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Heimkino-Lexikon

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Macrovision: Bezeichnet eines der gängigsten Kopierschutzsysteme für Videokassetten und DVDs, führt jedoch häufig zu Störzeilen im oberen Bildbereich.

Magnetton: Bezeichnet ein Verfahren, mit dem die Tonspur und die Bildspur auf einer Rolle vereint werden können. Gegenüber der Lichttontechnik bringt die Magnettontechnik aber einige Nachteile mit sich. Magnettonkopien sind nicht nur um ein Wesentliches teurer, als eine Kopie mit Lichtton, sondern auch empfindlicher gegenüber versehentlichen Löschens.

Mastering: Bezeichnet das Aufbereiten eines analogen Kinofilmes für die digitale Speicherung auf DVD (siehe DVD) oder Blu-Ray sowie den Prozess der Umwandlung in das digitale Format. Von der Qualität des Masterings hängt entscheidend die Qualität der DVD bzw. Blu-Ray ab. Mastering umfasst bei beiden Medien auch das Erstellen und Hinzufügen von Bonus-Material.

Matting: Bezeichnet ein Verfahren, bei dem Teile eines Films abgedeckt werden, um ein anderes Bildformat zu erzeugen.

Mehrkanalausgang: Anschlüsse - meist sechs Cinchbuchsen - für die Ausgabe von Mehrkanalton in analoger Form.

MHP: Multimedia Home Platform. Bezeichnet einen Standard für die Übertragung und Darstellung interaktiver Inhalte im digitalen Fernsehen auf Basis der Programmiersprache Java. MHP ermöglicht neben reinen rundfunkbasierten Diensten, wie einen erweiterten Videotext und elektronischen Programmzeitschriften auch interaktive Dienste, die einen zusätzlichen Rückkanal erfordern (z. B. Abstimmungen, Quizfragen, ...). MHP liegt aktuell in der Version 1.2 vor (Stand April 2009).

Modulator: Bezeichnet ein elektronisches Bauteil, das Bild- und/oder Tonsignale auf eine Trägerfrequenz überträgt und so ein neues Signal (siehe Signal) erzeugt. Dieses Bauteil wird oft in Videorecordern eingebaut, um das Antennenkabel für die Verbindung mit einem Fernsehgerät zu nutzen.

Moiré: Eine Störung des Videobildes. Moiré-Effekte entstehen wenn feine Muster in der Software bzw. Bildquelle sich mit Mustern der technisch gegebenen Bildstruktur überschneiden. Häufig ist dies bei feinen Schwarz-Weiß-Mustern der Fall wenn nur leichte Bildbewegungen stattfinden. Moiré tritt als mehr oder weniger lebhaftes Flimmern an diesen Stellen der Überschneidung auf. Beispiel: Fischgrat-Sakko oder Zebra. Die Ursache kann z.T. im den systembedingten Nachteilen des Zeilensprungverfahrens (siehe Zeilensprungverfahren) bei der Bewegungswiedergabe liegen. Moiré ist jedoch i.d.R. bauartbedingt und keine Fehlfunktion des Quellen- oder Wiedergabegerätes.

Monitor-Lautsprecher: Im eigentlichen Sinne des Begriffs eine Art Referenz-Lautsprecher, der zur Überwachung des Originalsignals oder zum objektiven Vergleich eines Wiedergabesignals mit dem Quellsignal dient. Monitorlautsprecher sind häufig bestimmte hochwertige Modelle bestimmter Hersteller, die in Tonstudios zur Standard-Ausstattung gehören und daher eine gewisse Vergleichbarkeit ermöglichen. Da Monitorlautsprecher meist Regallautsprecher sind, werden häufig im Handel auch kleine und kompakte Konsumer-Lautsprecher als Monitorlautsprecher bezeichnet.

Monopol-Lautsprecher: Die meisten Lautsprecher strahlen den Schall nur nach vorn ab. Man bezeichnet sie deshalb auch als Direktstrahler oder - im THX-Fachjargon - als Monopol. Der Schall soll möglichst ohne Umwege zum Ohr des Hörers gelangen. Diese Boxen sind vor allem für die Stereowiedergabe das Maß der Dinge. Wegen der hohen Anforderungen an Dynamik und Maximalpegel werden sie aber auch im Digital-Surround als Rear-Speaker eingesetzt.

MP3-HD: Auch wenn AAC immer beliebter wird, gibt es noch ausreichend Freunde der MP3. Thomson hat im März 2009 eine abwärtskompatible verlustfreie MP3-Erweiterung vorgestellt, die eine Datenreduktion um bis zu 70% ermöglicht. Wie beim modernen ISO-Standard AAC SLS (Scalable to Lossless), einer Entwicklung des Institute for Infocomm Research (I2R) und des Fraunhofer IIS, enthält eine MP3HD-Datei einen verlustbehaftet kodierten Kern – in diesem Fall freilich im MP3-Format – und zusätzlich die verlustfrei kodierten Inhalte; der MP3HD-Bitstrom soll sich von jedem herkömmlichen MP3-Decoder verlustbehaftet abspielen lassen. Auch sämtliche MP3-Tools sollen mit den HD-Dateien zurechtkommen. Einzig für die verlustfreie Wiedergabe benötigt man einen MP3HD-Decoder.

MP3-SX: MP3 SX soll eine klanglich stabile Wiedergabe von Stereo-Material im Multikanalton sowie die Wahrnehmung von Sängern und Soloinstrumenten in einem vergrößerten Sweet-Spot Bereich ermöglichen. Die MP3-Familie wurde mit der "Stereo eXtended"-Version durch das Frauenhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Zusammenarbeit mit Thomson Ende 2005 entwickelt. Eine Surround-MP3-Datei ist im Schnitt ca. 20% größer, als eine herkömmliche Stereo-MP3.

MPEG-1: Bezeichnet einen 1991 veröffentlichten Standard zur verlustfreien Audio- und Video-Kompression. In der Entwicklungsphase Anfang der 80ger Jahre war das Ziel, Filme auf die beschränkte Datenrate von 1,5 Mbit/s einer mit normalen Geschwindigkeit abgespielten Audio-CD zu komprimieren - Ergebnis ist die heutige VCD. Die maximale Bildgröße liegt bei 768x576 Pixel wobei die Bilder im YCbCr-Format als 3x8-bit-Werte pro Pixel vorliegen. 

MPEG-2: MPEG-2 ist eine Erweiterung des MPEG-1-Standards. MPEG-2 zeichnet sich dadurch aus, dass es besser auf das Zeilensprungverfahren (siehe Zeilensprungverfahren) des PAL-TV-Standards (siehe PAL) abgestimmt wurde. MPEG-2 bietet eine qualitativ sehr hochwertige Kompression, mit der Filmmaterial praktisch in 1:1-Studioqualität bearbeitet und editiert werden kann. Nicht zuletzt deshalb etablierte sich MPEG-2 zu einem Standard im Broadcast-Bereich.

MPEG 4: Bezeichnet einen MPEG-Standard (ISO/IEC-14496), der u. a. ein Verfahren zur Video- und Audiokomprimierung beschreibt. Ursprünglich war das Ziel von MPEG 4, Systeme mit geringen Ressourcen oder schmalen Bandbreiten - z. B. Handys - bei relativ geringen Qualitätseinbußen zu unterstützen. MPEG 4 ist wichtigster Codec für HDTV (siehe HDTV) und für das neue, als Nachfolger der DVD (siehe DVD) vorgesehenen HD-Speichermedien, Blu-Ray.

MPEG-7: MPEG-7 ist im Gegensatz zu MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4 kein Kompressionsstandard für Video- oder Audiodaten. Es wird benutzt, um verschiedene Aspekte multimedialer Daten zu beschreiben. Unter anderem standardisiert MPEG-7 Metadaten für die Organisation von Inhalten und benutzerspezifische Daten, wie Benutzerprofile.

MPEG-Audio: Bezeichnet ein digitales Tonkodierungsverfahren der MPEG, das bis zu 7.1 diskrete Kanäle unterstützt und mit variabler Datenrate arbeitet. Unterschieden wird zwischen MPEG-2, das zur Kodierung von digitalem Mehrkanalton dient und MPEG-1-Audio das 2-Kanalton-Quellen kodiert. MPEG-Audio trat in der Anfangszeit der DVD als Konkurrenzstandard zu AC-3 (Dolby Digital) an und sollte im europäischen HDTV als Standard- Tonkodierungsverfahren zum Einsatz kommen. Die Zukunft des von Philips gepushten Verfahrens ist ungewiss und es spricht viel dafür, dass es in der Bedeutungslosigkeit versinken wird.

MPEG-Video: Kompressionsverfahren der MPEG für digitalisierte Videodaten unter Anwendung von Datenreduktion. MPEG-1-Video reduziert das analoge Videosignal von rund 110 Mb/s bis auf 1,4 Mb/s herunter, was eine recht schlechte Bildqualität erzeugt. Besser ist MPEG-2-Video, das mit einer variablen Übertragungsrate zwischen 3,5 und 9,8 Mb/s arbeitet und bei wesentlich höherer Qualität auf eine durchschnittliche Kompression von 32:1 kommt. MPEG-2 kommt bei Digitalem TV (siehe DBV) und DVDs (siehe DVD) zum Einsatz.

Multimedia: Weitgefasster, allgemeiner Begriff für Home-Entertainment-Anwendungen, die mit mehr als einem Medium arbeiten, typischerweise z. B. ein Computer, der mit TV-Karte und DVD-Laufwerk ausgestattet ist.

Multiplex: Unter dem Multiplexverfahren versteht man das Zusammenführen verschiedener Audio-, Video- und Datensignale zu einem gemeinsamen Transportstrom. Es kann mehrere analoge oder digitale Signale zeitgleich über einen gemeinsamen Kanal übertragen, ohne dass es zu gegenseitigen Beeinflussungen kommt und nutzt somit die zur Verfügung stehenden Leitungen und Frequenzen optimal aus. Kosten und Zuverlässigkeit der Übertragung werden mit dieser Technologie verringert bzw. verbessert.

Multiroom-System: Bezeichnet ein System, das es ermöglicht, von einer zentralen Stelle im Haus mehrere Räume zu beschallen oder mit Video zu versorgen und diese "Zentraleinheit" von jedem Raum aus steuern zu können.

Multiscan: Bezeichnet eine Eigenschaft eines Video-Displays, sich automatisch in seiner Horizontalfrequenz und Vertikalfrequenz denen der jeweiligen Eingangssignale anzupassen. Ein Linedoubler (siehe Linedoubler) kann zum Beispiel nur mit einem multiscan-fähigen Wiedergabegerät verwendet werden.

MUSE: Multiple Sub-Nyquist Sampling Encoding. Bezeichnet eine Fernsehnorm für japanische analoge HDTV-Übertragungen. Nach dem MUSE-Verfahren werden noch immer HDTV-Programme via Satellit übertragen. Eine terrestrische Ausstrahlung wurde ebenfalls vorgeführt, bekam aber keine Marktbedeutung. MUSE wurde ebenfalls auf Laserdiscs zur Speicherung von HD-Inhalten eingesetzt, konnte sich dort aber nicht durchsetzen und wurde 1997 vom Markt genommen.

MUSICAM: Bezeichnet ein digitales Verschlüsselungsverfahren, das im Normenwerk der MPEG als Layer 2 eingetragen ist. Hat heute jedoch nur noch Bedeutung bei digitalen Radio ADR.


 

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