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Heimkino-Lexikon

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Farbmodelle: Bei der Videodarstellung müssen aus den Grundfarben Mischfarben zusammengemischt werden. Um dies nahezu originalgetreu zu machen, wurden verschiedene Verfahren entwickelt, die man Farbmodelle nennt. Ein Beispiel hierfür ist z. B. RGB (siehe RGB).

Farbraum: Der Farbraum ist eine Beschreibung für die Begrenzungen, innerhalb derer sich die Farbwahrnehmung und die Farbwiedergabe angleichen lassen. Wenn ein Farbraum z. B. wie in der Videotechnik durch drei optische Eckfrequenzen definiert ist, dann kann erst die Codierung einzelner Farben durch das Farbmodell zu der gewünschten Übereinstimmung von Aufnahme/Master und Wiedergabe führen.
Abweichungen im Farbraum werden im Farbdiagramm durch Verschiebung der Eckpunkte deutlich, das kennzeichnet dann z. B. eine abweichende Farbwiedergabe eines bestimmten Gerätes.

Farbtemperatur: Bezeichnet das Strahlungsverhalten eines Körpers, das in Grad Kelvin gemessen wird. Die Farbtemperatur rangiert von rötlich (niedrig) über weißlich bis bläulich (hoch). Eine Glühlampe liegt z. B. bei etwa 2.000 Grad Kelvin, eine Leuchtstoffröhre bei etwa 4.800 Grad Kelvin und blauer Himmel bei etwa 9.000 bis 10.000 Grad Kelvin. Ein korrekt eingestelltes Videobild liegt bei etwa 6.500 Grad Kelvin, d. h. es ist weder zu rötlich und noch zu bläulich.

Farbtiefe: Mit Farbtiefe wird in der digitalen Videotechnik die Anzahl der Bits angegeben, mit denen die Intensitätsstufen pro Grundfarbe (RGB) codiert werden. Dazu muss man wissen, dass jedes Bit nur zwei Zustände codieren kann, jedes weitere in Kombination die Anzahl jedoch verdoppelt. Mit der typischen Farbtiefe von 8 Bit können theoretisch 256 Stufen pro Farbe differenziert werden, daraus ergeben sich die häufig gehörten über 16 Millionen Farben; denn diese werden durch Multiplikation aller möglichen Stufen über alle Grundfarben ermittelt, das sind 256 x 256 x 256 gleich größer als 16 Millionen.
Auf der DVD und Blu-Ray wird das Farbmodell YCbCr zur Farbcodierung verwendet, wo von diesen 256 Zuständen je Grundfarbe jeweils 32 für digitale Anpassungen reserviert wurden. Jedes Display benötigt einen solchen Headroom z. B. für die Skalierung des Bildes auf die physische Auflösung. Daraus ergeben sich theoretisch mit 224 hoch 3 immer noch über 11 Millionen darstellbare "Farben". Allerdings wird bei dieser Angabe gerne vergessen, dass in diesen "Farben" jeweils auch die Gesamthelligkeit eines Bildes versteckt ist, was tatsächlich nur 224 echten Graustufen (einmal Farbtiefe) entspricht.

FBAS: FBAS bedeutet Farbbild-Austast-Synchron-Signal. Helligkeit und Farbe sind zu einem einzigen Signal zusammengefasst. Dieses Signal (siehe Signal) ist immer auf den gelben Cinch-Buchsen zu finden. Auch im Scart-Stecker (siehe Scart) ist es auf einer der vielen Pins (siehe Pin). Wenn man ein FBAS-Signal hat, dann wird darüber kein Ton übertragen. Bei Cinch (siehe Cinch) braucht man dann zum gelben Anschluss noch den weißen und roten für den Ton. Bei Scart ist der Ton mit dabei.

FEC: Forward Error Correction. Ein Fehler-Korrektur-Verfahren, bei digitaler Übertragung zur Anwendung kommt.

FED: Field Emission Display. Eine von Sony entwickelte Technik, um die Vorteile der Röhren-TVs mit denen der LCDs zu vereinen.
Die Feldemissionsbildschirme gleichen äußerlich den LCD-Bildschirmen, arbeiten aber ähnlich wie Röhrengeräte mit Elektronenstrahlen,
die auf eine fluoreszierende Frontscheibe treffen. Somit erhält man die Vorteile von Röhren-TVs, wie bspw. höhere Farbbrillianz, höherer Schwarzwert, höhere Reaktionsgeschwindigkeit, etc.

Fehlerkorrektur: Rekonstruktion verloren gegangener Daten in der Digitaltechnik.

Firewire: Bezeichnet eine digitale Schnittstelle für Multimediageräte, die eine Übertragungsgeschwindigkeit von 400 MB/s bietet.

FourCC: Der sog. Four Character Code bezeichnet eine vier Zeichen lange Zeichenkette im Kopfdatenbereich einer RIFF-Datei, die angibt, in welchem Format die in der Datei enthaltenen Videodaten (am Beispiel von AVI) vorliegen. Hiermit ergibt sich somit die Information, welcher Codec für die Dekomprimierung bzw. Anzeige der Daten verwendet werden muss.

FPS: Der Ausdruck "Frames per Second" ist ein Fachbegriff aus der Film- und Videotechnik. Ins Deutsche übersetzt steht er für "Bilder je Sekunde" und ist ein Maß für die Bildfrequenz. Anhand der jeweiligen Zahl, also zum Beispiel 18fps oder 25fps, kann abgelesen werden, wie viel Bilder in einer Sekunde geladen (bei Computerapplikationen) bzw. abgespielt (bei Film- und Videoaufnahmen) werden. Das menschliche Auge nimmt bereits 16 bis 18 aufeinander folgende Bilder in einer Sekunde als bewegte Szene wahr. Die übliche Bildwiederholrate bei Kinofilmen liegt bei 24fps.

Frame-Doubling: Verdoppelung des Frames; ein wichtiges Leistungsmerkmal moderner Bildprozessoren. Der Frame-Doubler setzt auf dem Linedoubler (oder auch auf einem Linetripler oder Quadrupler ) auf und verdoppelt nochmals die Geschwindigkeit des Elektronenstrahls. D.h. im Falle von framegedoubltem Linedoubler auf 64,4 kHz. Dies erzeugt in diesem Fall zwar keine höhere Auflösung, vermindert jedoch signifikant das Flimmern und führt bei Röhrenprojektoren zu einer etwa 30 % höheren Leuchtkraft des Bildes.

Frequenzhub: Bezeichnet in der Satellitentechnik die Videokontraststärke (Video-Kontrastpegel), wird in MHz/V gemessen und ist abhängig von der Modulation der verschiedenen Satelliten: Für ASTRA liegt der Hub bei 16 MHz/V, für EUTELSAT variiert er zwischen 22 und 25 MHz/V.

Frontprojektion: Bezeichnet die klassische Projektion von Projektor auf eine großflächige Leinwand im Raum. Der Begriff wird meist zur Abgrenzung zur Rückprojektion verwendet. Video-Projektoren können geeignet sein für Front- und Rückprojektion oder nur für Frontprojektion.

Front-Staging: Bezeichnet ein Klangbild, bei dem das Hörgeschehen primär von vorne auf den Zuhörer einwirkt, ähnlich wie bei einer Bühnenaufführung.

Full-Cinema: Zusätzlich zur 5.1- oder Matrix-6.1-Konfiguration verstärken bei Full Cinema zwei weitere Boxen oberhalb der Front-Speaker den Raumeindruck.

Full-HD: Auszeichnung für Geräte (Fernseher, DVD-Player, ...), die die höchstmögliche HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wiedergeben können. Im Fachhandel wird auch gerne der Begriff "True-HD" propagiert, welcher jedoch nur für Werbezwecke (z. B. für Dolby's Tonformat "Dolby TrueHD") verwendet wird und absolut identisch mit den Eigenschaften von Full-HD ist. Ein Gerät mit einem
"HD-Ready-Logo" (siehe Bericht im Heimkino-Wissen) ist in der Lage etwa die Hälfte der vollen Auflösung wiederzugeben (1280 x 720 Pixel).

FUN-Decoder: Decoder, die für digitales Free-TV geeignet sind. FUN steht für Free Universal Network, eine offene, d. h. herstellerunabhängige Digital-TV-Plattform, die Digitales TV auch ohne Einschränkungen des Pay-TV ermöglicht. Hinter FUN steht eine Interessensgemeinschaft von über 40 Medienunternehmen vom Programmanbieter ARD bis hin zu Endgeräteherstellern von Galaxis und Panasonic.


 

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