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Vorab: NF-Kabel bezeichnen Niederfrequenzkabel und LS-Kabel
Lautsprecherkabel.
Wenn man von NF-Kabeln spricht, sind häufig die Cinch-Kabel gemeint. Mit ihnen
verbindet
man z.B. den DVD-Player mit dem Verstärker. Cinch-Kabel können keine Ströme
übertragen,
wie sie für Lautsprecher erforderlich sind, sondern übertragen für jeden Kanal
separat das
analoge Musiksignal (welches aus Spannung besteht). Diese sind an dieser Stelle
das Anlage
sehr schwach und empfindlich, deshalb muss das Kabel besonders beschaffen sein.
Insbesondere eine gute Abschirmung ist hier notwendig. Aus diesem Grund sind die
meisten
NF-Kabel mindestens koaxial aufgebaut, dass bedeutet ein Signalleiter und eine
Abschirmung,
die auch als Rückleiter verwendet wird.
Bessere Übertragungen garantieren symmetrische oder sogar doppel-symmetrische
Konstruktionen.
Aber was sind denn nun unsymmetrische und symmetrische Kabelkonstruktionen?
Unsymmetrische Verbindung (= Cinch-Verbindungen)
Hier gibt es zwei Formen: die einfachste besteht aus einem Innenleiter (Ader,
Kern oder Seele)
für den positiven Kontakt und einer den Innenleiter umgebenen Abschirmung für
den Minus-Kontakt.
Hierbei nutzt man den Schirm, der das Kabel von Störeinflüssen schützen soll,
gleichzeitig für das
Signal selbst. An beiden Enden befinden ich sogenannte Cinch-Stecker.
Die andere, aufwendigere Version der Cinch-Verkabelung ist die Trennung von
Schirm und Minusleiter.
Für diese Art der Verbindung benötigt man zwei Innenleiter – für Plus und Minus
– welche von einer
seperaten Abschirmung umgeben sind. Zu beachten ist, dass der Schirm nur an
einer Seite mit dem
Minuspol verbunden werden sollte. Damit ist zum einen die volle Abschirmung
gewährleistet und zum
anderen wird vermieden, dass der Schirm sich im Signalweg befindet.
Symmetrische Verbindung (= XLR-Verbindungen)
Mit der symmetrischen Verbindung sind wir bei der aufwendigsten Form der
Verkabelung.
Hier zu benötigt man zusätzlich zur Abschirmung drei Signalleiter sowie einen
(XLR-) Stecker, der diese
drei Kontakte beidseitig anbietet. Ebenfalls müssen die beteiligten Geräte
entsprechende Buchsen für
den symmetrischen Betrieb haben, was man in der Regel überhaupt nur im
High-End-Bereich vorfindet.
Bei der symmetrischen Verkabelung werden zwei Plus-Leiter verwendet, wobei das
entsprechende Signal
in einen der beiden Leiter gegenphasig (180 Grad phasenverschoben) eingespeist
wird. Der Verstärker
macht diese Phasenverschiebung dann wieder rückgängig. Tritt nun auf dem Weg zum
Verstärker eine
Störung auf, so wird diese sich zwangsläufig auf beide Leiter phasengleich
auswirken. Nach dem
Phasenausgleich haben wir es letztlich jedoch mit exakt gegenphasigen Signalen
zu tun, die sich somit
vollständig ausgleichen. Gibt es sehr lange Signalwege, so ist die XLR-
Verkabelung der Cinch-Verkabel hörbar vorzuziehen.
LS-Kabel sind für Verbindungen zwischen Lautsprechern und dem Verstärker
vorgesehen.
Diese übertragen größere Ströme, deshalb müssen die Kabel hierfür einen größeren
Querschnitt haben, um
die Verluste von Klang und Leistung zu minimieren.