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Heimkino-Lexikon

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Raumklangprogramme: Viele Surround-Receiver können verschiedene Raumklangsimulationen - beispielsweise Stadion, Konzerthalle oder Kirche - generieren. Diese künstlich erzeugten Atmosphären werden meistens von digitalen Signalprozessoren (DSP, siehe DSP) erzeugt.

RCE: Region Code Enhanced. Bezeichnet den Regionalcode von DVDs (siehe Regionalcodes im Heimkino-Wissen). DVDs, die mit diesem Software-Feature versehen sind, werden von auf codefree modifizierten DVD-Playern nicht automatisch erkannt und es findet keine automatische Umschaltung statt, d. h. der Bediener muss manuell auf den Regionalcode umschalten. Modifizierte DVD-Player mit dem Feature RCE können trotz RCE manuell umgeschaltet werden.

Real Audio: Bezeichnet ein Audiodateiformat, welches hauptsächlich zum Streamen von Audiodaten eingesetzt wird. Die Echtzeitübertragungen von Internetradios basieren nahezu alle auf dieser Technologie. Ziel ist es dabei, möglichst viele Informationen mit einer relativ geringen Datenrate zu übertragen, weshalb die komprimierten Daten oft verlustbehaftet sind. Bei diesem Verfahren wird ähnlich wie beim weit verbreiteten MP3-Format die Tatsache ausgenutzt, dass das menschliche Ohr bestimmte Tonbereiche überhaupt nicht wahrnehmen kann - diese werden einfach entfernt.

RealD: Bezeichnet ein 3D-Projektionsverfahren, welches ohne einen zweiten Projektor auskommt wie manch ältere Modelle. Stattdessen können auch schon vorhandene DLP-Projektoren verwendet werden, die nur noch einen Aufsatz bekommen. Die Zuschauer benötigen eine spezielle Brille, der Betreiber eine silber beschichtete Leinwand. Die Technik, die RealD nutzt, ist vergleichbar mit der traditionellen Methode zur 3D-Projektion, die lineare Polarisation nutzt. Bei der traditionellen Methode werden zwei linear polarisierte Bilder auf die gleiche Leinwand projiziert, die um +45° bzw. -45° gegenüber der Horizontalen geneigt polarisiert sind. Die in den gleichen Winkeln polarisierenden Brillengläser der Zuschauer sorgen dafür, dass jedes Auge nur das richtige Bild sieht. Diese Art der 3D-Projektion benötigt zwei Projektoren und hat den Nachteil, dass es zu Geisterbildern kommt, wenn der Zuschauer den Kopf zur Seite neigt und damit die Winkel der Polarisationsfilter von Projektor und Brille nicht mehr genau übereinstimmen.

Einwegbrille RealD-VerfahrenRealD jedoch benötigt nur einen einzigen Projektor, der abwechselnd das rechte und das linke Bild projiziert und zirkular polarisiertes Licht nutzt. Ein LCD-Element vor dem Projektionsobjektiv polarisiert das Licht für das eine Auge im Uhrzeigersinn und für das andere im Gegenuhrzeigersinn. In den Zuschauerbrillen sitzt eine Kombination aus einer Verzögerungsplatte und einem Polarisationsfilter. Die Verzögerungsplatte wandelt das zirkular polarisierte Licht in linear polarisiertes um. Der dahinter liegende Polarisationsfilter lässt nur das Licht einer Polarisationsrichtung durch. Unterschiedliche Orientierungen der Polarisationsfilter in den Brillengläsern sorgen dafür, dass jedes Auge nur sein Bild sieht und das sogar dann, wenn der Zuschauer den Kopf neigt. Die sehr hohe Bildwiederholungsrate von 72 Bildern pro Sekunde und Auge sorgt für ein flimmerfreies Bild. Da das Videosignal nur 24 Bilder pro Sekunde liefert, wird bei RealD Cinema jedes Bild dreimal projiziert, um einen Flimmer-Effekt zu vermeiden.

Real Video: Mit der Zeit hat sich RealVideo zu einem Standard für das Streamen von Videoinhalten entwickelt. Um die Verbindung einzurichten, wird das Real Time Streaming Protocol (RTSP), ein Standardprotokoll bei der Übertragung von Inhalten, verwendet. Für die eigentlichen Daten verwendet man das hauseigene RDT-Protokoll. RealVideo-Dateien werden wie auch RealAudio komprimiert. Neuere Versionen erzielen auch bei höheren Komprimierungen noch gute Ergebnisse, wohingegen ältere Versionen eher schlechte Ergebnisse lieferten. RealVideo-Dateien tragen die Endungen .ram, rv, rm oder .rmvb für Dateien mit variabler Bitrate.

Receiver: Bezeichnet im Gegensatz zum AV-Receiver im HiFi-Bereich ein Gerät, welches einen Mehrkanal-Dekoder besitzt, um die neuen HD-Tonformate, wie DTS-HD-Master, wiederzugeben.

Re-Equalizing: Bezeichnet eine Funktion, die auf dem THX-Halbleiterbaustein in THX zertifizierten Receivern implementiert ist. Der Original-Kino-Sound hebt hohe Frequenzen hervor um Sprache auch in großen Kinosälen und in den hintersten Reihen gut verständlich zu erhalten. In typischer Wohnumgebung ist dies nicht erforderlich und kann störend wirken. Deshalb senkt der Re-Equalizer die Höhen ab.

Rear-Surround: Bezeichnet einen zusätzlichen Surround-Kanal von Dolby Digital Surround EX und (siehe Dolby Digital Surround EX) DTS ES 6.1 (siehe DTS ES Discrete), dessen Lautsprecher in der Mitte der Rückwand des Hörraumes platziert wird. Bei Dolby Surround EX wird der Kanal in zwei Lautsprecherausgänge gesplittet, obgleich es sich um ein Monosignal handelt. Der Rear-Surround kann als Matrix codiert sein (Dolby Surround Ex) oder discrete (DTS ES 6.1 discrete).

Regionalcode: Um die Kontrolle über das Urheberrecht der Filme zu behalten, hat die Filmindustrie bei den internationalen Distributionen von Filmen die einzelnen Länder der Erde in Regionen eingeteilt. In jeder dieser Regionen sind die DVDs unterschiedlich kodiert. Diese Kodierung bezeichnet man als Ländercode oder Regionalcode. DVD-Player akzeptieren somit dann nur dem in der Region jeweils gültigem Ländercode. Hiermit soll verhindert werden, dass es zu zeitlichen Überschneidungen zwischen Kino und Heimkino kommt, denn in einigen Ländern erscheinen Filme weitaus früher als in Anderen. Ein weiterer Grund ist der Jugendschutz, denn in den USA gelten andere Jugendschutzgesetze als in Deutschland.

RF-Out: RF-Out bezeichnet einen Hochfrequenzausgang der Dolby Digital (siehe Dolby Digital) als analoge frequenzmodulierte Signale (siehe Signal) am Laserdisc-Player ausgibt. Um daraus wieder das digitale Dolby Digital zu erhalten, durchläuft das Signal im Verstärker einen RF-Decoder. Physikalisch erfolgt die Ausgabe über eine koaxiale Cinch-Verbindung.

RGB: Übertragungsmodelle für Videosignale aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die einzelnen Farben werden auf getrennten Kanälen übertragen. Zudem überträgt es auf einem weiteren Kanal das Sync-Signal (siehe Sync-Signal).

Richtwirkung: Die Richtwirkung gibt an, wie - insbesondere mit welchen Abstrahlwinkeln - die Schallwellen in einen Raum abgestrahlt werden. Beispiel: Die Norm von THX Home Ultra (siehe THX Home Ultra) legt fest, dass Frontlautsprecher eine breite und weit gefächerte horizontale Abstrahlung und eine sehr enge vertikale Abstrahlung haben sollen.

RipGuard: Kopierschutzverfahren für DVDs, das mit Hilfe von besserer Verschlüsselungstechnologie die meisten Kopierschutz-
umgehungsprogramme unwirksam machen soll. Statt der erstellten Kopie liefert RipGuard eine Fehlermeldung oder bringt das
Kopierprogramm zum Absturz.

RPTV: Rear Projection Television, zu deutsch Rückprojektionsfernsehen, ist ein Darstellungsverfahren, bei dem das von einem Projektor erzeugte Bild von hinten an die Leinwand geworfen wird. Diese Technik wird zum Beispiel in Kinos verwendet, in denen vor der Leinwand nicht genug Platz für einen Projektorraum vorhanden ist.
In Fernsehgeräten ist die Technik prinzipiell ähnlich den herkömmlichen Röhrenfernsehern. Das Bild geht von drei Kathodenstrahlen in den Grundfarben Blau, Grün und Rot aus. Durch ein Linsensystem werden die Strahlen gebündelt und über einen Spiegel auf die Projektionsfläche abgelenkt. Die Technik eignet sich besonders für große Bilddiagonalen.

RSDL: Reverse Spiral Dual Layer. Bezeichnet ein Verfahren, bei einer Dual-Layer DVD, bei dem der Laser innen auf der DVD mit dem Lesen beginnt und sich spiralförmig nach außen vorarbeitet. Dort angekommen stellt er seine Fokussierung um (was zu einer winzigen Unterbrechung im Film in Form eines Standbildes führt) und arbeitet die zweite Ebene (Layer) von außen nach innen ab. Vorteil: (fast) Verdoppelung der Kapazität.

Rückprojektionsfernsehen: Rear Projection Television. Bezeichnet ein Darstellungsverfahren, bei dem das von einem Projektor erzeugte Bild von hinten an die Leinwand geworfen wird. Diese Technik wird zum Beispiel in Kinos verwendet, in denen vor der Leinwand nicht genug Platz für einen Projektorraum vorhanden ist. In Fernsehgeräten ist die Technik prinzipiell ähnlich den herkömmlichen Röhrenfernsehern. Das Bild geht von 3 Kathodenstrahlen in den Grundfarben Blau, Grün und Rot aus. Durch ein Linsensystem werden die Strahlen gebündelt und über einen Spiegel auf die Projektionsfläche abgelenkt. Die Technik eignet sich besonders für große Bilddiagonalen.

 

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