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Heimkino-Lexikon

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PAL: Das Phase-Alternating-Line-Verfahren ist ein Verfahren zur Farbübertragung beim analogen Fernsehen. Es wurde entwickelt, um die Farbtonfehler im NTSC (siehe NTSC)-Verfahren zu beheben. Grundlegend für das Verfahren ist der Gedanke, dass zwei aufeinanderfolgende Bildzeilen mehr Ähnlichkeiten aufweisen sollten als Unterschiede, weil Bilder aus Flächen bestehen.

PAL-SpeedUp: Mit dieser Technik lassen sich Kinofilme mit ihren ursprünglichen 24 Vollbildern je Sekunde an das europäische PAL System anpassen, welches mit einer Bildwiederholfrequenz von 50 Hz im Halbbildverfahren arbeitet.
Bei PAL-SpeedUp wird die Wiedergabe des Filmes um ca. 4% beschleunigt, so dass man zunächst 25 Vollbilder je Sekunde erhält. Im Anschluss wird ein 2:2 Pulldown durchgeführt, bei dem jedes Vollbild in zwei Halbbilder zerlegt wird. Das Ergebnis sind die von PAL definierten 50 Halbbilder je Sekunde.
Probleme bei dieser Technologie ergeben sich bei der Beschleunigung des Films. Durch diesen Prozess werden sämtliche Tonfrequenzen etwas angehoben und die Originalstimmen bzw. –klänge verändert. Menschen mit sensiblen Gehöhr nehmen diesen Unterschied war.

Pan&Scan: Bezeichnet eine der Techniken, um einen Breitbildfilm auf ein 4:3-Format zu übertragen. Dabei wird das 4:3-Format wie ein Rahmen über den Film gelegt und entsprechend den Hauptszenen im Film verschoben. So werden bei 4:3-Bildschirmen die schwarzen Balken oben und unten ganz vermieden und die Auflösung (siehe Auflösung) ist höher. Jedoch gehen viele Bildinhalte rechts und links von den Hauptszenen verloren.

PCM: PCM (Abkürzung für Pulse Code Modulation) bezeichnet allgemein eine Methode zur Digitalisierung analoger Signale. Bei diesem Kodierungsverfahren werden kontinuierliche Amplitudenwerte einer Schwingung binären Werten zugeordnet, d.h. das Ursprungssignal wird mit einer ganz bestimmten Frequenz (meist 8 kHz) abgetastet und jeder ermittelte Amplitudenwert in ein 8-Bit langes Binärwort gewandelt.
Der ursprüngliche Signalverlauf weicht also einer Pulsfolge aus 0 und 1, weshalb man auch von einer Modulation des Signals spricht. Da dieser Prozess nicht unendlich genau durchgeführt werden kann, erhält man bei einer Rückumwandlung niemals exakt das selbe Signal. Trotz eines entstehenden Störrauschens liegt der Vorteil bei dieser Methode in der Störungstoleranz beim Empfänger, da dieser nur zwischen dem High- und Low-Signal (0 und 1) unterscheiden muss. Diese Toleranz wird allerdings mit einem hohen Bedarf an Bandbreite "erkauft".

Phasenverzögerung: Bezeichnet in der Lautsprechertechnik die zeitlich verzögerte Wiedergabe einiger Frequenzen im Vergleich zu anderen Frequenzen. Dies kann für bestimmte Effekte im Heimkino-Bereich bewusst so eingestellt werden, jedoch ist es im Normalfall unerwünscht bzw. nervig. Das Gegenteil ist eine phasenlineare Wiedergabe (siehe Phasenlinearität).

Pin: Bezeichnet einen Teil eines Steckers, der die Signale (siehe Signal) führt und von den Buchsen aufgenommen wird. Ein Cinch-Stecker hat z. B. einen Pin in der Mitte.

Pit: Winzigkleine Informationseinheit, die auf einer CD oder DVD eingeprägt ist. Sie wird von der Laserabtasteinheit (siehe Laserabtasteinheit) optisch erkannt.

Plasma: Plasma-Fernseher haben sich in Konkurrenz zur Gruppe der LCD-Fernseher (siehe LCD) als attraktive Alternative zum konventionellen Röhrenfernseher entwickelt. Nach dem aktuellen Stand der Technik hat der Plasma-Fernseher gewisse Vorteile gegenüber der LCD-Technik, insbesondere, was Farbraum und Nachzieh-Effekte betrifft.

Pixel-Plus: Bezeichnet den digitalen elektronischer Bildverbesserer, den Philips für seine Plasma-Fernseher und auch für die Spitzenmmodelle der konventionellen Fernseher einsetzt. Pixerl Plus erhöht die Anzahl der Linien auf 2.048 und die der Zeilen von 625 auf 833. Dies geschieht, indem der Pixel-Plus-Prozessor in Echtzeit künstliche Bildpunkte (die im Quellmaterial nicht vorhanden sind) hinzurechnet. Im Ergebnis sollen höhere Detailauflösung und bessere Tiefenschärfe ein realistischeres Bild erzeugen. Testreihen haben allerdings gezeigt, dass der Bildverbesserer Acuity (siehe Acuity) von Panasonic bei vergleichbarer Bildqualität erkennbar weniger Bewegungsartefakte erzeugt.

Projektionsröhre: Bezeichnet ein zentrales Bauteil von Röhrenprojektoren. Elektronenstrahlröhren mit 7, 8, 9 oder 12 Zoll Durchmesser, die in den Farben Rot, Blau und Grün Licht abstrahlen. Bei älteren Projektoren sind es meist die Röhren, die Defekte aufweisen. Häufigster Fehler: Einbrennungen im Phosphor. Bei sachgemäßer Benutzung haben gute Projektionsröhren eine Lebensdauer von 10.000 Stunden und mehr.

Progressive-Scan: Im Zeilensprungverfahren (siehe Zeilensprungverfahren) mit dem ein PAL- oder NTSC-Bild dargestellt wird (siehe PAL / NTSC) , beschreibt der Elektronenstrahl zu einem Zeitpunkt immer nur jede übernächste physische Bildschirmzeile. Durch die relativ hohe Bildwiederholungsfrequenz nimmt das Auge dies jedoch als ein Bild wahr. Dennoch ergibt sich aus dieser Technik ein gewisses Flimmern. Progressive Scan beschleunigt den Elektronenstrahl und lässt ihn sequenziell eine Zeile nach der anderen beschreiben. Damit wird die Bildqualität erheblich erhöht. Moderne DVD-Player können bereits ein progressive Signal ausgeben. Die Wiedergabe setzt allerdings voraus, dass das Wiedergabegerät (Fernsehgerät oder Projektor) die hohe Horizontalfrequenz verarbeiten kann.

ProLogic-Decoder: Bezeichnet ein Bauteil eines AV-Receivers, das für die Decodierung des ProLogic-Soundtracks zuständig ist.

Pulldown: Der Prozess des „Pulldown“ wird häufig bei der Übertragung eines Kinofilms auf das NTSC Format verwendet. Dieser Schritt ist notwendig, da Kinofilme weltweit einheitlich mit 24 Einzelbildern je Sekunde gedreht werden. Das amerikanische NTSC arbeitet allerdings mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz im Halbbildverfahren. Im speziellen verwendet man dabei mit den so genannten 3:2 Pulldown, bei dem abwechselnd aus einem Kinobild 2 bzw. 3 Halbbilder erzeugt werden. Durch diese „Zerpflückung“ entstehen genau die gewünschten 60 Halbbilder je Sekunde.


 

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