
Die Digitale Ausgabe kann über den digitalen 3,5mm Klinke-Ausgang hinten an der Karte, über den Koax-Ausgang am Zusatzmodul oder über den Optischen Ausgang am Zusatzmodul erfolgen.

Beide:

  • Beide Karten können gleichzeitig analog und digital angeschlossen werden. Dabei ist aber auf sog. Brummschleifen zu achten (siehe oben, vorletzter Absatz).
  • Soll bei DVDs der Ton über Digital übertragen werden, muss man der Karte sagen, dass das Signal weitergeleitet werden soll. Systemsteuerung > AudioHQ > Gerätesteuerung > Decoder Hier muss nun der unterste Punkt „SPDIF Passtrough (Dolby Digital / DTS Digital Out) (Hinweis: Externer Decoder erforderlich) – angewählt werden. Zudem muss im Software-DVD-Player in den Einstellungen von Audio angewählt sein, dass die Karte digital ausgibt (Digitale Ausgabe oder S/PDIF z. B.). Die Karte sendet die Digitalen Signale nun zum Receiver, welcher dann encodiert. Bei gleicher Einstellung wird bei Spielen auch Mehrkanal übertragen. Das hat mit dieser Einstellung nichts zu tun.

  • Soll die Karte analog angeschlossen werden, geht dies über die drei analogen Ausgänge hinten an der Karte. Der eine überträgt den FR+FL, ein anderer den RR+RL und er dritte den Center+Sub. Diese können mit passendem Adapter (siehe oben) in den 6-Kanal-Eingang oder 8-Kanal-Eingang des Receivers angeschlossen werden.

 

Creative Soundblaster Audigy2-ZS (und Platinum, Platinum Pro):

Die Einstellungen der ZS sind genau die gleichen, wie die der „normalen“ 2er Version.

Digitale Ausgabe:

Audigy2-ZS: Die digitale Ausgabe kann über den digitalen 3,5mm Klinke-Ausgang hinten der der Karte erfolgen.

Audigy2-ZS Platinum/Platinum Pro: Die Digitale Ausgabe kann über den digitalen 3,5mm Klinke-Ausgang hinten der der Karte erfolgen. Zudem kann man aber auch am Internen/Externen (Platinum/Platinum Pro) I/O-Modul den Koaxialen Digitalen oder den Optischen Digitalen Ausgang benutzen.

Analoge Ausgabe:

Will man nun ein 7.1-System analog anschließen, benötigt man Folgendes: 1 Kabel von 3,5mm Klinke auf 2x Cinch (Kabel 1) und 2 Kabel von 3,mm Klinke (4-Polig) auf 3x Cinch (Kabel 2).
Line-out-1-Buchse: Front Left (FL), Front Right (FR)
Line-Out-2-Buchse: Rear Left (RL), Rear Right (RR) und Surround Back Right (SBR)
Line-Out-3-Buchse: Center (CEN), Subwoofer (SUB) und Surround Back Left (SBL)

Bei Line-Out-Buchse 2+3 kommt das „Kabel 2“ zum Einsatz, bei der Line-Out-Buchse 1 kommt das „Kabel 1“ zum Einsatz.

Will man ein 6.1-System analog anschließen, benötigt man an der Line-Out-Buchse 1 und 2 das „Kabel 1“ und nur an der Line-Out-Buchse 3 das „Kabel 2“. Der 7te Kanal wird dann in der 3. Line-Out Buchse mitübertragen.

WICHTIG

Besitzt man ein 6.1 oder 7.1 Receiver, wird man sich natürlich wundern, wie man nun den 7ten Kanal rausbekommt, um 6.1 zu nutzen. Hier hat Creative sich etwas einfallen lassen. Man benötigt ein Kabel, was von 3,5mm Klinke (4-polig) auf 3x Cinch geht. Der Ausgang für Center+Sub gibt mit einem normalen 3-Poligen Miniklinkekabel nur 2-Kanäle aus, für Center+Sub. Schließt man nun das das Kabel an, was einen 4-poligen Miniklinkestecker besitzt, überträgt die Karte über dies Center+Sub+Back Center. So bekommt man dann den 7ten Kanal. Der 4. Pol ist für die Erdung. Dieses Kabel kann man bei Creative bestellen.

Die üblichen Farben der Soundkarten-Anschlüsse bei einfachen Soundkarten:
Mikrofon-Eingang rosa oder rot
Line Out/Kopfhörer/Lautsprecher hellgrün
Line-In: blau

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