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Heimkino-Lexikon

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VC-1: Bezeichnet einen Codec für die Video-Kompression, der bei hochauflösendem Material zum Einsatz kommt. Vor allem bei den DVD-Nachfolgeformaten Blu-Ray-Disc (siehe Blu-Ray) und HD-DVD (siehe HD-DVD). Ursprünglich entwickelt als Windows Media 9, ist der Codec heute als SMPTE 421M (siehe SMPTE) standardisiert. Er steht in Konkurrenz zur MPEG-4 (siehe MPEG-4) und nach wie vor auch zu dem schon etwas in die Jahre gekommenen MPEG-2 (siehe MPEG-2).

VCD: Bezeichnet einen CD-Standard zur Speicherung von Videodaten. Entsprechende Filme werden mit einer Auflösung von 352 x 288 Pixel (PAL) bzw. 352 x 288 Pixel (NTSC) und 25 Vollbildern je Sekunde im MPEG-1 Codec aufgezeichnet. Auch der Ton (ausschließlich Stereo) wird als MPEG-1 Layer 2 bei einer festen Bitrate von 224 kbit/s abgespeichert. Die relativ hohe Kompression erlaubt eine maximale Spielzeit von ca. 79 Minuten und bietet eine Qualität, die sich ungefähr auf dem Niveau einer herkömmlichen VHS-Kassette befindet. Durch den Komprimierungsvorgang können außerdem Unschärfen und Artefakte entstehen. Trotz der doch relativ schlechten Qualität bieten auch heute noch etliche DVD- und Blu-Ray Disc Player eine Unterstützung der VCD an.

Video-On-Demand: Zu deutsch "Video auf Nachfrage", Abkürzung "VoD". Bezeichnet die Möglichkeit digitales Videomaterial auf Anfrage von einem Internetangebot oder -dienst herunterzuladen oder über einen Video-Stream direkt mit einer geeigneten Software anzusehen. Für den Video-Stream, den Empfang in Echtzeit, ist ein schneller Breitbandinternetzugang per Kabel oder DSL (mindestens 6.000 Kilobit pro Sekunde für optimale Bildqualität) und ein Internettarif mit unbegrenzten Datenvolumen (Datenflatrate) wichtig. Die Qualität der Wiedergabe entspricht bei empfohlener Bandbreite der einer DVD. Es werden auch teilweise HD-Filme angeboten, dies erfordert jedoch eine noch schnellere Internetverbindung (VDSL). Anbieter von VoD sind beispielsweise Videoload oder Maxdome.

Video-Near-Demand: Im Unterschied zu Video-On-Demand kann bei bei VnD den Zeitpunkt der Wiedergabe nicht beliebig wählen, sondern nur in festen Intervallen (z. B. jede Viertelstunde). Alles andere ist identisch mit Video-On-Demand.

Videoprojektor: Elektronisches Gerät, welches als Frontprojektor ein Videobild auf eine Leinwand wirft. Leinwand. Je nach Technologie kommen Röhren, LCD-Panels, DMD- oder DLP-Panels, ILA- oder D-ILA-Systeme oder Laser zum Einsatz.

VEIL: Video Encoded Invisible Light. Stellt ein Kopierschutzverfahren für Videos aller Art dar, der sowohl auf Blu-Ray Disc als auch auf HD DVD verwendet wird. Es soll damit verhindert werden, dass urheberrechtlich geschütztes Material von einem Fernseher oder Monitor abgefilmt werden kann.

Vertikalfrequenz: Englisch: Vertical Scanrate, auch Bildwiederholfrequenz, gibt die Geschwindigkeit an, die der Elektronenstrahl braucht um ein komplettes Bild aufzubauen, gemessen in Hertz (siehe Hertz). Bei einen TV-Bild nach PAL-Standard (siehe PAL) sind dies 50 Hz, bei einem NTSC-Bild (siehe NTSC) 60 Hz, ein guter Röhren-Monitor hat mindestens 80 Hz, unterhalb von 50 Hz wird die Vertikalfrequenz vom Auge als zunehmend deutliches Flimmern wahrgenommen.

VESA: Die Video Electronic Standard Association, kurz VESA, ist ein Zusammenschluss von Firmen der Unterhaltungs- und Computerelektronik, die herstellerübergreifende Standards entwickeln. Bekannte Beispiele sind der VESA-Bus im Computerbereich oder die nach VESA genormenten Befestigungs- und Montage-Bauelemente an Plasma- oder LCD-TV-Geräten zur Wand- oder Tischfußmontage.

VHF: Very High Frequency. Das sind Frequenzen zwischen 30 und 300 MHz, die sowohl für Radio-, als auch für Fernsehübertragungen genutzt werden. Niedrige VHF-Frequenzbänder, 27 MHz, 37 MHz und 40 MHz werden häufig für drahtlose Mikrophone oder Babyphone benutzt. VHF-Technologie wird dann eingesetzt, wenn keine hohen Qualitätsansprüche vorliegen.

VHS (Video Home System): VHS ist die Codierung von Filmen auf VHS-Kassetten für Home-Anwendungen.

VHS HiFi: Videonorm, VHS-Format, das auch in der Lage ist, Stereo-Signale zu speichern und wiederzugeben. Grundlage für die Wiedergabe von Dolby ProLogic von der Videokassette.

Video-Bandbreite: Charakteristikum des Video-Zwischenfrequenzbereiches eines Empfängers. Im TV-Empfang z.B. ist die Bandbreite abhängig von der Abweichung des empfangenen Kanals. Wird ein breites Band gesendet und empfangen, können darin mehr Informationen übertragen werden, als in einem schmalen. Siehe Bandbreite.

Videoprojektor: Wirft als Frontprojektor ein Videobild auf eine Leinwand. Je nach Technologie kommen Röhren, LCD-Panels, DMD- oder DLP-Panels, ILA- oder D-ILA-Systeme oder Laser zum Einsatz. Siehe auch Beamer.

Virtual Dolby Surround: Virtual Dolby Surround erzeugt bei der Wiedergabe von surroundcodiertem Material einen Raumklang mit nur einem Lautsprecherpaar. Dabei werden die hinteren Lautsprecher eines Surround-Systems mittels eines Effektprozessors (siehe Effektprozessor) simuliert.

Vollbild: Im Zeilensprungverfahren (siehe Zeilensprungverfahren) werden zwei Halbbilder (siehe Halbbild) versetzt wiedergegeben und bilden zusammen ein Vollbild.

Vollbildwandlung: Englische Bezeichnung Deinterlacing. Bezeichnet einen notwendigen Vorgang bei der Darstellung von Halbbildern im Zeilensprungverfahren auf einem Wiedergabegerät, welches physisch nur Vollbilder darstellen kann. Dazu gehören unter anderem Plasma und LCD Flachbildschirme sowie Projektoren (LCD und DLP).
Die Vollbildwandlung versucht aus der Gesamtinformation des Video-Datenstroms die fehlenden Zeilen eines Halbbildes (Field) zu generieren, damit das Display mit einem Vollbild (Frame) angesteuert werden kann. Während die Abtastung von Vollbildern als Halbbilder ein Kinderspiel darstellt - es wird ja einfach jede zweite Zeile verworfen bzw. nicht gesendet - ist die Vollbildwandlung ein fehlerbehafteter und sehr aufwändiger Vorgang. Nicht zuletzt die Algorithmen des eingesetzten Verfahrens bestimmen die erreichbare Wiedergabequalität eines Bildes erheblich.


 

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