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Diffusfeldentzerrung:
Auskunft des Unternehmens „Bayerdymanic“ zum DT990 PRO:
“Der Bayerdynamic DT 990 PRO besitzt eine passive Diffusfeldentzerrung, der
akustische Frequenzgang ist im Hörersystem
bereits konstruktiv linearisiert. Dazu wurden intensive Versuche mit mehreren
Personen durchgeführt, die jeweils ein spezielles
Messmikrofon im Hörkanal trugen, um auch die verschiedenen Gehörformen in die
Linearisierung mit einbeziehen zu können.
Die Beschallung der Testpersonen erfolgte in einem Hallraum mit diffuser
Schallverteilung, daher die Bezeichnung
"Diffusfeldentzerrung". Der DT 990 PRO wurde dementsprechend optimiert, so dass
der gemittelte Frequenzgang aller
Versuchspersonen möglichst nahe um den Idealverlauf liegt.
Das Verfahren der Diffusfeldmessung wurde vom Institut für Rundfunktechnik (IRT),
München in Zusammenarbeit mit
Bayerdynamic entwickelt.
Die Messung von Kennwerten ist in der Norm IEC 268-7 festgeschrieben.“
Diffusfeld:
Schallausbreitung in einem "normalen" Raum. Durch Rückwürfe von den Wänden etc.
entsteht ein Schallfeld im gesamten Raum.
Der Schall "diffundiert".
Ein diffusfeldentzerrter Druckempfänger ist so abgestimmt, dass sich für
diffusen (allseitigen) Schalleinfall ein glatter Verlauf der
Frequenzkurve ergibt. Für frontalen Schalleinfall erhält man dabei infolge des
Druckstaus vor der Membran für hohe Frequenzen
eine Anhebung in der Frequenzkurve.
Lautheitsdiffusfeldentzerrung:
In einem reflexionsarmen ("schalltoten") Messraum strahlen viele Lautsprecher
unabhängig voneinander Rauschsignale ab. Im mittleren
Bereich des Messraums treffen diese Schallinformationen aufeinander und
überlagern sich zu einem "Diffusfeld", in dem nicht mehr
festzustellen ist, aus welcher Richtung der Schall kommt. Im Terz-Abstand wird
nacheinander dieses Rauschen variiert, abwechselnd
über die Lautsprecher und den zu messenden Kopfhörer wiedergegeben. Eine große
Zahl von Versuchspersonen beurteilt nun den
Lautstärkeunterschied zwischen räumlichem Rauschen und dem Rauschen im
Kopfhörer. Der angestrebte Idealzustand ist der gleiche
Lautstärkeeindruck zwischen Diffusfeld und Kopfhörer. In der Anwendung zeigt
sich ein deutlich räumlicherer Eindruck und eine
verbesserte Vorn-Hinten-Ortung (Außerkopf-Ortung). Einfach gesagt: Das
Klanggeschehen findet außerhalb des Kopfes statt, nicht
begrenzt auf den Raum zwischen den Ohren.