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Heimkinolexikon - F
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Farbmodelle: Bei der Videodarstellung
müssen aus den Grundfarben Mischfarben zusammengemischt
werden. Um dies nahezu originalgetreu zu machen, wurden
verschiedene Verfahren entwickelt, die man Farbmodelle
nennt. Ein Beispiel hierfür ist z. B. RGB (siehe RGB).
Farbraum: Der Farbraum ist eine
Beschreibung für die Begrenzungen, innerhalb derer sich die
Farbwahrnehmung und die Farbwiedergabe angleichen lassen.
Wenn ein Farbraum z. B. wie in der Videotechnik durch drei
optische Eckfrequenzen definiert ist, dann kann erst die
Codierung einzelner Farben durch das Farbmodell zu der
gewünschten Übereinstimmung von Aufnahme/Master und
Wiedergabe führen.
Abweichungen im Farbraum werden im Farbdiagramm durch
Verschiebung der Eckpunkte deutlich, das kennzeichnet dann
z. B. eine abweichende Farbwiedergabe eines bestimmten
Gerätes.
Farbtiefe: Mit Farbtiefe wird in der
digitalen Videotechnik die Anzahl der Bits angegeben, mit
denen die Intensitätsstufen pro Grundfrabe (RGB) codiert
werden. Dazu muss man wissen, dass jedes Bit nur zwei
Zustände codieren kann, jedes weitere in Kombination die
Anzahl jedoch verdoppelt. Mit der typischen Farbtiefe von 8
Bit können theoretisch 256 Stufen pro Farbe differenziert
werden, daraus ergeben sich die häufig gehörten über 16
Millionen Farben; denn diese werden durch Multiplikation
aller möglichen Stufen über alle Grundfarben ermittelt, das
sind 256 x 256 x 256 gleich größer als 16 Millionen.
Auf der DVD und Blu-Ray wird das Farbmodell YCbCr zur
Farbcodierung verwendet, wo von diesen 256 Zuständen je
Grundfarbe jeweils 32 für digitale Anpassungen reserviert
wurden. Jedes Display benötigt einen solchen Headroom z. B.
für die Skalierung des Bildes auf die physische Auflösung.
Daraus ergeben sich theoretisch mit 224 hoch 3 immer noch
über 11 Millionen darstellbare "Farben". Allerdings wird bei
dieser Angabe gerne vergessen, dass in diesen "Farben"
jeweils auch die Gesamthelligkeit eines Bildes versteckt
ist, was tatsächlich nur 224 echten Graustufen (einmal
Farbtiefe) entspricht.
FBAS: FBAS bedeutet Farbbild-Austast-Synchron-Signal.
Helligkeit und Farbe sind zu einem einzigen Signal
zusammengefasst. Dieses Signal (siehe Signal) ist immer auf
den gelben Cinch-Buchsen zu finden. Auch im Scart-Stecker
(siehe Scart) ist es auf einer der vielen Pins (siehe Pin).
Wenn man ein FBAS-Signal hat, dann wird darüber kein Ton
übertragen. Bei Cinch (siehe Cinch) braucht man dann zum
gelben Anschluss noch den weißen und roten für den Ton. Bei
Scart ist der Ton mit dabei.
Fehlerkorrektur: Rekonstruktion verlorengegangener
Daten in der Digitaltechnik.
FPS: Der Ausdruck "Frames per Second"
ist ein Fachbegriff aus der Film- und Videotechnik. Ins
Deutsche übersetzt steht er für "Bilder je Sekunde" und ist
ein Maß für die Bildfrequenz. Anhand der jeweiligen Zahl,
also zum Beispiel 18fps oder 25fps, kann abgelesen werden,
wie viel Bilder in einer Sekunde geladen (bei
Computerapplikationen) bzw. abgespielt (bei Film- und
Videoaufnahmen) werden. Das menschliche Auge nimmt bereits
16 bis 18 aufeinander folgende Bilder in einer Sekunde als
bewegte Szene wahr. Die übliche Bildwiederholrate bei
Kinofilmen liegt übrigens bei 24fps.
Frame-Doubling: Ein wichtiges Leistungsmerkmal
moderner Bildprozessoren (siehe Bildprozessor). Der
Frame-Doubler setzt auf dem Line-Doubler (siehe Line-Doubler),
Line-Tripler (siehe Line-Tripler) oder auch Quadrupler
(siehe Quadrupler) auf und verdoppelt nochmals die
Geschwindigkeit des Elektronenstrahls, was im Falle von
framgegedoubltem Linedoubler 64,4 kHz bedeutet. Das führt
zwar nicht zu einer erhöhten Auflösung, vermindert aber
dafür das Flimmern und sorgt bei Röhrenprojektoren zu einer
etwa 30% höheren Leuchtkraft des Bildes.
Frame-Doubling: Verdoppelung des Frame,
Leistungsmerkmal moderner Bildprozessoren. Der Frame-Doubler
setzt auf dem Linedoubler (oder auch auf einem Linetripler
oder Quadrupler ) auf und verdoppelt nochmals die
Geschwindigkeit des Elektronenstrahls. D.h. im Falle von
framegedoubltem Linedoubler auf 64,4 kHz. Dies erzeugt in
diesem Fall zwar keine höhere Auflösung, vermindert jedoch
signifikant das Flimmern und führt bei Röhrenprojektoren zu
einer etwa 30 % höheren Leuchtkraft des Bildes.
Full-Cinema: Zusätzlich zur 5.1- oder
Matrix-6.1-Konfiguration verstärken bei Full Cinema zwei
weitere Boxen oberhalb der Front-Speaker den Raumeindruck.
Full-HD: Auszeichnung für Geräte
(Fernseher, DVD-Player, ...), die die höchstmögliche
HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wiedergeben können. Im
Fachhandel wird auch gerne der Begriff "True-HD" propagiert,
welcher jedoch nur für Werbezwecke (z. B. für Dolby's
Tonformat "Dolby TrueHD") verwendet wird und absolut
identisch mit den Eigenschaften von Full-HD ist. Ein Gerät
mit einem
"HD-Ready-Logo" (siehe
Bericht im Heimkino-Wissen) ist in der Lage etwa die
Hälfte der vollen Auflösung wiederzugeben (1280 x 720
Pixel).
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