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Heimkino-Lexikon

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BD+: Bezeichnet einen sehr effizienten Kopierschutz für Blu-Ray Discs. Er wurde Mitte 2007 zusätzlich zum bereits existierenden AACS eingeführt. Basierend auf einer Java Virtual Machine überprüft der Kopierschutz nach Einlegen einer Disc im Hintergrund, ob die Ausgabe des Films manipuliert wird. Die virtuelle Maschine ist beispielsweise in der Lage mittels auf der Disc abgelegter Programme zu kontrollieren, ob unerlaubter Weise versucht wird, die Disc auszulesen oder ob der Player modifiziert worden ist. Tritt eine solche Unregelmäßigkeit auf, wird der Abspielprozess sofort unterbrochen.

BD-J: Blu-Ray Disc Java, kurz BD-J, bezeichnet eine Java-Variante, welche die Speicherung und Ausführung interaktiver Inhalte auf Blu-Ray Playern ermöglicht. Auf dieser Plattform bauen beispielsweise BD-Live und Blu-Ray magic auf.
Je nach Blu-Ray Profil ist dann das Einblenden von Bild-in-Bild Inhalten und der Abruf von Zusatzmaterial zum jeweils eingelegten Film über einen Netzwerkanschluss möglich. Dabei kann es sich beispielsweise um kurze Trailer, Dokumentationen, Spiele oder auch Shoppingdienste handeln.

Beamer: Englische Bezeichnung für einen Bildschirmprojektor, der zur Darstellung von Bildern, Präsentationen oder Videos auf eine Leinwand verwendet wird. Ein Beamer kann je nach Modell und Einsatzzweck über verschiedene Anschlüsse mit Bildinformationen versorgt werden, z. B. VGA, DVI, SVHS, YUV.

Bildformat: Verhältnis von Breite zu Höhe eines TV-Bildes o.ä. Das erwähnte Standard-TV-Bild hat das Format 4:3, im Gegensatz dazu hat das Standard-Breitbild ein Format von 16:9.

Bildprozessor: Prozessor, der vor einen Projektor geschaltet wird, entweder als Board eingebaut, oder als Stand-alone-Gerät. Der Bildprozessor führt Operationen wie Line-Doubling (siehe Linedoubler) , Line-Tripling (siehe Linetripling), Quadrupling (siehe Quadrupler), Frame-Doubling (siehe Frame-Doubling), 16:9-Umschaltung (siehe 16:9-Umschaltung), 3/2-Pull-Down (siehe 3/2-Pull-Down) etc. durch und übergibt das entsprechend geänderte Videosignal an den Projektor.

Bildpunkt: Auch Pixel genannt, bezeichnet die kleinste Einheit eines Display-Panels. Je höher die Anzahl der Pixel, desto feiner, schärfer und detailreicher ist meistens die mögliche Bildauflösung.

Bildwechselfrequenz: Diese Einheit wird gemessen in Hz (siehe Hertz) und gibt an wie oft in einer Sekunde ein Bild neu aufgebaut wird. Der Elektrostrahl fängt in der obersten Zeile der Bildröhre an und schreibt dann Zeile für Zeile sein Bild auf die Bildröhre, bis er in der untersten Zeile angekommen ist. Bei PAL (siehe PAL) wird ein Frame 50 mal in der Sekunde aufgebaut (50 Hz), bei NTSC (siehe NTSC) 60 mal in der Sekunde. Auch in den neuen HDTV-Standards (siehe HDTV) hat sich hier nichts verändert.

Bitstream: Bezeichnet eine digitale Datenübertragungsvariante, bei der eine kontinuierliche Folge von Bits als unverarbeitetes Tonsignal (Rohmaterial) am Digitalausgang ausgegeben wird. Mit einem Receiver oder Verstärker kann dieses Signal dekodiert und wiedergegeben werden. Beispielsweise verwenden sehr viele Blu-ray Player einen Bitstream für die Ausgabe der HD-Tonformate Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD und DTS-HD.

Blu-Scape Shorts: Bezeichnet hochaufgelöste Kurzfilme, die als Extras bzw. als eigenständige Filme auf vielen Blu-Ray Discs auftauchen. Sie dienen ähnlich wie das Bonusmaterial einer DVD dazu, die Kauflust für weitere Filme zu wecken, weshalb sie häufig mit einigen Spezialeffekten ausgestaltet sind.

Blu-Ray: Die Blu-Ray-Disc ist (im Konkurrenzkampf zur HD-DVD, siehe HD-DVD) der kommende Nachfolger der DVD (siehe DVD). Im Gegensatz zu anderen optischen Speichermedien wird bei Blu-Ray-Discs blau-violettes Laserlicht (405 nm) angewendet und die Speicherung erfolgt in mehreren Schritten. Pro Schicht können auf einem Blu-Ray-Rohling (Single-Layer) bis zu 25 GB gespeichert werden. Bei Double-Layer-Rohlingen bis zu 50 GB. Die Spezifikationen lassen bis zu 100 GB je Rohling zu. Somit passen ganze HDTV-Filme (siehe HDTV) im MPEG2-Format (siehe MPEG-2) auf einen Rohling. Zum Abspielen von Blu-Ray-Discs benötigt man einen Blu-Ray-Disc-Player. (Weitere Informationen dazu im Heimkino-Wissen)

BNC: Bezeichnet einen Stecker für Koaxialkabel. Er wurde nach seinen Erfindern Paul Neill und Carl Concelman benannt und kam Anfang der 1950er Jahre auf den Markt. Geläufig sind zwei verschiedene Versionen des Steckers. Es gibt eine Variante mit 50 Ohm Wellenwiderstand und eine mit 75 Ohm. Der Wellenwiderstand ist ein Maß dafür, wie leicht sich beispielsweise akustische Wellen in einem Medium ausbreiten können. Die verschiedenen Steckertypen können miteinander verbunden werden, obgleich es aufgrund des unterschiedlichen Widerstandes zu Störungen kommen kann. Diese Stecker können außerdem relativ hohe Frequenzen von teilweise bis zu 4 GHz übertragen. Der BNC-Stecker besteht aus einem Innenleiter und einem Außenleiter, der als Abschirmung gegenüber störenden Feldern fungiert. Dieser Steckertyp wird häufig in der Video- und Audioübertragung eingesetzt und stellt eine Alternative zum weit verbreiteten Cinch-Anschluss dar.

Boxenkonfiguration: Fünfkanal-Sound bedeutet nicht zwangsläufig fünf große
Lautsprecher. Alle AV-Receiver lassen sich unterschiedlichen Boxensets flexibel anpassen. Je nach Größe (kleine Boxen werden nicht mit Bässen belastet) oder An- beziehungsweise Abwesenheit der Boxen (beispielsweise ohne Center-Lautsprecher) verteilen die AV-Receiver die fünf Kanäle auf die vorhandenen Lautsprecher.

Boxen-Setup: Damit alle Surround-Lautsprecher harmonisch zusammenspielen, sind verschiedene Einstellungen nötig: Größe und Anzahl der Boxen, Verzögerungszeit (sie hängt von der Entfernung der Boxen vom Hörplatz ab), das Einpegeln der Lautstärke für die beiden Frontkanäle, den Center, Subwoofer und die Surroundkanäle mit einem Testtonsignal.
 

 

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