D-MAC: Duobinär codierte Multiplexed Analog
Components. Bezeichnet ein TV-Übertragungssystem für
Satellitenausstrahlung bei dem die Komponenten des
TV-Signals (Ton, Helligkeit, Farbe) mittels Multiplextechnik
(Mehrfachschaltung) übertragen werden. Dieses System
zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass es bis zu acht
Audiokanäle hat.
D2-MAC: Duobinär codierte Multiplexed Analog
Components. TV-Übertragungssystem für
Satellitenausstrahlung, das aus dem D-MAC hervorgegangen ist
und gegenüber diesem geringe Unterschiede in der
Datenverarbeitung, in der (geringeren) Videobandbreite von
etwa 7-8 MHz und in der Anzahl der Audiokanäle (vier)
aufweist. 16:9-Ausstrahlung und digitaler Ton sind mit
diesem System möglich. Veraltet, wird nur noch von wenigen
Pay-TV-Sendern benutzt.
D1: Ein Bildauflösungsstandard für die
Umwandlung von analogen Videoquellen in digitale Software
(DVD). In PAL (siehe PAL) ergeben sich dabei 720x576 Pixel
und in NTSC (siehe NTSC) 720x480 Pixel.
DAB-Surround: Der neue
MPEG-Surround-Standard komprimiert die sechs Kanäle eines
Surround-Musikstücks so, dass sie im Ergebnis nicht mehr
Speicher benötigen als ein komprimiertes Stereosignal. Ein
weiterer Vorteil: Radiosender sparen sich die teure
Parallelausstrahlung von Stereo und Surround. Denn bei der
Kompression des Original-5.1-Tons entsteht automatisch ein
Stereomix und es werden Parameter bestimmt, die den
Surround-Klang beschreiben. Für diese Parameter sind nur
wenige Kilobit pro Sekunde notwendig. Die Sender übertragen
dann das Stereosignal zusammen mit den Parametern. Während
bisherige Empfänger diese Zusatzdaten ignorieren und wie
gewohnt das Stereosignal wiedergeben, sollen künftige
DAB-Surround-Empfänger den ursprünglichen 5.1-Klang
abspielen. Selbst Oldies sollen laut IIS
(Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen) durch Raumklang
"veredelt" werden können. Dazu hat das IIS das
SX-Pro-Verfahren entwickelt, womit die Sender Stereo-Inhalte
in Echtzeit so aufbereiten können, dass sie sich harmonisch
in eine 5.1-Aussendung einpassen. Dazu wird das Klangbild
des Stereo-Musiksignals analysiert und der mittlere sowie
die hinteren Kanäle eines 5.1-Systems integriert: Dies
vergrößert den Bereich des optimalen Hörens und das
Klangbild wird stabiler. Das heißt, auch die Oldies aus den
70ern oder bekannte ältere klassische
Stereo-Konzertaufnahmen können künftig problemlos in 5.1
Surround über den Äther gehen.
DAC: Digital To Analog Converter. Englische
Bezeichnung für D/A-Wandler.
Datenrate: Die Datenrate, auch bekannt
als Übertragungsgeschwindigkeit, gibt an, wie viele
Datenmengen pro Zeit übertragen werden. Diese Angaben
erfolgen oftmals in MB pro Sekunde. Bei einer Blu-Ray-Disk
beträgt die Datenrate beispielsweise 36 MBit/s. Eine DVD
kommt auf 6 MBit/s, eine normale Audio-CD auf 1411 kbit/s.
Die maximale Datenrate, die von HDMI unterstützt wird, liegt
bei 10,2 Gbit/s.
Dead Pixel: "Tote Pixel". Bedingt durch den
Herstellungsprozess besteht bei LCD- oder auch DLP-/DMD-Systemen
besteht immer das Problem, dass einzelne Pixel irreparabel
ausfallen. Eine gewisse Anzahl solcher "Dead Pixels" muss
vom Käufer akzeptiert werden und stellt keinen
Reklamationsgrund dar.
Decorrelation: Ein Leistungsmerkmal in einem THX-Chip
(siehe THX) eines THX-lizensierten Receivers. Bei den
Mono-Surround-Informationen, z. B. bei Dolby ProLogic (siehe
Dolby Surround Pro Logic), verteil der Prozessor die
Surroundsignale in die rechten und linken Kanäle der
Rear-Speaker und vertauscht dann deren relative Phase. Ziel
ist, im Heimkino-Bereich die Umgebungseffekte in einer
Geräuschkulisse darzustellen, die möglichst an die
Räumlichkeit herankommt, die in einem Kino herrscht.
Deep Color: Ein von HDMI unterstützter
Standard zur Erweiterung der Farbtiefe von den bisher
verwendeten 8 Bit auf bis zu 16 Bit je Farbkanal. Bereits
bei einer Farbtiefe von 10 Bit erreicht Deep Color eine
Milliarde verschiedene Farbnuancen, was im HD-Bereich zu
überaus natürlichen Bildern mit sehr hohen Kontrastwerten
führt. Jede weitere Erhöhung der Farbtiefe um einen Bit
verdoppelt die Anzahl der darstellbaren Zwischentöne. Somit
können mit Deep Color 64.000 Abstufungen in jeder Grundfarbe
übermittelt werden.
Deinterlacing: Bezeichnet einen
notwendigen Vorgang bei der Darstellung von Halbbildern im
Zeilensprungverfahren auf einem Wiedergabegerät, welches physisch nur
Vollbilder darstellen kann. Dazu gehören unter anderem
Plasma und LCD Flachbildschirme sowie Projektoren (LCD und DLP).
Die Vollbildwandlung versucht aus der Gesamtinformation des
Video-Datenstroms die fehlenden Zeilen eines Halbbildes (Field)
zu generieren, damit das Display mit einem Vollbild (Frame)
angesteuert werden kann. Während die Abtastung von
Vollbildern als Halbbilder ein Kinderspiel darstellt - es
wird ja einfach jede zweite Zeile verworfen bzw. nicht
gesendet - ist die Vollbildwandlung ein fehlerbehafteter und
sehr aufwändiger Vorgang. Nicht zuletzt die Algorithmen des
eingesetzten Verfahrens bestimmen die erreichbare
Wiedergabequalität eines Bildes erheblich.
Demodulator: Bezeichnet einen Schaltkreis in einem
Satellitenreceiver, der die Signale für Ton und Bild aus dem
Trägersignal eines TV-Kanals herausfiltert.
Dichriotische Spiegel: Halbdurchlässige Spiegel, die
nur einen bestimmten Teil des sichtbaren Lichtes
reflektieren, den Rest durchlassen. Diese Bauteile kommen in
Farbfernsehkameras und in LCD-Projektoren zum Einsatz.
Digital Cinema Sound: Sony Soundsystem.
Unterschiedliche Raumklangerweiterung für zweikanaligen
Digitalton. Simuliert bei Anschluss von zwei oder vier
Lautsprechern zusätzliche seitliche und/oder rückwärtige
Boxen.
Digital Surround: Digitaler Mehrkanalton - vor allem
auf DVD und zum Teil auf Laser-Disc - im Format Dolby
Digital, MPEG-Audio oder DTS. Digital Surround muss vor der
Ausgabe von einem Decoder (siehe Decoder) entschlüsselt
werden.
Digitaler Audioausgang: Anschluss für Koaxial- oder
Lichtleiterkabel an HiFi- oder Surroundkomponenten für die
Ausgabe von digitalen Audiosignalen.
Digitaler Audioeingang: Anschluss für Koaxial- oder
Lichtleiterkabel an HiFi- oder Surround-Komponenten für die
Einspeisung von digitalen Audiosignalen.
Digitaler Cinch-Ausgang: Anschluss für die
Übertragung digitaler Tonsignale. Via Cinch-Ausgang werden
digitale Signale (siehe Signal) elektrisch - mit zwei
unterschiedlichen Spannungswerten - übertragen.
Digital-Surround Varianten: Filmtonformate mit 5.1
Kanälen. Am häufigsten verbreitet - auf DVDs - ist
Dolby-Digital. Die meisten DVD-Player können digitalen
Mehrkanalton - Digital-Surround - aber auch im MPEG-2-Audio-
und DTS-Format ausgeben.
Diskret: Bezeichnet im Zusammenhang mit Mehrkanalton
eine unabhängige und unvermischte Übertragung der einzelnen
Kanäle; Der Gegenbegriff zum diskreten System ist das
Matrix-System oder das Adjektiv integriert.
Diskrete Kosinustransformation: Bezeichnet eine
lineare, orthogonale Transformation, die ein zeitdiskretes
Signal vom Orts- in den Frequenzbereich transformiert. Seit
der Entstehung im Jahr 1974 ist sie die am weitesten
verbreitete Transformation zur Redunanzreduktion von
Bildsignalen. Der englische Begriff hier für ist "Discrete
Cosine Transformation" (DCT).
Dithering: Bezeichnet ein Hilfsmittel
bei der digitalen Bildverarbeitung, um fehlende Farben
auszugleichen oder sie zumindest nicht so offensichtlich
erscheinen zu lassen. Hat man beispielsweise im Originalbild
einen Farbverlauf, der sich von weiß über grau zu schwarz
erstreckt, könnte bei der Komprimierung des Bildes der graue
Bereich entfernt werden. Das Dithering verteilt jetzt
schwarze und weiße Bildpunkte geschickt in der Grenzfläche,
so dass die fehlende graue Farbe als Mischung für den
Betrachter erzeugt wird.
DivX: Bezeichnet eine Art Erweiterung
des AVI-Video-Standards, das dank der Verwendung von
MPEG-Tools eine gute Komprimierung bei hoher Bild- und
Tonqualität bietet. Auf eine Blu-Ray-Disk passen bis zu 25
Stunden DivX-komprimierte Videos in DVD-Qualität.
DLNA: Die Digital Living Network Alliance bezeichnet
eine internationale Vereinigung von über 260 Herstellern der
Unterhaltungselektronik. Ziel der DLNA ist die Definition
von Standards für die Interoperabilität von Geräten zum
Austausch und zur Wiedergabe von digitalen Medien wie Fotos,
Audio- oder Videodateien. Dazu gehören Definitionen von
Schnittstellen für Netzwerke via Kabel und Funk sowie
Standards für Inhalte und Verfahren der Rechteverwaltung.
Mit DLNA-Wireless können Benutzer einfach und schnell über
eine Fernbedienung ihre Lieblingsmusik oder persönliche
Filme und Bilder auf dem TV wiedergeben, die auf dem
heimischen PC oder anderen Multimediageräten gespeichert
sind.
DLP: Digital Light Processing. Texas Instruments
entwickelte dieses Verfahren als Alternative zu
LCP- und LCD-Projektoren. Bei diesem Verfahren wird im Panel des
Projektors der Lichtdurchfluss durch kleine Spiegel
gesteuert. Der Kontrast ist hier höher als bei LCD (siehe
LCD), allerdings muss man mit mehr Bewegungs-Artefakten
rechnen.
DLP-Cinema: Eine Technologie-Platform von Texas
Instruments, die auf Basis von DLP für die digitale
Projektion im kommerziellen Kino konzipiert ist.
Lizenznehmer von DLP-Cinema sind u. a. Christie und Barco.
Die Qualität von DLP Cinema ist höher als von
konventioneller Kinoprojektion.
DMD: Digital Mirror Device. Alternativbegriff für DLP.
DNR: Die "Digital Noise Reduction"
bezeichnet ein Verfahren zur Entfernung von störendem
Bildrauschen aus digitalen Videostreams. DNR filtert dabei
die Helligkeitsschwankungen in der Pixelstruktur heraus, die
nicht mit einer Objektbewegung übereinstimmen. Nachteil
dieser Technik ist der minimale Verlust der Bildschärfe
sowie Qualität (je nach verwendetem Videoprozessor und
Algorithmus).
Dolby Axon: Durch Axon ist es in Zukunft möglich
sein, Sprache in Videospielen in 3D zu übertragen. Dadurch
wird es möglich zu erkennen, aus welcher Richtung ein
anderer Spieler kommt oder zu einem spricht. Dabei sollen
Entfernung, Hindernisse und weitere Faktoren berücksichtigt
werden. Durch Dolby Axon und dem Voice Font wird es außerdem
möglich, Stimmen zu verändern oder komplett zu manipulieren.
Dolby Axon verwendet eine Bandbreite von 16Kbit/sek und kann
bis zu 7.000 Spieler miteinander kommunizieren lassen. Auf
der GDC wurde die Technologie anhand des Spiels Jumpgate
Evolution vorgestellt, welches für PC erscheinen wird. Der
Einsatz auf Konsolen wäre ebenfalls möglich.
Dolby Digital: Dolby Digital gibt es in verschiedenen
Formaten 1.0, 2.0, ..., 5.1. Die Stelle nach dem Punkt gibt
an, ob ein Kanal für den Subwoofer existiert (0 = keiner, 1
= es gibt einen Kanal). 1.0 bedeutet Mono, 2.0 bedeutet
Stereo, 5.1 bedeutet Links (Left), Mitte (Center), Rechts
(Right), Hinten Links (Surround Left), Hinten Rechts (Surround
Right) , Subwoofer.
Abgekürzte Kanalbezeichnungen: L, C, R, SL, SR, LFE.
Die Sampling-Frequenz beträgt 48 kHz bei maximal 24 Bits.
Die Bitrate variiert von 64 kbps bis zu 448 kbps. 384 kbps
ist die normale Rate für 5.1 und 192 kbps für Stereo.
Die verlustbehaftete Komprimierung komprimiert um den Faktor
12.
Der Subwooferkanal, sofern vorhanden, geht von 3 bis 120
Hertz, wobei die 3 Hz eine Kannvorschrift sind, d. h. es wird
sich nicht jeder dran halten.
Dieses Format gibt es seit 1992.
Dolby Digital EX: Dieses ist die Heim-Version von
Dolby Digital Surround EX.
Hier wird Dolby Digital 5.1 um einen dritten Surround-Kanal
ergänzt, dem Rear Center.
Dolby Digital Live: Dolby Digital Live
ist eine Echtzeit-Codiertechnologie, die jedes beliebige
Mehrkanal-Tonsignal in einen Dolby Digital- Datenstrom
verwandelt. Mit ihrer Hilfe lassen sich Audiosignale vom PC
über eine einzige digitale Verbindung auf Dolby
Digital-Receiver oder Heimkino-Komplettsysteme übertragen.
Umständliche Mehrfachverbindungen und Kabelsalat gehören
damit der Vergangenheit an. Ein Griff zum Eingangswähler am
AV-Receiver genügt, um jegliches PC-Tonmaterial über die
Anlage wiederzugeben.
Dolby Digital Plus: Dolby Digital Plus
ist ein leistungsfähiger Audiocodec der nächsten Generation,
der neue Maßstäbe in Sachen digitale Tonqualität setzt. Dazu
gehören höhere Klangtreue und eine erweiterte Anzahl von
Kanälen sowie eine Technologie, die speziell auf künftige
Broadcast- und Streaming-Angebote abgestimmt ist. Aufbauend
auf der Dolby Digital-Technologie wurde Dolby Digital Plus
speziell darauf ausgelegt, den wechselnden Anforderungen von
Audio- und Videodiensten und neuen Speichermedien gerecht zu
werden.
Dolby Digital Pulse: Dolby Pulse ist ein
Gesamtsystem, das ein Bitstromformat sowie eigene
Codierungs- und Decodierungslösungen beinhaltet. Kompatibel
mit dem Open Standard Audio Codec MPEG-4 HE AAC nutzt Dolby
Pulse für Neuentwicklungen auf verschiedenen Plattformen wie
HD-TV, Mobiltelefone, tragbare Abspielgeräte, PCs und
Online-Unterhaltung Dolbys Erfahrung bei der Bereitstellung
von Inhalten. Zudem bietet es mit HE AAC eine erweiterte
Bitratenauslastung.
Mit der echten Dolby-Metadatenfunktion ermöglicht Dolby
Pulse, mit einem einzigen 5.1-Strom Mehrkanal-, Stereo- und
Monosignale mit nahtloser Umschaltung zu verarbeiten.
Dadurch ist die Notwendigkeit für ein bandbreitenintensives
Simulcasting nicht mehr gegeben. Inzwischen stellen in
Sendeströme eingebettete Dialnorm-Werte die Lautheit fest,
wobei der Dynamikumfang bewahrt wird. Das heißt, dass Dolby
Pulse Metadatenfunktionen bieten kann, die den
Metadatenfunktionen von Dolby Digital und Dolby Digital Plus
entsprechen und Verbrauchern ein ausgezeichnetes Erlebnis
verschaffen sowie eine hoch effiziente Lösung für Sender
bereitstellen.
In einer Sendelandschaft, die inzwischen IPTV, Mobilfunk und
Internet sowie terrestrisches Fernsehen, Kabel- und
Satelliten-TV umfasst, stellt Dolby Pulse eine wichtige
Ergänzung der Audiolösungen von Dolby dar. Dolby hat sich
zum Ziel gesetzt, Dolby Pulse durch die gesamte Sendekette
hinweg – in Hardware, OEM-Produkten und lizenzierten
Codierungs- und Decodierungslösungen zu implementieren.
Dolby Pulse entspricht neuen HDTV-Spezifikationen, die von
bedeutenden europäischen Gremien der Branche, wie der EICTA,
den französischen und spanischen HD-Foren und NorDig
festgelegt wurden.
Dolby Digital Surround EX: Basiert auf der
5.1-Aufnahmetechnik. Über zwei zusätzliche, analog erzeugte
Rückkanäle versucht diese Schaltung einen noch stabileren
Raumeindruck zu erzeugen.
Dolby E: Dieses Format ist das Format, in dem man
verlustfrei bzw. bildgenau schneiden kann, und bei dem keine
Daten verloren gehen. Im Fernsehen und Rundfunk und bei der
Herstellung von Filmen mit DD müsste eigentlich jeder
weltweit mit diesem Format arbeiten, wenn man der Werbung
der Firma Dolby glauben darf. Als letzten Schritt der
DD-Produktion wird Dolby E dann in das eigentliche Format
DD, dts, DVD-A etc. umgewandelt.
Dolby Headphone: Bezeichnet eine Technik, die den
Höreindruck einer 5.1-Surround-Anlage über einen
konventionellen Stereokopfhörer ermöglicht. Die dabei
verwendete Technik entspricht einem virtuellen Kunstkopf.
Hierbei wird der Ton aus jedem der 5 Tonkanäle digital
derart verzerrt, dass das Gehirn ihn so empfindet, als käme
er aus einer bestimmten Richtung z. B. von einem
Lautsprecher hinter der Hörposition. Im Gegensatz zu
vorangegangenen Lösungen bezieht Dolby Headphone auch die
akustische Struktur des imaginären Raumes mit ein, indem ein
Nachhall simuliert sowie die zeitliche Verzögerung der
einzelnen, virtuellen Schallquellen angepasst wird.
Obwohl der Mensch Geräusche mit zwei Ohren aus allen 3
Dimensionen orten kann, verwendet die Tontechnik inzwischen
bis zu 7 Lautsprecher für die Darstellung eines Raumklangs.
Mit Dolby-Headphone wird erreicht, die Technik wieder auf 2
"Lautsprecher" innerhalb des Kopfhörers zu reduzieren, wobei
jedoch bisher nur der Höreindruck einer 5.1-Anlage erreicht
wird.
Dolby Home Theatre v3: Dolby Home Theater v3, eine
technologisch hochentwickelte Suite, mit der Desktop PCs und
Laptops in der Lage sind, zu Hause oder unterwegs ein Hör-
und Seherlebnis wie im Kino zu zaubern. Dank
leistungsfähiger und hochentwickelter Technologien der
digitalen Signalverarbeitung macht es das Dolby Home Theater
dem Zuhörer und Zuschauer bei Anschluss von 2 bis 6
Lautsprechern oder von Kopfhörern Musik, Filme und Spiele in
lebendigem Surround-Sound zu erleben.
Dolby Surround Pro Logic: Dieses
Mehrkanalformat kann auch auf normalen Stereogeräten
abgespielt werden. Es gibt zu Rechts und Links zusätzlich
noch einen Surround-Kanal, welcher von 100 Hz bis 7 kHz
begrenzt ist und in Mono auf die hinteren Lautsprecher
gegeben wird. Da das Surround-Signal aus den beiden
Stereo-Kanälen extrahiert wird, ist der Surround-Effekt nur
schwach. Viele Fernseh-Filme werden in diesem Format
ausgestrahlt, welches es seit 1987 gibt.
Dolby Prologic verlangt nach Rear-Lautsprechern, die nicht
ortbar sind. Man kann diese gegen die Rückwand richten, um
zusätzliche Reflexionen zu erzielen. Sie übertragen ein
schmales Frequenzband und beide werden mit demselben Signal
gespiesen. Es ist also kein Problem, "bescheidene" Dinger zu
verwenden.
Bei Dolby Digital oder diskretem 5.1 sind 5 gleichwertige
Kanäle vorhanden. Das bedeutet, dass ALLE 5 Kanäle mit
gleichen Lautsprechern bestückt sind. Nur im Notfall, bei
extremem Platzmangel, wird auf eine kleinere Variante des
gleichen Lautsprechers ausgewichen. Im Studio beispielsweise
3x Genelec 1032, 2x 1030.
Dolby Surround Pro Logic II: Die hinteren Kanäle ohne
Frequenzeinschränkung. Die Basswiedergabe auf den Subwoofer
ist verbessert. Die Surround-Kanäle sind Stereo.
Dolby Surround Pro Logic IIx: Mit Dolby Pro Logic IIx
kann man Stereo oder 5.1-Signale in 6.1 oder 7.1 umwandeln.
Es gibt verschiedene Modi: Movie/Music mit Parameter wie
Dolby Panorama, Dolby Dimension, Dolby Center, und es gibt
einen speziellen Game Modus.
Dolby Surround Pro Logic IIz: Um Pro Logic IIz nutzen
zu können, müssen Sie zwei zusätzliche Lautsprecher zu einem
bisherigen 5.1- oder 7.1-Setup addieren (9.1-System). Ihren
Platz finden die neuen Boxen oberhalb des rechten und des
linken Frontlautsprechers, knapp unter der Decke, weshalb
sie auch "Höhenlautsprecher" genannt werden. Bei Pro Logic
IIz lässt sich als Quelle Stereo- oder 5.1-Material
verwenden. Das neue System arbeitet auch mit vorhandenen
7.1-Lautsprecherkonfigurationen zusammen, sodass man nach
der Aufrüstung schließlich 10 Boxen (7 Hauptboxen, 2
Höhenlautsprecher und ein Subwoofer) im Wohnzimmer stehen
hat.
Dolby Surround Pro Logic: Analoges Tonsystem mit vier
Kanälen. Für die Wiedergabe benutzt man meistens fünf
Lautsprecher: vorne drei (links, mitte, rechts), hinten zwei
(hinten links, hinten rechts). Die hinteren Lautsprecher
übertragen ein Mono-Signal, das heißt sie strahlen die
gleichen Schallinformationen ab. Für die Übertragung werden
die vier Kanäle durch eine Matrix-Schaltung auf zwei Kanäle
codiert, bei der Wiedergabe sorgt der Surround-Decoder eines
AV-Gerätes für die richtige Auftrennung der Signale (siehe
Signal).
Weil der codierte Surround-Ton zur Speicherung nur zwei
Kanäle braucht, kann er auf allen stereotauglichen Medien
untergebracht werden.
Dolby Surround: Ein Mehrkanalsystem, das mit Hilfe
der Matrixkodierung vier Tonkanäle auf zwei Tonspuren
unterbringt. Es besteht aus Lautsprechern für: Front links,
Front rechts, Center und Surround links/rechts. Zudem ist es
abwärtskompatibel zu Stereo, was bedeutet, man kann ein
Dolby Surround-Signal problemlos auf jedem Stereo-Gerät
wiedergeben.
Dolby True-HD: Dolby True-HD beschreibt ein eigens für den
wachsenden HD-Markt entwickeltes Audio-Codec, das
speziell für den Einsatz auf Blu-Ray-Disks als
optionales, verlustfreies Raumklang-Format
entwickelt wurde. Der Codec unterstützt bis zu acht
Kanäle (entspricht 7.1) mit 24 Bit Samples und einer
Abtastrate von 96 kHz. Werden weniger als 8 Kanäle
genutzt, kann die Abtastrate auf 192 kHz erhöht
werden. Die maximale Datenübertragungsrate liegt bei
18 MB/s.
Verlustfrei deswegen, weil der digitale Datenstrom
bit-exakt zu 100 % der Abmischung des Tonmeisters
beim Mastering des Films entspricht.
Es basiert auf MLP (verlustfreier
Kompressionsalgorithmus für digitale
Tonaufzeichnungen) und versteht sich als dessen
Nachfolger. Die Übertragung findet über HDMI 1.3
statt.
Dolby Volume: Jeder kennt die
Situation: Der Spielfilm geht in die Werbepause und diese
ist viel lauter, als der Spielfilm - eine Marketing-Taktik,
damit Zuschauer die angepriesenen Produkte besser
wahrnehmen. Aber auch plötzliche Explosionen nach langen,
ruhigen Dialogen lassen viele Zuschauer zur Fernbedienung
greifen. Dolby schafft diesen Problemen mit Dolby Volume nun
Abhilfe.
Dolby Volume arbeitet auf zwei Ebenen: Der "Volume Leveler"
vergleicht das laufende Tonspektrum mit vorhergehenden.
Dabei nutzt Dolby Techniken aus dem Profibereich, etwa eine
"auditorische Szenenanalyse". Diese Technik erkennt, welche
Töne angehoben werden müssen und welche nicht. Einen
abschwellenden Klavierakkord zum Beispiel dreht Dolby Volume
nicht lauter. Die zweite Ebene ist der "Volume Modeler", er
reagiert darauf, dass das menschliche Gehör bei geringer
Lautstärke Höhen und Tiefen weniger gut wahrnimmt. Bei alten
Stereoverstärkern gab es hierfür die Loudness-Taste. Sie
ignorierte aber die tatsächliche Lautstärke und verfremdete
das ursprüngliche Signal oft zu einem Tonbrei. Der Volume
Modeler setzt dabei auf die Erkenntnisse der
Datenkompression, die sich mit der Erfindung von MP3 oder
Dolby Digital ergaben: Tondaten, die unterhalb der
Hörschwelle liegen, entfallen dort einfach. Der Volume
Modeler macht das genaue Gegenteil: Er hebt die Lautstärke
von Klangbestandteilen, deren Lautstärke unterhalb der
Hörschwelle liegt, will damit den Klang auch bei geringer
Lautstärke voll und detailreich gestalten.
Anders als bei früheren Lösungen der Lautstärkeregelung
kommt es bei Dolby Volume nicht zu hörbaren Artefakten oder
Nebeneffekten. So wird z. B. die Lautstärke ruhiger
Hintergrundgeräusche zwischen Dialogszenen nicht erhöht bzw.
reduziert, wie es bei herkömmlichen Kompressionstechnologien
der Fall ist.
Neben AV-Receivern, Heimkino-Komplettsystemen und
Stereoanlagen kann Dolby Volume auch in Fernsehgeräte
integriert werden. Dolby Volume funktioniert mit jedem
beliebigen Eingabesignal, ob analog oder digital, mit jedem
Dienst (Kabel, Satellit, terrestrisch und IPTV) und für jede
Programmquelle. Erste AV-Receiver und Komplett-Heimkino-Sets
kommen noch im Jahr 2008 auf den Markt.
Downmix: Bezeichnet das
Zusammenbringen einer bestimmten Zahl von Audiokanälen,
sodass das entstandene Tonsignal weniger Kanäle umfasst. Ein
bekanntes Beispiel ist die Wiedergabe einer DVD mit 5.1-Ton
über einen Fernseher, der nur Stereo-Ton ausgeben kann. Das
Stereo-Tonsignal enthält ebenfalls weniger Informationen
über die Richtung und den Abstand, die bei Mehrkanalton
vorliegen.
DSP: DSP bezeichnet einen digitalen Signalprozessor,
welcher ein elektronisches Bauteil (bestehend aus Hard- und
Software) ist, das ganz allgemein akustische Signale (siehe
Signal) umwandelt. Meist wird dieser Begriff im Zusammenhang
mit der Erzeugung virtueller Klangfelder oder künstlicher
Raumakustik verwendet. Die Ausgangssignale werden so
ausgegeben, dass der Zuhörer den Eindruck hat, er sitze z.
B. mitten in einem Theater oder in einer großen Halle.
DTS: Ein Format mit der gleichen Kanalaufteilung, wie
bei Dolby Digital, meistens 5.1.
DTS arbeitet mit konstanter Bitrate von 64 bis 1536 kbit/s,
auf der DVD mit 384 oder 448kbit/s, die Sampling-Raten geht
von 48 bis 192 kHz bei bis zu 24 Bits. Bei der DVD gibt es
Komprimierung, verlustbehaftet, mit Faktor 4. Bei vielen
DVD-Playern sieht man beim flüchtigen Hinsehen ein
dts-Symbol auf der Frontplatte, aber diese DVD-Player haben
gar keinen DTS-Decoder. Wenn man genau hinsieht, dann steht
unter dem DTS der Text "Digital Out". Das bedeutet, dass man
einen Receiver/Verstärker mit dts-Decoder einsetzen muss, um
in den Genuss von dts zu kommen.
Der Subwooferkanal geht von 20 bis 80 Hertz.
Dieses Format gibt es seit Mai 1993.
DTS 24/96: Ein Mehrkanalformat mit 24 Bit und 96 kHz
mit bis zu 6 Kanälen, unkomprimiert im Gegensatz zu Dolby
Digital.
DTS arbeitet mit konstanter Bitrate von 64 bis 1536 kbit/s,
auf der DVD mit 384 oder 448kbit/s, die Sampling-Raten geht
von 48 bis 192 kHz bei bis zu 24 Bits. Bei der DVD gibt es
Komprimierung, verlustbehaftet, mit Faktor 4. Bei vielen
DVD-Playern sieht man beim flüchtigen Hinsehen ein
dts-Symbol auf der Frontplatte, aber diese DVD-Player haben
gar keinen DTS-Decoder. Wenn man genau hinsieht, dann steht
unter dem DTS der Text "Digital Out". Das bedeutet, dass man
einen Receiver/Verstärker mit dts-Decoder einsetzen muss, um
in den Genuss von dts zu kommen.
DTS ES 6.1 Compatible: Das ist eine Bezeichnung eines
Geräts über seine Art, wie es ohne offizielle DTS-Lizenz den
6. Kanal per Matrix aus den andern Kanälen erzeugt.
DTS ES 6.1 Discrete: Hier wird der Kanal "Surround
Rear Center" als eigener Kanal gespeichert, damit ist es ein
echtes 6.1-System.
DTS ES 6.1 Matrix: Ähnlich wie "DTS ES 6.1 Compatible"
ist dies eine Sparversion von DTS ES 6.1 Discrete.
DTS ES: Bei 5.1 wird hier ein zusätzlicher Kanal für
"Surround Rear Center" aus den anderen Kanälen gewonnen, es
handelt sich demnach nicht um ein echtes 6.1-Format.
DTS-HD-Master: DTS-HD-Master steht für
"Digital Theater Systems
High-Definition" und beschreibt ein eigens für den
wachsenden HD-Markt entwickeltes verlustfreies Audio-Codec
mit Datenraten bis zu 6 Mbits/s (als Vergleich: DVD mit 1,536 Kbit/s),
einer Abwärtskompatibilität zu DTS, einer
unbegrenzten Anzahl an Kanälen sowie einer Abtastrate von
192 kHz.
Verlustfrei deswegen, weil der digitale Datenstrom bit-exakt
zu 100 % der Abmischung des Tonmeisters beim Mastering des
Films entspricht.
DTS-HD-Master Audio deckt 18 MB/s auf HD-DVD und 24,5 MB/s
auf Blu-Ray-Disks ab. Zusätzlich ermöglicht es das
Sound-Master des Kinofilmes exakt wiedergeben zu können, was
beim Vorgänger DTS wegen der hohen Bandbreite des
Sound-Masters nicht möglich war. Außerdem werden geringe
Datenraten unterstützt, so dass zusätzliche Tonspuren oder
Audiokommentare als Erweiterungen gespeichert und zu dem
Hauptaudiokern hinzugefügt werden können. Diese
Kernaudiospur ist kompatibel zu DTS; wenn die Erweiterung
hinzugefügt wurde, kann diese nur direkt über den
HDMI-Ausgang als 7.1 ausgegeben oder in Echtzeit auf DTS
kompatible 5.1-Kanäle herunter gerechnet werden.
Der Ton kann analog über alle gängigen Ausgänge ausgegeben
werden, allerdings wird je Kanal ein Kabel benötigt.
Digitale Signale kann DTS-HD Master unverändert nur über
HDMI 1.3 übertragen werden. HDMI 1.0 und 1.2 können DTS HD
nur in PCM aufgelöst weiterreichen. Über optischen und
koaxialen SPDIF (Schnittstellen-Spezifikation für die
Übertragung digitaler Audiosignale) besteht nur die
Möglichkeit des Herunterrechnens auf 5.1-Kanäle sowie eine
maximale Bitrate von 1509,25 KB/s zur Verfügung.
DTS Neo6: Ähnliches Verfahren wie Dolby Surround
Prologic II. DTS Neo6 soll aber besser sein: Bis zu 7
Kanäle: separater Subwooferkanal in Stereo, EffektRearCenter
sowie Effektlautsprecher mit vollem Frequenzumfang.
Dual-Layer-DVD: Diese DVDs haben zwei unterschiedlich
durchlässige Schichten (=Layer), in denen Informationen
gespeichert sind. Da DVD-Player einen Laserabtaster
besitzen, der sich meist auf zwei Ebenen fokussieren lässt,
kann er beide Schichten nach einander abarbeiten. Er beginnt
innen und arbeitet sich spiralförmig nach außen. Wenn er
dort angekommen ist, stellt er seine Fokussierung um (das
führt meist zu kleinen Unterbrechungen im Film in Form eines
Standbildes) und arbeitet den zweiten Layer ab. Das hat den
Vorteil, dass die Kapazität der DVD verdoppelt wird.
Dubbing Theater: Speziell eingerichtetes Kino, das
als Referenzkino dient und gleichzeitig Tonstudio ist. Als
Teil der Filmproduktion wird dort der Soundtrack abgemischt.
Ziel der Abmischung in einem Dubbing Theater ist es, dem
Kinobesucher stets den gleichen, vom Regisseur gewollten
Klangcharakter des Films zu vermitteln und zwar unabhängig
von den zum Einsatz kommenden Tonformaten (DTS, Dolby
Stereo, Dolby Digital oder SDDS) und exakt so, wie er später
in einem Kino zu hören sein wird. Filme mit
THX-Zertifizierung werden in THX-zertifizierten Dubbing
Theaters gemischt.
DVB: DVB steht für Digital Video Broadcasting und
bezeichnet ein Übertragungsstandard für digitales Fernsehen
nach dem MPEG2-Standard. Es regelt nicht nur die Codierung
von Bild und Ton, sondern berücksichtigt auch die
verschiedenen Übertragungstechniken (Kabel, Satellit, usw.)
und die Zugangsberechtigung bei Verschlüsselung.
DVB-C: Das "Digital Video Broadcasting
Cable" bezeichnet eine Variante von DVB, welche
Fernsehinhalte über den digitalen Kabelanschluss ermöglicht.
Bei der Übertragung der Signale wird der MPEG2-Standard
verwendet, H.264 wird für die Übertragung von HDTV genutzt.
Neben reinen Fernseh- und Videosignalen können mit DVB-C
auch Radiosender empfangen werden - parallel zum
Fernsehsignal. All diese Signale werden verschlüsselt
ausgestrahlt, sodass man neben einer Gebührenzahlung zur
Nutzung der Dienste auch einen Digitalreceiver sowie eine
individuelle Smartcard benötigt. Diese wird über das Common
Interface (CI) angesprochen.
DVB-C2: Nachfolgestandard zu DVB-C,
welcher Anfang 2009 erscheinen soll. Erste Endgeräte sollen
dann Anfang 2010 erhältlich sein. DVB-C2 wird dabei eine
große Ähnlichkeit zu DVB-T2 aufweisen und daher auch auf dem
Modulationsverfahren QFDM basieren. Eine Nutzung des
H.264-Codecs ist wahrscheinlich, jedoch nicht primärer
Bestandteil von DVB-C2, da DVB-C2 im OSI-Schichtenmodell
lediglich die physikalische Übertragung definiert.
DVB-H: Das "Digital Video Broadcasting
Handhelds" bezeichnet einen Übertragungsstandard, mit dem
digitale Rundfunkprogramme über kleine und/oder mobile
Geräte empfangen werden können. Während der
Entwicklungsphase war dieser Standard auch unter den
Begriffen DVB-M (mobile) und DVB-X bekannt. Je nach
Kapazität und Anforderung der Endgeräte können
unterschiedliche Datenraten erreicht werden, in den meisten
Fällen bietet DVB-H jedoch eine Auflösung von 320 x 240
Pixeln bei ca. 300 kbit/s. DVB-H-fähige Endgeräte sind
beispielsweise das Nokia N96 oder das LG U900.
DVB-HTML: Anwendungsklasse, die von Multimedia Home
Platforms (MHP) definiert wird. DVB-HTML Applikationen
werden erst seit dem MHP 1.1 Standard unterstützt. Da die
Komplexität im Vergleich zu DVB-J deutlich höher ist, ist
die entsprechende Funktionalität in den meisten
MHP-Empfängern jedoch nicht vorhanden. Auch bei DVB-HTML
kommt optional Java zum Einsatz, vergleichbar mit den aus
Internet-Browsern bekannten Java-Applets.
DVB-IPTV: Auch als DVB-IPI bekannt.
Bezeichnet einen offenen DVB-Standard für die Übertragung
von Bild- und Tonsignalen über das Internetprotokoll. Bei
der Übertragung werden die Videosignale digital komprimiert
(MPEG2 / MPEG4-AVC) und erhalten anschließend einen
IP-Rahmen für die Verteilung über die IP-Netze. Mit DVB-IPTV
können auch DRM-verschlüsselte Inhalte, wie das
Bezahlfernsehen Video-On-Demand empfangen werden.
DVB-J: Bezeichnet eine Anwendungsklasse, die von
Multimedia Home Platforms (MHP) genutzt wird. Die
MHP-Plattform definiert für diese Programme eine gewisse
Anzahl von Schnittstellen (APIs). Durch diese wird es dem
Programmierer ermöglicht, der speziellen Situation und den
Einschränkungen des MHP-Empfängers angepasste Applikationen
mit geringem Ressourcenbedarf zu entwickeln.
DVB-M: Siehe DVB-H.
DVB-S: Das "Digital Video Broadcasting
Satellite" bezeichnet die Variante von DVB zur Übertragung
per Satellit. DVB-S ist die meistgenutzte DVB-Variante, da
dank der hohen Datenübertragungsrate die meisten TV- und
Radioprogramme empfangen werden können. Im Gegensatz zu
DVB-T und DVB-C benötigt es keine zusätzliche Infrastruktur
(Kabelnetze etc) und bietet somit auch in ländlicheren
Gegenden Fernseh- und Rundfunkempfang. Für den Empfang von
DVB-S wird dennoch ein Universal-LNB, ein Digitalband
tauglicher Multischalter sowie ein Digitalreceiver
erforderlich.
DVB-S2: Mit der Nachfolger-Version von
DVB-S (März 2005) kann durch verbesserte Kodierungs-,
Modulations- und Fehlerkorrekturverfahren eine 30% höhere
Datenübertragungsrate zur Verfügung gestellt werden.
DVB-T: Das "Digital Video Broadcasting
Terrestrial" bezeichnet die erdgebundene Verbreitung
digitaler Fernsehsignale in der Atmosphäre. DVB-T ist in
vielen asiatischen und afrikanischen Staaten Standard für
die Übertragung von digitalem Fernsehen und Hörfunk per
Antenne geworden. Jedoch heißt DVB-T nicht in jedem Land
DVB-T: In Irland beispielsweise ist es bekannt unter dem
Begriff "Digital Terrestrial Television" (DTT), in
Frankreich wiederum unter "Télévision Numérique Terrestre"
(TNT). Erforderlich für den Empfang von DVB-T ist ein
Digitalreceiver oder Fernseher mit integriertem DVB-T-Tuner,
bei schwachem Empfang auch eine aktive Empfangsantenne zur
Signalverstärkung. Es gibt auch kleine Antennen für
Notebooks, die über USB 2.0 angeschlossen werden. Ältere
Notebooks mit USB 1.1-Anschlüssen benötigen eine besondere
Einsteckkarte mit MPEG2-Decoder.
DVB-T2: Geplanter Nachfolger des
DVB-T-Standards. Hierbei sollen die Programme auch in HDTV
übertragen werden können. Erscheinen soll das Ganze dann
frühestens Ende 2009.
DVB-X: Siehe DVB-H.
DVD: Digital-Versatile-Disc. Diese beinhaltet sowohl
Ton-/ als auch Bildinformationen.
Kann nur über DVD-Player wiedergegeben werden.
Die DVD ist ein optisches Speichermedium, das die CD-ROM als
Speichermedium abgelöst hat. Rein äußerlich ähnelt
eine DVD einer klassischen CD-ROM.
DVDs können ein- oder zweiseitig sein und auf pro Seite eine
oder zwei Schichten aufweisen. Bei zwei Schichten ist die
obere Schicht halbtransparent, um die Laserabtastung der
unteren Schicht zu ermöglichen.
DVDs beruhen auf dem MPEG2 Standard (siehe MPEG-2) für
Datenkompression.
Hinweis:
DVDs sind teilweise mit Ländercodes versehen. Sie können nur
von Geräten wiedergegeben werden, die mit dem jeweiligen
Ländercode versehen sind. (siehe
Heimkino-Wissen)
DVD-A: Bezeichnet eine spezielle Variante der DVD,
auf der lediglich Audiodateien gespeichert sind. Vorteile
dieser im DVD-Book C definierten Disk liegen auf der Hand:
eine maximale Abtastrate von 192 kHz, eine Samplingtiefe von
24 Bit sowie die verlustfreie Wiedergabe von bis zu sechs
digitalen Tonspuren über die Codecs MPEG2, Dolby Digital,
DTS und MLP. Mittlerweile wurde die DVD-Audio, die lange
Zeit im Konkurrenzkampf zur SACD stand, jedoch von der
Blu-Ray-Disk verdrängt.
DVD-R: Bezeichnet einen 1-fach
beschreibbaren DVD-Rohling. Die Speicherkapazität beträgt
bei normalen DVD-Rohlingen 4,7 GB, bei
Double-Layer-Rohlingen 8,5 GB.
DVD-RAM: Eine weitere Form der
wiederbeschreibbaren DVD-Rohlingen, die hauptsächlich bei
Camcordern und DVD-Rekordern, aber auch im PC-Bereich zum
Gebrauch kommen. Die Abkürzung RAM steht hierbei für "Random
Access Memory" und soll verdeutlichen, dass auf DVD-RAMs ein
Direktzugriff erfolgen kann, da jeder Speicherort direkt
über seine Speicheradresse angesprochen werden kann und die
Daten nicht sequentiell oder in Blöcken ausgelesen werden.
DVD-RAMs überstehen bis zu 100.000 Lese- und
Schreibvorgänge, dass ist das 100-fache einer DVD-RW. Wie
bei normalen DVD-Rohlingen stehen auch hier im Single-Layer
4,7 GB, im Double-Layer 8,5 GB zur Verfügung.
DVD-RW: Bezeichnet einen mehrfach
beschreibbaren DVD-Rohling. Die Speicherkapazität beträgt
bei normalen DVD-Rohlingen 4,7 GB, bei
Double-Layer-Rohlingen 8,5 GB.
DVD-Player: Gerät zur Wiedergabe von DVDs. Anschlüsse
hierfür sind sowohl am Fernseher als auch an der HiFi-Anlage
vorhanden. Des weiteren bietet ein DVD-Player die
Möglichkeit Audio CDs, CD-Rs, CD-RWs, MP3-Disks, DivX-Filme,
JPEG-Bilder, SACDs, DVD-As, WMAs, V-CDs, SV-CDs, DVD-RWs,
DVD-R, und DVD+Rs abzuspielen.
DVI: DVI steht für Digital Video Interface und ist
die erste digitale Schnittstelle für Videodaten in der
Heimkinowelt. Wichtig für ein problemloses Funktionieren von
DVI für Videodaten (z. B. DVD) ist, dass auf beiden
verbundenen Geräten der Kopierschutz HDCP (siehe HDCP)
korrekt vom Hersteller implementiert wurde.
Dynamischer Fokus: Korrekturschaltung in Fernsehern.
Verbessert die zum Bildrand - technisch bedingt - abfallende
Schärfe. Sinnvolle Technik - verteuert allerdings TV-Geräte.