CA-Modul: Das CA-Modul ist ein Bauteil, bestehend aus
Hard- und Software, das in einen Slot eines Sat-Receivers
mit CI-Schnittstelle geschoben wird und die zugehörige
SmartCard aufnimmt. Beides ist erforderlich zum Empfang von
Pay-TV-Programmen. Unterschiedliche Programme können - je
nach Verschlüsselungssoftware, die die zugehörige SmartCard
fordert - unterschiedliche CA-Module erforderlich machen.
I.d.R. genügen allerdings zwei Slots zur Aufnahme von
CA-Modulen. CA-Module gibt es nicht nur für Pay-Programme,
sondern auch für zusätzliche Anwendungen wie Speicherkarten
oder Modems.
Carrier: Bezeichnet in der Satellitentechnik eine
Trägerfrequenz zur modulierten Übertragung von Audio- und
oder Videosignalen.
CATV: Communita Antenna; steht für
Verbreitungssysteme von TV-Signalen über Kabel.
CAV: Bezeichnet ein Verfahren zum
Lesen und Beschreiben von optischen Speichermedien. Beim
CAV-Verfahren rotiert die Disk im Laufwerk mit
gleichbleibender Geschwindigkeit, was Verzögerungen beim
Zugriff minimiert und gleichzeitig den Herstellern die
Möglichkeit bietet, ihre Laufwerke einfacher zu
konstruieren. Wird der äußere Rand der Disk vom Laser
beschrieben kann mit CAV eine höhere Datenrate erreicht
werden, da viele Brenner ihre maximale Brenngeschwindigkeit
erst im äußeren Bereich erreichen können.
CEC: Die "Consumer Electronics Control"
ermöglicht eine geräteübergreifende Steuerung von
Heimkinokomponenten. Somit kann man bis zu zehn CEC-fähige
Geräte mit nur einer Fernbedienung kontrollieren. Sind die
Geräte mit HDMI untereinander verbunden, können über dieses
Protokoll sogar Einstellungen mit nur einem Tastendruck an
allen Geräten vorgenommen werden. Jedoch ist CEC nicht immer
gleich CEC: Samsung nennt diese Technik "AnyNet+", Panasonic
wiederum "Viera Link", usw.
Center-Lautsprecher: Die komplette
Lautsprecherausrüstung für Dolby-Surround (siehe Heimkino-Wissen)
besteht aus zwei Front-Lautsprechern, zwischen denen sich
ein so genannter Center befindet, und zwei Surroundboxen
hinter dem Hörer. Der Center bewirkt, dass Effekte, die
genau von vorne kommen sollen, dies auch tatsächlich tun.
Center-Mode: Damit wählt man den passenden
Mittelkanal-Modus für die Center-Box einer Surround-Anlage
(siehe Surroundanlage). Unterschieden wird zwischen >large<,
>small< und >none<, also zwischen großen Centerboxen, die
auch Frequenzen unterhalb etwa 80 Hertz wiedergeben können,
kleinem und keinem Center. Im letzten Fall geben die beiden
Hauptlautsprecher auch die Centersignale wieder.
Chapter: Englisch für Kapitel. Ein DVD-Titel ist in
mehrere Kapitel unterteilt, in die man schnell mittels
Tastendruck am DVD-Player springen kann.
CI-Schnittstelle: CI steht für Common Interface; eine
offene und genormte Schnittstelle im Sat-Receiver, die beim
Pay-TV einen Anbieterwechsel problemlos ermöglicht. Decoder
oder Digital-Receiver verfügen über einen Einsteckschlitz (Slot)
in den ein CA-Modul (CAM) eingeschoben wird. Die Hard- und
Software-Schnittstelle des CA-Moduls muss mit der
Schnittstelle im Einsteckschlitz des Decoders oder Receivers
kompatibel sein. Dies ist der Fall, wenn beide den
Spezifikationen der genormten CI-Schnittstelle entsprechen.
Siehe CAM und SmatCard.
Cinema-Modus: Der Cinema-Modus bietet
bei vielen Fernsehgeräten, Blu-Ray Playern oder auch Beamern
dem Zuschauer die Möglichkeit Filme in der originalen
Kinogeschwindigkeit mit 24 Bildern je Sekunde (24p-Modus)
abzuspielen. Man erlebt den Film genauso, wie er aus der
Kamera kommt. Herkömmliche Geräte mit 25 Bildern je Sekunde
beschleunigen den Film künstlich um 4 % und verändern so
auch die Stimmlage der Schauspieler. Stimmung und Effekte
können auf diese Weise verloren gehen.
Cinema-Scope: Bei dieser
kostengünstigen Technik zur Aufzeichnung von Breitbildern im
Anamorph-Verfahren wird mit einer speziellen
Linsenkonstruktion das gesamte Bild in die Breite, jedoch
nicht in die Höhe gestaucht. Bei einer späteren Wiedergabe
wird mit einer zylindrisch geschliffenen Linse das Bild
wieder entzerrt.
Clouding: Ab und zu treten sie auf:
Wolken. Bei besonders dunkeln Szenen sieht man helle
Lichteffekte im Bild, die durch eine Verspannung des Panels
im Gehäuse hervorgerufen werden.
CLV: Die "Constant Linear Velocity"
bezeichnet ein Verfahren zum Beschreiben und Lesen von
optischen und magnetischen Datenträgern mit einer konstanten
Lineargeschwindigkeit. Die Datenrate bleibt bei diesem
Verfahren stets dieselbe, was jedoch auch bedeutet, dass in
den äußeren Bereichen einer Disk das Medium langsamer
gedreht werden muss, um eine konstante Datenrate
beizubehalten.
Codec: Eine Art Programm, das Daten
codiert und decodiert mit dem Ziel der Verkleinerung der
Datenmenge und der damit verbundenen Verringerung der
Bandbreite. Die Verringerung der Größe wird beispielsweise
häufig durch die Reduktion der Dynamik und einer
Kompri-mierung des Signals erreicht. Beispiele für einige
Codecs sind neben H.264 und DivX auch MP3.
Codefree: Feature eines DVD-Players, das es erlaubt,
DVDs mit unterschiedlichen Regionalcodes abzuspielen. Kauf
und Nutzung von Codefree-DVD-Playern ist für Handel und
Verbraucher legal. Der gewerbliche Handel mit DVDs, die
nicht Code 2 besitzen, ist hingegen in Deutschland nach dem
seit 1995 geltenden Markenrecht illegal.
Common Interface: Der Steckplatz für
die Zugangskarte zum Pay-TV-Sender Premiere in der
Set-Top-Box wird als Common Interface bezeichnet.
Component Video: Mit Component Video
wird allgemein ein Videosignal bezeichnet, dass in zwei oder
mehr Bestandteile zerlegt wurde. Diese Bestandteile können
Farben und auch Helligkeiten betreffen. So wird bei S-Video
das Bild in Farben und Helligkeit zerlegt, bei RGB analog
hingegen wird das Bild in drei monochrome Teilbilder
zerlegt.
Theoretisch sind auch Anschlussvarianten wie
VGA bei Computern oder SCART im Heimkino Component
Video-Anschlüsse, da sie unter anderem ein RGB-Signal
übertragen. Gemeinhin versteht man unter Component Video
jedoch 3 Cinch-Stecker, aufgeteilt in YPbPr oder YCbCr.
Dieser Anschluss überträgt ausschließlich Videodaten.
Aufgrund der zur Verfügung stehenden Übertragungskapazität
ist es mit diesem Component Video-Anschluss möglich,
Auflösungen bis zu 1080p zu übertragen, oft ist es jedoch
wegen Kopierschutzmaßnahmen nicht mehr erlaubt, Videosignale
in so hoher Qualität ungeschützt zu transportieren, weshalb
man für höhere HD-Auflösungen ausschließlich HDMI verwenden
darf.
YPbPr ist der Anschluss bei analoger Übertragung. Y steht
für das Helligkeitssignal, Pb für das Farbsignal, das die
Abweichung von Blau zu Grau charakterisiert und Pr für das
Signal, das für die Abweichung von Rot zu Grau steht.
Gleichzeitig wird mit dem Helligkeitssignal auch ein
Synchronisationssignal zum Zusammenfügen des Bildes
übertragen.
YCbCr ist die Bezeichnung, wenn das Bild Digital übertragen
wird. Wie im analogen Modell steht Y auch hier für die
Helligkeit, Cb für die Blaudifferenz und Cr für die
Rotdifferenz. Beide Modelle können auch aus dem RGB-Modell
errechnet werden.
Composite: Verbundsignal aus Farb- und
Schwarz-Weiß-Signal-Anteil eines Bildes über nur eine
Leitung, erkennbar an der gelb markierten Cinch-Buchse mit
der Aufschrift "Video" (auch FBAS-Signal genannt). Steht im
Rang der Übertragungsqualitäten unter den Verfahren S-Video
(siehe S-Video), RGB (siehe RGB) oder YUV (siehe YUV).
CSS: Content-Scrambling-System, der Kopierschutz der
DVD, der auf einem 40-Bit-
Verschlüsselungsverfahren basiert. Jedoch ist dieser Schutz
eher uneffektiv und wurde bereits 1999
geknackt.
Cubes: Modulare Bildwände, mitunter auf Messen zu
sehen. Vereinfacht ausgedrückt werden mehrere Monitore
zusammengestellt um so ein Großbild darzustellen.
Splitrechner sorgen dafür, dass jeder Monitor nur den ihm
zugewiesenen Bildanteil darstellt.
CVBS: Colour Video Based Signal. Englische
Bezeichnung für die FBAS-Bildübertragungsnorm, die heute
noch bei allen Video-, DVD-, Blu-Ray- und Fernsehgeräten in
Form eines gelben Anschlusses mit der Bezeichnung "Video
Out" zu finden ist. CVBS ist die einfachste und damit auch
die Qualitätsmäßig schlechteste Bildübertragungsnorm die es
bei uns gibt. Üblicher Weise wird zur Übertragung einfach
das Standardsignal PAL verwendet. Bei CVBS werden die
gesamten Bilddaten (Farbsignal, Bildsignal, Austastsignal
und Synchronisationssignal) in einer Leitung
"zusammengemischt". Für die Übertragung des Bildes wird
somit theoretisch nur ein Draht benötigt. Allerdings ist
auch eine Masseleitung bzw. Abschirmung nötig, so dass man
zweiadrige Leitungen verwendet. Ton wird über eine CVBS
Leitung nicht übertragen. Dafür sind weitere Leitungen
erforderlich. Als großen Vorteil kann man bei CVBS nur die
einfache und weit verbreitete Anschlussmöglichkeit nennen.
Einen CVBS Anschluss hat heute eigentlich jedes Gerät,
entweder über einen Cinch-, oder über einen Scart-Anschluss.
Der Anschluss kann über einfache- und günstige Leitungen
erfolgen. Das CVBS Signal kann jedes Gerät verarbeiten.