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Monatslautsprecher 2005
 

Januar / Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

 

Januar / Februar

Fünf Lautsprecher ab 2.000 Euro

Canton Vento 809, um 2400 Euro
Magnat Quantum 907, um 2600 Euro
Naim Ariva, um 2000 Euro
Spendor S5e, um 2000 Euro
Triangle Celius, um 2300 Euro

Der ideale Lautsprecher, wie müsste er sein? Kompakt, schick, erschwinglich? Nein, der ideale Lautsprecher würde in jedem Raum, an jedem Standort gleich gut klingen. Das aber ist und bleibt ein frommer Wunsch. Canton und Magnat ziehen nun aus, neue Maßstäbe in Sachen Klang und Leistung zu setzen. Doch wo geht diese Rechnung auf? Schließlich gibt es noch die wenig kalkulierbaren Wechselwirkungen zwischen Schallwandler, Aufstellung und Raum.

Die britische Entwickler-Crew von Naim kennt die Tücken der Aufstellung, sie weiß, dass fast alle Lautsprecher - ob nun dafür gedacht oder nicht - an der Wand oder in Wandnähe platziert werden. Viele Boxen bleiben so klanglich unter ihren Möglichkeiten. Die Briten konstruieren Schallwandler wie die Ariva daher exakt für diese Aufstellung. Britisches Gedankengut verhilft auch der Spendor S5e zu Individualität. So lechzt die fast beispiellos fein verarbeitete Box nach dem Einsatz in kleinen Räumen. Und trotz ihres Aufmerksamkeit erregenden Formates fühlt sich die Magnat Quantum 907 wie die Spendor in Wandnähe wohl. Sehr sensibel reagiert die Canton Vento 809 auf direkte Nachbarschaft: Mindestens 80 Zentimeter fern jeder Wand, leicht auf den Hörplatz gewinkelt, entfesselt sie ihr volles Potenzial. In Wandnähe verliert sie Feindynamik, in einer Ecke tönt sie lahm und dick. Der Klang einer Box kann sich mit ungünstiger Aufstellung eben stark verändern.

canton vento 809

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März

Teufel contra Nubert

Gegner fürchten sie nicht, im Gegenteil: Mit ihren klangstarken Lautsprechern zu moderatem Preis haben Nubert und Teufel ihre Mitbewerber das Fürchten gelehrt.

Im klassischen HiFi-Handel treten die Anbieter gar nicht in Erscheinung. Ihre Boxen gibt es nur im Direktvertrieb - nennenswerte Konkurrenten kennen sie dort nicht. Die Berührungspunkte zwischen den beiden Platzhirschen blieben auf Mehrkanal-Sets begrenzt -bisher.

Jetzt aber offeriert Teufel die Ultima 5, eine schlanke, hoch gewachsene Säule für den reinrassigen Stereo-Einsatz. Für 100 Euro mehr wildert sie in den Gefilden der nuWave 85 von Nubert.

Nubert NuWave

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April

B&W 800 D & 801 D

In Form und Bestückung bleiben die Neuen ihren Vorfahren weit gehend treu. Ich bin sicher, Fans der 801 würden eine grundlegende Abkehr vom Gewohnten keineswegs als Fortschritt erachten. Der Schallwandler trotzte dem Trend zu immer schlankeren Boxenstangen. Und es gibt eben Menschen wie mich, die auf Lautsprecher-Dinosaurier im XXL-Format stehen, die mit Stolz auf ihren 30er oder gar 38er Bass verweisen. Alles andere ist doch Kinderkram.

B&W 800 D

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Mai

Neue Lautsprecher um 700 Euro

Häufige Modellwechsel prägten über viele Jahre den HiFi-Markt. Lautsprecher machen da keine Ausnahme. Einige wenige Hersteller trotzten jedoch der Schnelllebigkeit, die letztlich nur zur Verunsicherung des Verbrauchers führt.

Die Firma Magnat zum Beispiel, die zu den Großen im Boxen-Business gehört, ließ sich Zeit für den Modellwechsel, der dafür umso gründlicher ausfiel.Jetzt will die Quantum 507 den Vorsprung des Unternehmens auch in der 700-Euro-Klasse belegen.

Harte Gegner gilt es zu besiegen - etwa Focal mit der Chorus 716 S; Modelle dieser Baureihe zeigten schon mehrfach herausragende Leistungen. Tannoy entwickelt sich langsam, aber stetig zu einer festen Größe im deutschen Markt und schickt die Sensys S 2 ins Rennen.

Nicht zuletzt stellt sich die im Preis drastisch reduzierte Boston VR 1 der Herausforderung. Recht ungewöhnlich sind die Ingredienzen, welche die Amerikaner ihrer barock anmutenden Standbox mitgeben.

magnat quantum 507

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Juni

Tannoy Fusion 1

Ein Tannoy-Kompaktlautsprecher für 200 Euro wartet mit High-End-Tugenden auf!

Was ist entscheidend für den Klang eines Lautsprechers? Gewiss der Genius der Entwickler-Crew. Aber auch das Gehäuse sowie Chassis- und Bauteile-Bestückung.

Hier sprengt die Tannoy Fusion 1 klar den Rahmen des in ihrer Preisklasse Üblichen. Es sind zwar keine Wundertreiber, die in der Fusion 1 ihren Dienst verrichten, aber Töner mit Delikatessen, die sich gerade erst in der 1000-Euro-Liga als Standard etablieren.

Die Zentrierung des Fusion-Tieftöners ist hinterlüftet. Kleine Bohrungen im Chassis-Korb lassen die Luft hinter der Zentrierspinne nach außen entweichen.

Hoch- und Tieftöner sind bündig in die knapp zwei Zentimeter starke Frontplatte eingelassen; klangfärbende Schallbrechung an Kanten bleibt so aus.

tannoy fusion 1

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Juli

3 Edelboxen im Vergleich

Epos fordert die etablierten Marken Canton und KEF heraus!

Die Klasse unter 2000 Euro machen große Hersteller weit gehend unter sich aus. Canton und KEF sind da an vorderster Front zu nennen.

Für einen kleinen Hersteller wie die Boxenschmiede Epos wird es immer schwieriger, dagegen zu bestehen. Doch die Briten stellen sich der Herausforderung und bieten der Canton Vento 807 und der KEF Q 11 mit der kompakten M 22 die Stirn.

Vento 807 und Q 11 sind größer als die M 22. Das Plus an Volumen spricht für Vorteile im Bass. Die KEF steigt zudem mit üppiger Chassis-Bestückung und einem cleveren koaxialen Mittelhochtöner in den Ring.

Der Vento 807 genügen drei Töner in Zweieinhalb-Wege-Abstimmung. Ihre beiden Bässe laufen parallel, bis sich der obere um 500 Hertz ausklinkt. Durch den Gleichtakt in den tiefen Frequenzregionen steht mehr Membranfläche für eine mühelose Basswiedergabe zur Verfügung ...

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August

4 Standboxen um 500 Euro

Klingen 500 Euro heute besser als einst 1.000 Mark?

Ein kleines Bier kostet in der Großstadt schnell 2,50 Euro, in Worten: zwei Euro fünfzig. Das waren mal fünf Mark. Größer sind die Gläser dadurch nicht geworden. Für einen frischen Saft müssen Sie meist noch mehr über den Tresen reichen. Man wundert sich über den Einkaufskorb des Durchschnittsbürgers, in dem heute mehr liegen soll als vor der Währungsumstellung. Sind 500 Euro wirklich 1000 Mark?

Ja, die Rechnung geht dann auf, wenn Lautsprecher in besagtem Korb liegen. Für ein Paar Boxen forderte zum Beispiel Quadral im Jahr 1998 1200 Mark, also grob 600 Euro. Für eine Infinity waren sogar 1600 Mark zu berappen.
Infinity und Quadral sind neben Boston und Tannoy mit von der Partie, sie sind aber erheblich preiswerter. Waren die älteren Modelle vielleicht besser verarbeitet, ihr Gehäuse, ihre Treiber teurer? Nein.

Moderne Fertigungsmethoden und Messverfahren, nicht zuletzt auch die Produktion in Fernost lassen Preise schrumpfen. Und manchmal hilft sogar der "Teuro".

Durch ihn konnte etwa der amerikanische Hersteller Boston den Preis für die CR 105 drastisch senken, von 760 auf 500 Euro pro Paar.

quadral agentum

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September

B&W 804 S contra Nautilus 804

Wachablösung bei B&W: Übertrumpft die neue 804 S ihre berühmte Vorgängerin?

Obwohl sich das Design annähernd treu blieb, unterscheiden sich Nautilus 804 und die neue 804 S, technisch betrachtet, deutlich. Nun gemahnen einige Leser, technische Features nicht bloß aufzuzählen, sondern Punkt für Punkt auf ihre akustische Wirksamkeit zu durchleuchten. Das geht nur zum Teil. Es ist so trivial wie richtig: Ein Schallwandler tönt als Ganzes gut, schlecht oder so lala. Einzelne Ingenieurs-Gimmicks lassen sich streng genommen nur dann en detail betrachten, wenn etwas akustisch "in die Hose geht".

Ausnahmen bestätigen diese Regel. Ein Diamant-Hochtöner, wie ihn B&W aus Kostengründen erst in den Modellen oberhalb der 804 S einsetzt, hebt sich tatsächlich messtechnisch und hörbar von konventionellen Tweetern ab.

Den ultrateuren Super-Hochtöner hat die 804 S also nicht - da werden die hörbar nachvollziehbaren Unterschiede zur guten alten Nautilus wohl doch nicht so gewaltig sein.

Die aktuelle 804 S kostet immerhin 400 Euro mehr (3600 Euro) als ihre Vorgängerin. Ein stolzes Sümmchen, jedoch gerechtfertigt durch deutlichen Mehraufwand.

b&w 804 S

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Oktober

DynAudio Focus 220

Ihre frappierende Hochauflösung macht die neue Edition von DynAudio unwiderstehlich!

Binnen einer Stunde war das Regal verwaist, in dem die Verstärker-Arbeitsreferenzen von AUDIO am Strom nuckeln (weil sie, wenn gefordert, stets auf der Höhe spielen sollen). Ich erinnere mich nicht, wann dieser Umstand zuletzt eingetreten ist.

Schuld war die Dynaudio Focus 220. Amp um Amp wuchtete ich nach vorn, um Grenzen und Eigenschaften der Boxen auszuloten. Tatsächlich hörte ich mehr die Klangunterschiede zwischen den jeweiligen Verstärkern, als dass die dänischen Lautsprecher durch erkennbare Schwächen auffielen.

In Grenzen reagiert jeder Schallwandler auf die ansteuernde Elektronik, doch die Focus 220 fächerte die tonalen Eigenheiten der Verstärker ganz weit auf - so weit wie keine Dynaudio, die ich kenne. Mit einer einzigen Ausnahme - diese frappierende Hochtonauflösung erinnerte an die exorbitante Präzision der früheren Lautsprecher-der Dynaudio Evidence Master.

dynaudio focus 220

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November

Canton Vento Reference 1

Mit der Vento Reference 1 bläst Canton zum Angriff auf die internationale Boxen-Elite!

Mit wachsendem Pegel nehmen die Klirrkomponenten deutlich zu. Erreichen sie eine bestimmte Grenze, endet die automatisierte Messung. Die Canton aber blieb so verzerrungsarm, dass dieser Grenzwert nicht erreicht wurde. Ergo pumpte das System immer mehr Sinus-Leistung in den Speaker, bis sich die Schwingspule des Mitteltöners der entstandenen Wärmeentwicklung beugte - im wahrsten Sinne des Wortes.

Stand der Messung: ohrenbetäubende 115,5 Dezibel. Übersetzt: Ein Presslufthammer knattert im Schnitt mit 110 Dezibel. Noch Fragen?

Jedes Bauteil eines Lautsprechers, angefangen bei der kleinsten Schraube über die Frequenzweiche und jeden Töner bis hin zum Boxenkorpus, stellt einen potenziellen Erreger von Verzerrungen dar, diese färben und verfälschen den Klang. Je weniger Klirr, umso reiner die Wiedergabe.

Das ist wie mit gutem Kaffee oder Tee: Vielleicht filtern Sie das Wasser noch vor dem Aufbrühen. Einen Unterschied zwischen dem gereinigten und normalem Trinkwasser sehen Sie zwar nicht, aber Sie schmecken ihn bestimmt.

Um den Klang so rein wie möglich zu bekommen, durfte die fünfköpfige Entwicklungsabteilung das, wovon Ingenieure träumen - drauflos entwickeln, ganz ohne Rücksicht auf die Kosten ...

canton vento reference 1

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Dezember

Focal Electra 1027 Be

Für 5.500 Euro startet die Focal Electra auch bei Ihnen klanglich durch!

Wenn Original und Reproduktion aufeinander treffen, trennt sich schlagartig die Spreu vom Weizen.

Die Electra reproduziert Stimmen nahezu makellos, tonal wie dynamisch. Sie blieb dichter am Original als viele deutlich teurere Wandler und spielte in den Kriterien Neutralität, Präzision und Luftigkeit eine Vergleichsbox nach der anderen an die Wand.

Die Electra 937 Be hatte mit der Neuen ihre Müh und Not. Nur im Bass hatte sie der jüngeren Schwester ernsthaft etwas entgegenzusetzen.

focal electra

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