Lambert: Bezeichnet eine Maßeinheit,
welche die Intensität angibt, mit der Licht von einem
Gegenstand reflektiert wird. 1 Lambert entspricht 0,318
foot-candles pro 2 Meter. Der Richtwert für die
Filmprojektion in kommerziellen Kinos beträgt 12 Lambert.
Laser: Light Amplification by
Stimulated Emission of Radiation (Verstärkung des Lichts
durch anregende Strahlung). Mit dieser Technik wird ein
einfarbiger, stark gebündelter und gleichphasiger
Lichtstrahl erzeugt, mittels Röhren oder Halbleiter.
Letztere kommen in unterschiedlichen Ausprägungen bei
CD-Playern, Laserdisc-Playern und DVD-Playern zum Einsatz.
Laserabtasteinheit: Zentrales Bauteil eines Players
(CD, DVD, Blu-Ray, ...). Die Laserabtasteinheit sendet Licht auf die
CD-/DVD-Oberfläche. Die Pits in der CD sind unterschiedlich
gelagert und reflektieren das Licht entsprechend. Die
binären Lichtsignale werden von der Laserabtasteinheit an
den Photodetektor weitergeleitet, wo dieser sie in binäre
elektrische Signale (siehe Signal) umwandelt.
Laserdisc: Die Laserdisc, auch CD-Video genannt, ist
ein CD-ähnliches Speichermedium für Videos im Heimgebrauch.
Da Laserdiscs eine hohe Qualität liefern, wurden sie auch im
professionellen Bereich eingesetzt. Wie bei der CD oder DVD
erfolgt die Abtastung berührungslos durch einen Laser, daher
gibt es auch bei diesem Medium (im Gegensatz zu Tonbänden,
Schallplatten usw.) keine Abnutzung. Ihre Markteinführung
war 1978 (damals unter dem Namen "DiscoVision") - heute sind
sie nahezu von der DVD (siehe DVD) und Blu-Ray verdrängt worden.
Laser-Display-Technologie: Kurz LDT. Bezeichnet ein
Projektionsverfahren, bei dem das Bild zeilenweise auf die
Projektionsfläche geschrieben wird. Die Ablenkung erfolgt
durch einen speziellen Scanner mit einem Facettenspiegel
(Zeilenaufbau) und einem Kippspiegel (Zeilenvorschub). Der
Laserstrahl wird zuvor moduliert, womit Helligkeit und Farbe
jedes Bildpunktes definiert sind. Der Speckle-Effekt des
Lasers wird hierbei mit der LDT nahezu unterdrückt.
Laser-TV: Ein von Mitsubishi
entwickeltes Fernsehgerät, welches herkömmlichen Plasma- und
LCD-Fernseher überlegen ist. Da Laser-TVs doppelt soviele
Farben wie andere Flachbildfernseher-Arten darstellen kann,
führt dies zu einer nie zuvor erreichten Farbbrillianz,
Klarheit und Farbtiefe. Weiterhin ist der Stromverbrauch bei
Laser-TVs niedriger als bei LCD- oder Plasma-Geräten.
Außerdem sind Laser-Fernseher noch dünner und leichter als
andere Flachbildfernseher. Die Laser-Fernseher sind
aufgebaut wie die bekannten Rückprojektionsmodelle. Statt
der herkömmlichen Beleuchtung mit Projektionslampen wird ein
Array aus Laser-Dioden als Lichtquelle eingesetzt. Diese
erzeugen die Farben Rot, Grün und Blau. Abzuwarten ist nur,
ob sich diese Technik durchsetzen wird.
Laser-Wellenlänge: Je kleiner die Wellenlänge, desto
kleinere Details kann der Laserstrahl "lesen" und desto
größer kann die Speicherdichte und damit die Kapazität des
Datenträgers sein. Gemessen wird die Wellenlänge in nm
(Nanometer, 1 nm = 1 Millionstel Millimeter). Mit rotem
Licht (CD/DVD) wird eine Wellenlänge von unter 650 nm erreicht.
Mit einem blau-violettem Licht, wie er bei Blu-Ray-Disks
verwendet wird, erreicht man eine Wellenlänge von 405 nm.
Layer: Englische für Schicht. Sie bezeichnet eine
Ebene, auf der die Informationen einer DVD (siehe DVD)
oder Blu-Ray gespeichert und abgerufen werden. Unterschieden werden
Double-Layer-Disks und Single-Layer-Disks. Wie die Wörter schon
aussagen, haben die Double-Layer-Disks zwei Layer und die
Single-Layer-Disks einen Layer.
LCD: LCD steht für Liquid Crystal Diode Display
(Flüssigkristallanzeige). Kleine, in Glasscheiben
eingeschlossene, Kristallpartikel können durch elektrische
Spannung in ihrer Lichtdurchlässigkeit manipuliert werden.
Die Scheiben selbst strahlen kein Licht aus, sie werden von
hinten oder von der Seite beleuchtet. Diese Technik kommt in
der EU bei den kleinen Displays von Camcordern und bei
Front- und Rückprojektion zum Einsatz. Sie steht bei der
Projektion in Konkurrenz zu DLP- und Röhrenprojektion.
Vorteile: kostengünstig und relativ ausfallsicher,
Nachteile: sichtbare Pixelstruktur, nicht immer zufriedenstellenden
Schwarzwerte (mangelnder Kontrast).
LCD-Memory-Effekt: Bezeichnet das "Einbrennen" bei
LCD-Geräten. Werden Stellen zu lange mit hellen Bildern
angeregt, werden diese langsam permanent dunkler. So können
sich z. B. Senderlogos von Fernsehsendern langsam
einbrennen.
LCoS: Liquid Crystal On Silicon.
Bezeichnet einen Displaytypen, bei denen eine Siliziumfolie
mit Flüssigkristallen beschichtet ist, die von einer
Glasscheibe geschützt werden. Alle Leitungen, die für die
Ansteuerung und Polarisierung der Kristalle notwendig sind,
liegen hinter der Flüssigkristallschicht. Da der Lichtstrahl
am Chip reflektiert wird und nicht wie beispielsweise bei
der LCDTechnik hindurch muss, haben die Leitungen keinen
Einfluss auf die Bildqualität. Zudem werden die
Grenzbereiche zwischen den einzelnen Pixeln klein gehalten,
was für höhere Auflösungen sorgt. Besondere Aufmerksamkeit
findet LCoS bei Projektoren. Hier wird das Licht der Lampe
zunächst von einem Spiegel reflektiert, von wo es zu dem
Displaychip gelangt, dort wird das Bild wieder reflektiert.
Durch Linsen- und Spiegelsysteme gelangt das Bild dann auf
die Leinwand. Je nach Einsatzgebiet unterscheidet man
1-Chip- und 3-Chip-Lösungen.
LCR: Abkürzung für die
Frontlautsprecher (Left, Center, Right) in
Heimkino-Systemen. Wird meistens verwendet, wenn Front- und
Center-Lautsprecher wie in vielen THX-Systemen gleichwertig
aufgebaut sind.
Lentikularstruktur: Beschreibt eine
mit einer speziellen Oberfläche versehenen Scheibe eines
Rückprojektionsgerätes, welche eine optimale horizontale
Lichtstreuung bewirkt.
Letterbox: Breitbilder genau so weit
verkleinert, dass sie in einem schmaleren Bildformat Platz
finden, haben bei der Wiedergabe oben und unten schwarze
Balken. Da dies mit dem Blick durch einen Briefkastenschlitz
zu vergleichen ist, bezeichnet man dieses Format mit dem
englischen Begriff "Letterbox".
Entsprechende Anpassungen werden häufig bei der Darstellung
auf dem PAL-Standardformat 4:3 notwendig. Um Verzerrungen
und vor allem die so genannten "Eierköpfe" zu vermeiden,
verkleinert man Bildhöhe und -breite im gleichen Verhältnis.
Diese Darstellung verschenkt einen Teil der verfügbaren
Bildfläche und damit auch Qualität. Sie ist aber durch die
gleichmäßige Verkleinerung und Verzicht auf weitere
Umrechnungen eine weitestgehend native Wiedergabe und wird
z.B. auch bei Blu-ray Discs für Kinoformate wie CinemaScope
benutzt.
Eine extreme Form der "Letterbox" stellt teilweise die
Bilddarstellung von 4:3 auf 16:9 dar.
Fehlerhafte Einstellungen im Wiedergabegerät sorgen häufig
dafür, dass rechts und links sehr breite schwarze Balken
entstehen, was eine noch stärkere Verkleinerung des Bildes
zur Folge hat. Die meisten TVs können aber so konfiguriert
werden, dass ein guter Kompromiss zwischen Bildgröße und
Verzerrung geschaffen wird.
LFE: Low Frequency Effects. Bezeichnet
einen speziellen Kanal - den sog. 0.1-Channel - im digitalen
Tonformat der Kinofilme, der auf Frequenzen zwischen 20 Hz
und 100 Hz begrenzt ist. Wichtiger Unterschied zum Home
Cinema: Im Kino wird dieser Kanal nur für "dramatische"
Spezialeffekte - also zur Verstärkung des Basses -
eingesetzt, das gesamte Bassspektrum wird von den "normalen"
Frontlautsprechern mitübertragen. Im Home-Cinema-System wird
der gesamte Bass unterhalb einer einzustellenden Schwelle
von z.B. 80 Hz (THX-Systeme) den übrigen Lautsprechern
entzogen und von den Subwoofern übernommen.
Lichtton: Auf Kinofilmen wird der Ton bei einigen
Systemen als ein optisches Signal (hell/dunkel) (siehe
Signal) auf dem Filmmaterial an den Tonprozessor (siehe
Tonprozessor) übermittelt.
Linedoubler: Zeilenverdoppler. Elektronisches Bauteil
eines Bildprozessors, das die Anzahl der von der
Kathodenstrahlröhre projizierten Zeilen verdoppelt.
Erklärung: Das normale 50 Hz Videobild wird im
Zeilensprungverfahren dargestellt, d. h. zu einem Zeitpunkt
wird immer nur jede zweite Zeile beschrieben, zum nächsten
die dazwischen liegende usw. Bei einem relativ kleinen
Fernsehgerät fällt dies dem Auge nicht auf, bzw. wird
höchstens als leichtes Flimmern wahrgenommen. Auf einem
projizierten Großbild fallen die übersprungen Zeilen als
dunkle Streifen auf, da die relative Geschwindigkeit des
Elektronenstrahls mit der Größe der Leinwand abnimmt. Aus
dem gleichen Grund wird ein Flimmern stärker wahrgenommen.
Der Linedoubler verdoppelt die Standardgeschwindigkeit des
Elektronenstrahls von 15,1 kHz auf 32,2 kHz und ermöglicht
damit, dass Zeile für Zeile sequenziell beschrieben wird,
d. h. zu einem gegebenen Zeitpunkt werden alle Bildpunkte
gleichzeitig beschrieben. Linedoubling ist die erste
Grundvoraussetzung für ein gut projiziertes Videobild.
Linetripler: Elektronisches Bauteil eines
Bildprozessors (siehe Bildprozessor), das aufsetzend auf den
Linedoubler (siehe Linedoubler) intermittierend in jede
übernächste Zeile eine zusätzliche, vom Prozessor
errechnete, Zeile einfügt, dadurch wird die Auflösung des
Bildes verbessert. Linetripling ist gerade bei
Röhrenprojektoren die ideale Einstellung des Bildprozessors
für DVDs.
Line-Level: Bezeichnet den Signalpegel, der von CD-,
LD- oder DVD-Playern an den Cinchbuchsen ausgegeben wird,
oder vom Vorverstärker-Ausgang an der Vorstufe, mit
typischen Spannungswerten zwischen 1,0 und 2,0 Volt.
Lip Sync: Bezeichnet einen
lippensynchronen Ton bei Filmen. Außerdem bezeichnet Lip
Sync eine Technik von Abspielgeräten, die bei steigendem
Aufwand für die Bildverarbeitung den Ton leicht verzögert,
um Bild und Ton synchron zu halten.
Liquid-Coupling: Englische Bezeichnung für die
optische Kopplung. Ein Leistungsmerkmal, über das nur
hochwertige Röhrenprojektoren verfügen. Dabei ist der Raum
zwischen Röhre und Optik mit einer speziellen Flüssigkeit
gefüllt. Dies erhöht signifikant Helligkeit und Kontrast bei
der Projektion.
LPCM: Linear Pulse Code Modulation.
Bezeichnet den unkomprimierten, linearen PCM-Ton, der auf
einer DVD enthalten ist. LPCM kann in verschiedenen
Quantisierungen bzw. Auflösungen (16 Bit, 20 Bit oder 24
Bit) und in unterschiedlichen Abtastraten bzw.
Samplingfrequenzen (48 kHz oder 96 kHz) gespeichert sein.
Lux: Bezeichnet die Einheit für die
Beleuchtungsstärke (1 Lux = 1 Lumen / m²)