Ein Verstärker betreibt einen Lautsprecher. Der Lautsprecher ist für den Verstärker die Last. Laststabilität bedeutet, dass der Verstärker
bis hin zu seiner Nennleistung, über alle Frequenzen hinweg, eine stabile Leistung an den Lautsprecher liefern kann.
Hierzu ist zu bemerken, dass es anspruchslose und kritisch zu betreibende Lautsprecher gibt, mit allen Facetten dazwischen.
Wann ist ein Lautsprecher ein kritischer Lautsprecher? Zumindest immer dann, wenn er große Schwankungen in der Impedanz über die Frequenz
hat und wenn ein Minimum unterhalb von z. B. 4 Ohm ist, also z. B. bei 2 Ohm.
Wenn dieses Minimum im Bassbereich ist und der Verstärker ist nicht laststabil, dann gibt es mehrere Möglichkeiten: eine davon wäre, dass
die Bässe einfach nicht lauter werden, auch wenn man lauter aufdreht.
Ein Lautsprecher ist ein kompliziertes Gebilde aus elektrischen und mechanischen Bauteilen. Elektrische Bauteile in der Weiche und in den
Wicklungen der einzelnen Chassis, die sich wiederum in einem Luftspalt eines Magneten bewegen und die die Membran bewegen, dort gibt es
mechanische Widerstände wie den Luftwiderstand oder den Widerstand durch die mechanische Aufhängung und frequenzabhängige Widerstände
durch die Gehäuseform des Lautsprechers.
Dadurch ist vieles abhängig von der Frequenz. Durch die Bewegung der Spule eines Chassis im Luftspalt wird wiederum eine Spannung an den
Verstärker "zurückgeschickt", der das verkraften muss.
Der Lautsprecher ist also kein einfaches lineares System, wie ein ohmscher Widerstand von 4 Ohm. Es gibt elektronische Widerstände, mit
denen man zwar eine Messung simulieren kann, um eine grobe Aussagekraft über die Laststabilität zu erhalten, doch sind handelsübliche
Lautsprecher immer noch komplizierter als diese elektronischen Widerstände und die meisten Veröffentlichungen in HiFi-Zeitschriften
diesbezüglich sind mit Vorsicht zu genießen.