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Heimkino-Lexikon

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H.264: Bezeichnet ein "HighEnd"-Codec zur bestmöglichen Videokompression. Da H.264 durch ein gemeinsames Projekt der ITU und MPEG-Visual im Jahr 2003 entstand, entstand bei ISO/IEC MPEG der Standard MPEG-4/AVC, welcher aber nichts anderes ist als H.264. Dabei erreicht H.264 eine etwa drei Mal so hohe Codiereffizienz, wie MPEG-2 und ist neben dem Gebrauch auf modernen Camcordern und Videkonferenzen auch für HDTV ausgelegt.

Halbbild: Im Zeilensprungverfahren, mit dem ein PAL-Bild (siehe PAL) dargestellt wird, beschreibt der Elektronenstrahl zu einem Zeitpunkt immer nur jede übernächste physische Bildschirmzeile. Da die Bildwiederholungsfrequenz (siehe Bildwechselfrequenz) jedoch enorm hoch ist, nimmt das menschliche Auge dies nur als ein Bild wahr.

HAVi (Home Audio Video Interoperability): Zusammenschluss der Firmen Grundig, Hitachi, JVC, Matsushita (Panasonic), Philips, Sharp, Sony, Thomson und Toshiba, die ein digitales Netzwerk für AV-Daten auf Basis von IEEE 1394 entwickeln.
Es ist also ein festgelegter offener Standard, um z. B. Videorekorder über einen Internetrechner zu programmieren oder die Aufzeichnung eines Filmes (Video-on-Demand) an einen Rechner oder einen DVD-Recorder weiterzuleiten.

HDCP: HDCP steht für High-bandwidth Digital Content Protection und bezeichnet ein Verschlüsselungssystem für DVI (siehe DVI) und HDMI (siehe HDMI) das für geschützte Übertragung von Audio- und Videosignalen vorgesehen ist (auch Kopierschutz genannt). HDCP soll in Europa für HDTV (siehe Heimkino-Wissen), sowie Blu-Ray (siehe Blu-Ray) und HD-DVD (siehe HD-DVD) zum Standard werden. Nur wenn HDCP korrekt vom Hersteller in beiden verbundenen Geräten implementiert wurde, ist für Videodateien ein problemloses Funktionieren der Interfaces DVI und HDMI sichergestellt.

HD-DVD: Dieses als Nachfolger der DVD angekündigte Medium (in Konkurrenz zur Blu-ray Disc) hat eine Speicherkapazität von 15 GB (single layer) und 30 GB (double layer). Damit können auch auf dieser Disc HDTV-Filme im MPEG-2 Format gespeichert werden. Allerdings reicht die Kapazität nicht für hochauflösende Filme im MPEG 4 Format aus. Im Februar 2008 wurde schließlich der Sieg der Blu-Ray bekannt gegeben, sodass bis zum heutigen Tage nur noch einige wenige Filme auf HD-DVD vorhanden sind. Die Player-Produktion wurde ebenfalls (so gut wie) eingestellt.

HD-MAC: High Definition Multiplexed Analog Components - ein analoges Übertragungssystem, bei dem Bild und Ton zeitlich hintereinander übertragen und dabei in Luminanz-, Chrominanz-, Audio- und Dateiinformationen unterteilt werden. Vorläufer mit 1.250 Zeilen von HDTV (siehe HDTV).

HD-VMD: Dritter konkurrierender Standard, der um die Nachfolge der DVD kämpft. Der von New Media Enterprises vermarktete Standard basiert auf herkömmlichem roten Laser, soll aber bis zu 100 Gigabyte Daten speichern können. In Europa sind bislang aber weder Medien noch Abspielgeräte verfügbar. (Siehe Bericht im Heimkino-Wissen)

HDMI: HDMI steht für "High Definition Multimedia Interface" und ist eine seit 2003 neu entwickelte Schnittstelle für die Übertragung von Audio- und Videosignalen. Es wurde von der Industrie speziell für das Home-Entertainment entwickelt und liegt seit dem 23.06.2006 in der Version 1.3 vor. Da im eben erwähnten Home-Entertainment-Bereich immer mehr digitale Komponenten verwendet werden und auch der Nutzinhalt aufsteigend in digitaler Form vorliegen (DVD, DVB) (siehe DVD, DVB), wurden die Schwächen der bisher unvermeidlichen Digital-Analog- und Analog-Digital-Wandlungen immer klarer. Lange Zeit hatte sich die Filmindustrie jedoch jeder Bestrebung, Videodaten digital auszugeben, widersetzt. Man fürchtete, dass jeder Kopierschutz über kurz oder lang überwunden werden könnte. Für HDMI ist daher zwingend der Kopierschutz HDCP (siehe HDCP) vorgeschrieben; damit sind die Bedenken der Filmindustrie nicht mehr so stark ausgeprägt. Mittlerweile besitzt fast jeder neuer Flachbildfernseher, Blu-Ray-Player und sogar Computer eine HDMI-Schnittstelle.

HDTV: High Definition TeleVision. Es liefert hochauflösendes, digitales Fernsehen in Europa. (siehe Heimkino-Wissen für mehr Informationen)

Hi8: Verbesserte Variante des Video-8-Systems mit mehr als 5 Megahertz Auflösung und durchgängig getrennter Verarbeitung von Farb- und Schwarzweißsignalen (Y/C) . Die Hi8-Technik wird fast ausschließlich in Camcordern eingesetzt, es gibt nur wenig stationäre Recorder für den Heimbetrieb.

Horizontalfrequenz: Geschwindigkeit des Elektronenstrahls mit der er von links oben bis rechts unten über die Bildröhre schreibt. Standardfrequenz im PAL-Video ist 15,2 kHz. Damit wird das Bild im Zeilensprungverfahren beschrieben. Bei Progressive Scan ist die doppelte Frequenz erforderlich.

Hosiden: Auch Mini-DIN genannt, 4-poliger Anschluss für S-Video-Verbindungen (z. B. DVD an Fernsehgerät oder Hi8-Camcorder an Fernsehgerät), separate Kanäle für den Schwarz-/Weiß-Anteil (Y) und den Farbanteil (C) des Videosignals.

Hot-Spot: Einige Projektoren neigen dazu, die Bildmitte heller darzustellen, als die Ränder. Ist dies bei dem projizierten Bild ohne Probleme wahrnehmbar, so spricht man von einem Hot-Spot. Leinwände mit hohem Gain (siehe Gain-Faktor) verstärken die Hot-Spot-Ausprägung.

HX-Pro: HX-Pro ist eine Art Filter, der die Dynamikverluste bei Tonbändern / Kassetten, die mit Dolby bespielt wurden, nahezu wiederherstellt.

Hybridoptik: Ein Begriff aus der Welt der Röhrenprojektoren. Vor der Elektronenröhre sitzt stets eine Optik, die den Elektronenstrahl fokussiert. Diese Optik kann aus Kunststoff sein, aus Glas oder aus Kunststoff und Glas - letzteres bezeichnet man als Hybridoptik.


 

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