PAL: Das
Phase-Alternating-Line-Verfahren ist ein Verfahren zur
Farbübertragung beim analogen Fernsehen. Es wurde
entwickelt, um die Farbtonfehler im NTSC (siehe
NTSC)-Verfahren zu beheben. Grundlegend für das Verfahren
ist der Gedanke, dass zwei aufeinanderfolgende Bildzeilen
mehr Ähnlichkeiten aufweisen sollten als Unterschiede, weil
Bilder aus Flächen bestehen. Eigenschaften von PAL sind 720
horizontale und 576 vertikale Bildzeilen. Im Vergleich dazu
das neue Bildformat Full-HD mit 1920 horizontalen und 1080
vertikalen Zeilen. Das Bildformat ist bei PAL 4:3, bei HD
hingegen 16:9.
PAL-60 bzw. 525: Bezeichnet ein
Pseudo-PAL oder "NTSC Playback on PAL-TV". Bei dieser
Mischform der Videoabspielung bzw. TV-Übertragung werden
Bildwiederholfrequenz (60 Hz) und Zeilenzahl (525, davon 480
sichtbare) von NTSC verwendet. Das Farbträgersignal wird
jedoch auf der Frequenz von PAL, nämlich auf 4,43 MHz
übertragen. PAL-60 macht Sinn, wenn NTSC-Quellen abgespielt
werden sollen, jedoch der technische Aufwand der Umwandlung
des Farbträgersignals gespart werden soll. Nicht zu
verwechseln mit NTSC 4.43. Bei PAL-60 verwendet das
Farbsystem PAL, NTSC 4.43 verwendet das Farbsystem NTSC.
PAL-M: Bezeichnet eine Mischform von
PAL und NTSC bei der Videoabspielung. Bildwiederholfrequenz
(60 Hz) und Zeilenzahl (525, davon 480 sichtbar) sowie
Farbträgersignalfrequenz (3,58 MHz) entsprechen NTSC. Das
Farbsystem ist jedoch PAL.
PAL-N: Bezeichnet eine Mischform von
PAL und NTSC bei der Videoabspielung. Bildwiederholfrequenz
(50 Hz) und Zeilenzahl (625, davon 576 sichtbar) und
Farbsystem (PAL) entsprechen PAL. Die
Farbträgersignalfrequenz (3,58 MHz) entspricht NTSC.
PAL-Plus: Bezeichnet eine mittlerweile
überholte TV-Sendenorm, die bei Breitbildformaten durch eine
spezielle Encodierung in nicht sichtbaren Bildbereichen eine
höhere Auflösung bei der Wiedergabe auf (PAL-Plus-fähigen)
16:9-TV-Geräten ermöglicht. Moderne Verfahren - z.B.
Widescreen Plus von Panasonic - erreichen den gleichen
Effekt auch ohne ein PAL-Plus-codiertes Sendesignal.
PAL-SpeedUp: Mit dieser Technik lassen
sich Kinofilme mit ihren ursprünglichen 24 Vollbildern je
Sekunde an das europäische PAL System anpassen, welches mit
einer Bildwiederholfrequenz von 50 Hz im Halbbildverfahren
arbeitet.
Bei PAL-SpeedUp wird die Wiedergabe des Filmes um ca. 4%
beschleunigt, so dass man zunächst 25 Vollbilder je Sekunde
erhält. Im Anschluss wird ein 2:2 Pulldown durchgeführt, bei
dem jedes Vollbild in zwei Halbbilder zerlegt wird. Das
Ergebnis sind die von PAL definierten 50 Halbbilder je
Sekunde.
Probleme bei dieser Technologie ergeben sich bei der
Beschleunigung des Films. Durch diesen Prozess werden
sämtliche Tonfrequenzen etwas angehoben und die
Originalstimmen bzw. -klänge verändert. Menschen mit
sensiblen Gehöhr nehmen diesen Unterschied war.
Pan&Scan: Bezeichnet eine der Techniken, um einen
Breitbildfilm auf ein 4:3-Format zu übertragen. Dabei wird
das 4:3-Format wie ein Rahmen über den Film gelegt und
entsprechend den Hauptszenen im Film verschoben. So werden
bei 4:3-Bildschirmen die schwarzen Balken oben und unten
ganz vermieden und die Auflösung (siehe Auflösung) ist
höher. Jedoch gehen viele Bildinhalte rechts und links von
den Hauptszenen verloren.
Panavision: Bezeichnet ein in der
Kinotechnik patentiertes Verfahren um einen im 1:2,35-Format
aufgenommen Film auf 35mm-Film zu bringen, mittels
anamorpher Technik.
Panda-Wegener-Verfahren: Bezeichnet
ein Kompressionsverfahren der amerikanischen Firma Wegener,
das einen besseren Störabstand bewirkt. Es arbeitet u.a. mit
einer Begrenzung des Frequenzhubs und bewirkt eine bessere
Ausnutzung der Frequenzbänder. Satellitenreceiver müssen in
der Lage sein, dieses Kompressionsverfahren zu verarbeiten,
was heute jedoch durchgängig der Fall ist.
Parental-Lock: Bezeichnet die
Kanalsperrfunktion in Satellitenreceivern. Diese Funktion
kann den Zugriff auf einen oder mehrere Kanäle auf Zuschauer
beschränken, die einen vorher vereinbarten und im Gerät
gespeicherten Code kennen, auch Kindersicherung genannt.
Pay-TV: Bezeichnet einen codierten
Fernsehsender, über Kabel oder Satellit ausgestrahlt, der
nur empfangen werden kann, wenn der Zuschauer eine
Decodierungs-Hardware, ein CAM-Modul, und eine passende
SmartCard Karte besitzt, die er gegen Gebühr erworben hat.
Vorteil: Keine Werbeunterbrechungen. Bekanntestes Beispiel:
Premiere. Das Gegenstück ist Free-TV.
Pay-Per-View: Bezeichnet eine Form der
Abrechnung des Bezahlfernsehens (Pay-TV) im
Einzelabruf-Verfahren. Der Zuschauer zahlt dabei nur für
tatsächlich gesehene Sendungen, die zum angegebenen oder
gewünschten Termin "freigeschaltet" (decodiert) werden.
Typische Pay-per-View-Angebote sind Spielfilme, Sport (z. B.
Fußball, Wrestling) oder Konzerte. Voraussetzungen sind eine
passende Decodierungs-Hardware sowie eine SmartCard des
Pay-Per-View-Anbieters.
PCM: PCM (Abkürzung für Pulse Code
Modulation) bezeichnet allgemein eine Methode zur
Digitalisierung analoger Signale. Bei diesem
Kodierungsverfahren werden kontinuierliche Amplitudenwerte
einer Schwingung binären Werten zugeordnet, d. h. das
Ursprungssignal wird mit einer ganz bestimmten Frequenz
(meist 8 kHz) abgetastet und jeder ermittelte Amplitudenwert
in ein 8-Bit langes Binärwort gewandelt.
Der ursprüngliche Signalverlauf weicht also einer Pulsfolge
aus 0 und 1, weshalb man auch von einer Modulation des
Signals spricht. Da dieser Prozess nicht unendlich genau
durchgeführt werden kann, erhält man bei einer
Rückumwandlung niemals exakt dasselbe Signal. Trotz eines
entstehenden Störrauschens liegt der Vorteil bei dieser
Methode in der Störungstoleranz beim Empfänger, da dieser
nur zwischen dem High- und Low-Signal (0 und 1)
unterscheiden muss. Diese Toleranz wird allerdings mit einem
hohen Bedarf an Bandbreite "erkauft".
Phantom: Vorgetäuschter Effekt, dieser
Begriff wird z. B. verwendet, wenn an Stelle eines
physikalischen Center-Speakers die beiden Front-Speaker den
Centerkanal abbilden.
Phantom-Image: Eine gewollte Täuschung
des Ohrs indem ein Klangbild so auf die Kanäle zweier
Lautsprecher verteilt wird, dass es je nach Gewichtung an
einer bestimmten Stelle zwischen den beiden Lautsprechern
geortet wird. In einer einfachen Home-Cinema-Konfiguration
kann der Center so zwischen die zwei Frontlautsprecher
positioniert werden, dass dessen Klang aus der Mitte zu
kommen scheint, obgleich kein physischer Center-Speaker
vorhanden ist.
Phase Locked Loop: Bezeichnet ein
Schaltungssystem in einem Satellitenempfänger, die eine
besonders genaue und konstante Einstellung des Tuners auf
die zu empfangende Frequenz gewährleistet.
Phasenverzögerung: Bezeichnet in der
Lautsprechertechnik die zeitlich verzögerte Wiedergabe
einiger Frequenzen im Vergleich zu anderen Frequenzen. Dies
kann für bestimmte Effekte im Heimkino-Bereich bewusst so
eingestellt werden, jedoch ist es im Normalfall unerwünscht
bzw. nervig. Das Gegenteil ist eine phasenlineare Wiedergabe
(siehe Phasenlinearität).
Phosphor: Bildröhren haben auf Ihrer
Innenseite eine chemische Beschichtung aus Phosphor. Der
Phosphor erleuchtet (monochrom oder farbig), wenn er vom
Elektronenstrahl getroffen wird. Jeder Bildpunkt in der
Bildröhre ist im Prinzip ein Phoshorpunkt, der für eine
bestimmte Zeitdauer leuchtet.
Picture-In-Picture: Bezeichnet ein
Feature eines hochwertigen Fernsehgerätes, das es
ermöglicht, zusätzlich zum eigentlichen Fernsehbild ein
verkleinertes Bild eines zweitens Senders einzublenden.
Picture-Outside-Of-Picture: Bezeichnet
ein Feature eines hochwertigen 16:9-TV-Gerätes. Hier wird
ein verkleinertes Zusatzbild auf der rechten Seite
eingeblendet. Werden 4.3-Sendungen dargestellt, erfolgt die
Einblendung im nicht genutzten (dunklen) Teil des
Bildschirms.
Pin: Bezeichnet einen Teil eines Steckers, der die
Signale (siehe Signal) führt und von den Buchsen aufgenommen
wird. Ein Cinch-Stecker hat
z. B. einen Pin in der Mitte.
Pit: Winzigkleine Informationseinheit, die auf einem
optischen Datenträger (CD, DVD, ...) eingeprägt ist. Sie wird von der
Laserabtasteinheit (siehe Laserabtasteinheit) optisch
erkannt.
Plasma: Plasma-Fernseher haben sich in Konkurrenz zur
Gruppe der LCD-Fernseher (siehe LCD) als attraktive
Alternative zum konventionellen Röhrenfernseher entwickelt.
Nach dem aktuellen Stand der Technik hat der
Plasma-Fernseher gewisse Vorteile gegenüber der LCD-Technik,
insbesondere, was Farbraum und Nachzieh-Effekte betrifft und
eignet sich vor allem ab einer Diagonale von 42 Zoll besser
als ein LCD-Modell.
Pixel: Kleinstes Bildelement bei
digitalen Projektionssystemen und Displaypanels. Je höher
die Anzahl der Pixel, desto feiner, schärfer und
detailreicher ist i.d.R. die mögliche Bildauflösung. Ein
Bild nach der Computernorm S-VGA hat z. B. 800 x 600 Pixel,
besteht also aus 480.000 Bildpunkten.
Pixel-Plus: Bezeichnet den digitalen elektronischer
Bildverbesserer, den Philips für seine Plasma-Fernseher und
auch für die Spitzenmodelle der konventionellen Fernseher
einsetzt. Pixel Plus erhöht die Anzahl der Linien auf 2.048
und die der Zeilen von 625 auf 833. Dies geschieht, indem
der Pixel-Plus-Prozessor in Echtzeit künstliche Bildpunkte
(die im Quellmaterial nicht vorhanden sind) hinzurechnet. Im
Ergebnis sollen höhere Detailauflösung und bessere
Tiefenschärfe ein realistischeres Bild erzeugen. Testreihen
haben allerdings gezeigt, dass der Bildverbesserer Acuity
(siehe Acuity) von Panasonic bei vergleichbarer Bildqualität
erkennbar weniger Bewegungsartefakte erzeugt.
Polarisation: Ebene, die der
elektrischen Komponente einer elektromagnetischen Welle
entspricht. Bei der Satellitenübertragung nutzt man zwei
verschiedene Ebenen um das Frequenzspektrum besser
auszunutzen: die horizontale und die vertikale Ebene. Das
System basiert darauf, dass man die Bänder zweier aneinander
angrenzender Kanäle teilweise übereinander positioniert. Die
Interferenz, die dabei entstehen könnte, wird verhindert,
indem man die beiden Kanäle unterschiedlich polarisiert. Mit
Hilfe dieses Systems ist der Satellit ASTRA heute dazu in
der Lage, mehr als 50 TV-Kanäle, die aneinander angrenzen
und sich teilweise überlagern, zu übertragen, ohne dass es
zwischen Ihnen zu irgendwelchen Interferenzen kommt.
Polarisator: Bauteil, das beim
Satellitenempfang zum Einsatz kommt. Damit wird der Empfang
eines angrenzenden Kanals mit einer anderen elektrischen
Polarität als der des gewünschten Kanals unterdrückt.: Der
Einsatz eines Polarisators ist bei motorgesteuerten Antennen
unerlässlich.
Projektionsröhre: Bezeichnet ein zentrales Bauteil
von Röhrenprojektoren. Elektronenstrahlröhren mit 7, 8, 9
oder 12 Zoll Durchmesser, die in den Farben Rot, Blau und
Grün Licht abstrahlen. Bei älteren Projektoren sind es meist
die Röhren, die Defekte aufweisen. Häufigster Fehler:
Einbrennungen im Phosphor. Bei sachgemäßer Benutzung haben
gute Projektionsröhren eine Lebensdauer von 10.000 Stunden
und mehr.
Progressive-Scan: Im Zeilensprungverfahren (siehe
Zeilensprungverfahren) mit dem ein PAL- oder NTSC-Bild
dargestellt wird (siehe PAL / NTSC), beschreibt der
Elektronenstrahl zu einem Zeitpunkt immer nur jede
übernächste physische Bildschirmzeile. Durch die relativ
hohe Bildwiederholungsfrequenz nimmt das Auge dies jedoch
als ein Bild wahr. Dennoch ergibt sich aus dieser Technik
ein gewisses Flimmern. Progressive Scan beschleunigt den
Elektronenstrahl und lässt ihn sequenziell eine Zeile nach
der anderen beschreiben. Damit wird die Bildqualität
erheblich erhöht. Viele DVD-Player können ein
progressive Signal ausgeben. Die Wiedergabe setzt allerdings
voraus, dass das Wiedergabegerät (Fernsehgerät oder
Projektor) die hohe Horizontalfrequenz verarbeiten kann.
ProLogic-Decoder: Bezeichnet ein Bauteil eines
AV-Receivers, das für die Decodierung des
ProLogic-Soundtracks zuständig ist.
PROM: Programmable Read Only Memory,
programmierbarer Speicherchip; durch Austausch eines PROMs
lassen sich Betriebssystemfunktionen von Geräten - z. B.
Ländercodeeinstellungen in DVD-Playern verändern.
Pulldown: Der Prozess des "Pulldown"
wird häufig bei der Übertragung eines Kinofilms auf das NTSC
Format verwendet. Dieser Schritt ist notwendig, da Kinofilme
weltweit einheitlich mit 24 Einzelbildern je Sekunde gedreht
werden. Das amerikanische NTSC arbeitet allerdings mit einer
Bildwiederholfrequenz von 60 Hz im Halbbildverfahren. Im
speziellen verwendet man dabei mit den so genannten 3:2 Pulldown, bei dem abwechselnd aus einem Kinobild 2 bzw. 3
Halbbilder erzeugt werden. Durch diese "Zerpflückung"
entstehen genau die gewünschten 60 Halbbilder je Sekunde.
Pure Direct: Bezeichnet ein Verfahren,
welches die Klangregelung umgeht, um minimale Verzerrungen
zu erreichen. Es wird sozusagen vom Receiver oder Verstärker
alles abgeschaltet, was die Wiedergabe irgendwie
beeinflussen könnte (Schaltkreise, Displaybeleuchtung, etc)
und gibt somit die Quelle mit der größten
Originaltreue wieder. Um Pure Direct zu aktivieren, bedarf
es einer Betätigung des entsprechenden Knopfes am Receiver
oder Verstärker (nicht jedes Gerät besitzt einen solchen!).