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Heimkino-Lexikon

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Sample: Bei der Digitalisierung von Audio- und Videosignalen wird das analoge Ausgangssignal in regelmäßigen Abständen abgetastet (Samplingrate). Dabei wird das analoge Signal (siehe Signal) je nach Quantisierung (siehe Quantisierung) in einen digitalen Datenwert umgerechnet. Der so zu einem Zeitpunkt gewonnene Datenwert wird als Sample bezeichnet. Aus mehreren Samples wird dann im weiteren Verfahren der endgültige Digitale Datenstrom, z. B. der PCM-Datenstrom (siehe PCM) berechnet.

Samplingtiefe: Die Samplingtiefe ist ein Maß dafür, wie viele Unterscheidungen bei einer Aufnahme möglich sind. Während die Sampling- oder Abtastrate angibt, wie häufig Informationen über den Zustand eines Stücks abgefragt werden, bestimmt die Samplingtiefe, wie hoch die Stufen zwischen zwei Werten sind. Je kleiner die Stufen ausfallen, desto feiner wird abgetastet und desto geringere Unterschiede können wahrgenommen werden.
Die Samplingtiefe trägt maßgeblich zur Qualität einer Aufnahme bei. Das Material auf einer Audio-CD oder einer DVD besitzt eine Tiefe von 16 Bit. Damit ist es möglich, Töne auf einer Skala mit 65536 (2^16) Abstufungen wiederzugeben, wobei 65.536 den lautesten Wert repräsentiert. Die auf der Blu-ray Disc verwendeten Codecs erlauben eine Samplingtiefe von maximal 24 Bit, das ergibt 16.777.216 (2^24) mögliche Werte. Eine hohe Samplingtiefe steigert zusammen mit einer hohen Abtastfrequenz die Güte einer Aufnahme, zugleich steigt aber auch die Datenmenge und damit der benötigte Speicherplatz an.

Satellit-Lautsprecher: Lautsprecher zur Wiedergabe von Mittel- und Hochtonfrequenzen. Sie werden zusätzlich für die Basswiedergabe durch einen Subwoofer (siehe Subwoofer) ergänzt.

Scan-Converter: Bezeichnet ein elektronisches Bauteil, welches die Horizontalfrequenz (siehe Horizontalfrequenz) einer Video- oder TV-Quelle so umwandelt, dass sie optimal für ein bestimmtes Wiedergabegerät geeignet ist. Es ist Bestandteil eines Bildprozessors (siehe Bildprozessor).

Scanrate: Englische Bezeichnet für Horizontalfrequenz (siehe Horizontalfrequenz).

Scart: Bezeichnet eine Steckervariante, auf der alle möglichen Signale (siehe Signal) übertragen werden. Es kann z. B. eine Übertragung von FBAS (siehe FBAS) , S-Video (siehe S-Video) und RGB-Signalen (siehe RGB) oder eine beliebige Kombination dieser Signale geben. In den meisten Fällen sind jedoch nicht alle Signale beschaltet. Ein SCART-Anschluss von einem Video-Rekorder hat z. B. nie ein RGB-Signal, am ehesten hat er ein S-Video Signal. Ein FBAS-Signal und die Leitungen für die beiden Ton-Kanäle hat eigentlich jedes Gerät. Bein SCART-Kabel muss man aufpassen, es gibt Kabel, bei denen nicht alle Leitungen (21 Stück) durchgeschaltet werden, außerdem gibt es welche, bei denen man zwischen Ausgang und Eingang umschalten muss usw. Ein weiteres Problem bei SCART ist, dass man ja eventuell. mehrere Signale anliegen hat. In einem vernünftigen Setup müsste man einstellen können, welches dieser Signale man sehen will.

SDI: Serial Digital Interface. Bezeichnet ein von Sony entwickeltes 10-Bit Interface zur Übertragung digitaler Videodaten. Der SDI Standard wird auch als SMPTE 259M bezeichnet (siehe SMPTE) . SDI ist in der professionellen Video und Studiotechnik gebräuchlich und dient dazu, Video- (und auch Audio-) Signale (siehe Signal) über größere Distanzen verlustfrei zu übertragen. Auch DVD-Player für den Heimkino-Bereich können so umgerüstet werden, dass sie ihre Daten als SDI-Datenstrom ausgeben.

SDTV: Standard Digital Television. Bezeichnet den Normen- und Qualitätsstandard für digitales Fernsehen. Im Unterschied zu HDTV (siehe HDTV) ist SDTV hinsichtlich seiner Auflösungen eher mit PAL (siehe PAL) vergleichbar. Sie liegen bei 704 x 480 und 640 x 480 Bildpunkten und Bildformaten von 3:4 und 16:9. Der SDTV-Standard wurde von der ATSC ausgearbeitet.

SMPTE: Die Society of Motion Picture and Television Engineers entwickelt internationale Normen und Standards im Bereich der professionellen Film- und vor allem Videotechnik. Sitz der schon 1916 gegründeten Organisation, die fast alle namhaften Hersteller im Bereich Videotechnik zu ihren Mitgliedern zählt, ist White Plains im Staat New York, USA. Meist werden die Standards jedoch nicht selbst von der SMPTE entwickelt sondern lediglich im Sinne eines Forums dokumentiert und als Norm verabschiedet. Die SMPTE spielt vor allem bei der Festlegung der HDTV-Normen (siehe HDTV), Blue-Ray-Disc (siehe Blue-Ray) und HD-DVD (siehe HD-Video) eine wichtige Rolle, so wurde 2006 der Codec VC-1 (bisher bekannt als Windows Media 9) als SMPTE 421M festgelegt. VC-1 ist neben MPEG-4 (siehe MPEG-4) und MPEG-2 (siehe MPEG-2) einer der Codecs, die bei den DVD-Nachfolgern Blu-ray und HD-DVD zum Einsatz kommen.

S/PDIF: Sony/Philips Digital Interface. Bezeichnet das Standard-Protokoll für die Übertragung digitaler Daten, wie z. B. Dolby Digital (siehe Dolby Digital) innerhalb eines Unterhaltungselektronikgerätes. Für die Übertragung werden normalerweise zwei Kabelarten verwendet: entweder ein 75-Ohm-Koaxialkabel (siehe Koxialleitung) für die elektrische Übertragung oder ein Toslink-Kabel (siehe Toslink) für die optische Übertragung.

Sphärisch: Bezeichnet das Gegenteil der anamorphen Technik. Das Bild wird hier im korrekten Seitenverhältnis aufgezeichnet. Dies ist also der â??Normallfallâ??.

S-Video: Dieses Signal (siehe Signal) ist qualitativ besser als FBAS (siehe FBAS) , weil hier Helligkeit und Farbinformation getrennt übertragen werden. Die typische Verbindungsart sind Hosiden-Stecker. Manchmal wird es auch Y/C genannt. Y steht für Luminanz = schwarz/weiß und C steht für Chrominanz = Farbsignale. Nicht zu verwechseln mit YUV (siehe YUV) oder S-VHS (siehe S-VHS). Warum sollte diese Art der Signal-Aufbereitung besser sein als FBAS: Das hängt mit dem Auge zusammen. Das Auge ist für Helligkeitsunterschiede empfindlicher als für Farbunterschiede. Dem wurde bei der Entwicklung von S-Video Rechnung getragen, weil sie auf getrennten Leitungen übertragen werden können und sie sich nicht so leicht gegenseitig beeinflussen. Bei einem S-Video-Anschluss braucht man immer noch eine weitere Verbindung für den Ton, bei Scart jedoch ist die Ton-Verbindung mit dabei.

S-VHS: Super-VHS. Bezeichnet die Erweiterung des VHS-Standards (siehe VHS) die durch besseres (teureres) Band, verbesserte Schreib-/Leseköpfe und höheren FM-Hub (siehe FM) eine horizontale Auflösung von ca. 400 Linien erreicht. Im VHS-System werden ebenso wie in der erweiterten S-VHS-Version die Farb- und Schwarzwerte des Bildes getrennt gespeichert. Im Gegensatz zu VHS-Recordern können S-VHS-Recorder diese separaten Y/C-Signale aber auch getrennt entgegennehmen und ausgeben. So wird eine zusätzliche Verbesserung der Aufnahmequalität erreicht. S-VHS-Recorder können zwar auch in VHS aufnehmen und abspielen, VHS-Recorder können jedoch (von Ausnahmen abgesehen) keine S-VHS-Aufnahmen wiedergeben.

sRGB: Der Farbraum sRGB bezieht sich auf die Farbdarstellung von Kathodenstrahl-Röhren, also handelsüblicher Monitore und Fernsehgeräte. Sowohl für DVD und YCbCr als auch das digitale NTSC wird in der Regel sRGB als Farbraum genutzt. Herkömmliche LCD und Plasma-Bildschirme orientieren sich bei der Farbdarstellung an dem Farbraum sRGB, obwohl gerade LCD kaum in der Lage ist diesen auszufüllen. Mit der gestiegenen Qualität und Größe von Display und Projektorbild versucht man neben der Vergrößerung der physischen Auflösung (Detaillierung=Feinheit), der Feinheit der Farbcodierung (Farbtiefe=Nuancierung) auch die Erweiterung des Farbraumes (darstellbare Farben überhaupt) zu etablieren. So werden mit xvYCC wesentlich sattere und intensivere Farben möglich.

Source-Direkt: Da jeder Schalter und Regler einen Wiederstand für Signale (siehe Signal) bedeutet und somit das Klangbild beeinträchtigt, umgeht Source-Direkt alle sonst möglichen Regelungen. Es bleiben nur noch die Wahl der Klangquelle und der Lautstärke.

Subwoofer: Separater Bass-Lautsprecher. Wird häufig in Kombination mit kleinen Lautsprecher eingesetzt, um die Basswiedergabe zu verbessern.

Subwoofereingang: Die meisten AV-Geräte, die über ein Raumklangsystem (z. B. Dolby Digital) verfügen, haben einen Cinch-Ausgang für einen Aktivsubwoofer. Wenn sich dessen Lautstärke am Gerät regeln lässt, vereinfacht sich die Abstimmung des Basspegels. Andernfalls muss man die Lautstärke am Subwoofer selbst einstellen.

Surroundanlage: Bestandteil eines Heimkinos. In der Grundausstattung gehören dazu ein Verstärker oder Receiver, Front- und Surroundboxen sowie eine Bild- und Tonquelle, beispielsweise ein HiFi-Recorder oder DVD-Player.

Surround-Decoder: Elektronische Schaltung in AV-Komponenten, die die in analogen Stereosignalen enthaltenen Raumklanginformationen ausliest.

Surround-Mode: Mit dieser Funktion stellt man den gewünschten Wiedergabebetrieb eines AV-Gerätes ( z. B. Surround Receiver ) ein. Die meisten Geräte bieten Einstellungen wie Dolby Digital, DTS, Dolby Prologic und ähnliches.

Surround-Prozessor: Bezeichnet eine elektronisches Bauteil eines AV-Receivers, das z. B. für die Decodierung des Dolby Digital Pro-Logic-Signals (siehe Dolby Digital ProLogic) erforderlich ist.

Sync-Signal: Bezeichnet einen Begriff aus der Video-Bildtechnik. Sync steht für Synchronisation. Das Sync-Signal synchronisiert die Bildwechselfrequenz (siehe Bildwechselfrequenz) auf dem Display des Wiedergabegerätes mit der des Video-Quellensignals. Im Composite Video sind drei unterschiedliche Typen von Sync-Signalen enthalten: Color-Burst-, Horizontal- und Vertikal-Sync. Bei RGB (siehe RGB) kann das Signal kann als ein zusammengefasstes Signal, das Sync-Signal übertragen werden, oder als zwei getrennte Signale "H" und "V" für horizontalen und vertikalen Sync.

Sync-Stripper: Bezeichnet eine Weiche, die aus dem Composite-Signal (siehe FBAS) das Sync-Signal (siehe Sync-Signal) herausfiltert; Sync-Stripper kommen zur Anwendung, wenn z. B. zur RGB-Übertragung (siehe RGB) das Sync-Signal isoliert werden soll, das vom Euro-AV-Scart-Anschluss (siehe Scart) mit dem FBAS-Video-Verbundsignal zusammen übertragen wird.

 

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