Banding: Bezeichnet abgestufte Farbverläufe und
stellt ein Problem der digitalen Darstellung von Farben dar.
Ursache ist eine zu geringe Farbauflösung (Bit) pro Kanal.
BAS-Signal: Das Bild-Austast-Synchron-Signal
bezeichnet das komplette Fernsehsignal für die
Schwarzweiß-Bildübertragung, das sich aus dem Bildsignal
(B), dem Austastsignal (A) und dem Synchronisationssignal
(S) zusammensetzt. In der Farbbildübertragung kommt
entsprechend das FBAS (Farb-BAS) bzw. CVBS (Colour Video
Baseband Signal) zum Einsatz, das zusätzlich die
Farbinformationen enthält.
Bass-Peak-Management: Bezeichnet eine Funktion des
THX-Schaltkreises. Der lauteste Teil eines Film-Soundtracks
ist der Bassanteil, welcher an den über den LFE-Kanal (Low
Frequency Effects) angeschlossenen Subwoofer ausgegeben
wird. Durch die extrem große Dynamik eines Dolby Digital
Soundtracks kann es daher vorkommen, dass der Subwoofer
Signale übertragen muss, die sein Leistungsvermögen
übersteigen. Die Folge wären erhebliche Klangbeeinflussungen
durch Verzerrungen und Durchschlagen des Basssystems. Durch
Bass-Peak-Management wird das Basssignal auf einen
Spitzenwert begrenzt, so dass das Leistungsprofil des
Subwoofers nicht überschritten wird.
BD+: Bezeichnet einen sehr effizienten
Kopierschutz für Blu-Ray Discs. Er wurde Mitte 2007
zusätzlich zum bereits existierenden AACS eingeführt.
Basierend auf einer Java Virtual Machine überprüft der
Kopierschutz nach Einlegen einer Disc im Hintergrund, ob die
Ausgabe des Films manipuliert wird. Die virtuelle Maschine
ist beispielsweise in der Lage mittels auf der Disc
abgelegter Programme zu kontrollieren, ob unerlaubter Weise
versucht wird, die Disc auszulesen oder ob der Player
modifiziert worden ist. Tritt eine solche Unregelmäßigkeit
auf, wird der Abspielprozess sofort unterbrochen.
BD-J: Blu-Ray Disc Java, kurz BD-J,
bezeichnet eine Java-Variante, welche die Speicherung und
Ausführung interaktiver Inhalte auf Blu-Ray Playern
ermöglicht. Auf dieser Plattform bauen beispielsweise
BD-Live und Blu-Ray Magic auf.
Je nach Blu-Ray Profil ist dann das Einblenden von
Bild-in-Bild Inhalten und der Abruf von Zusatzmaterial zum
jeweils eingelegten Film über einen Netzwerkanschluss
möglich. Dabei kann es sich beispielsweise um kurze Trailer,
Dokumentationen, Spiele oder auch Shoppingdienste handeln.
BD-Audio: Das Blu-Ray-Profil 3.0 wurde
für reine Audio-Blu-Ray-Disks entwickelt, besitzt aber
derzeit noch keinerlei Marktrelevanz.
BD-Live: Das Blu-Ray-Profil 2.0, auch
bekannt als BD-Live, wurde kurz nach dem Erscheinen von
Profil 1.1 (Bonus View) im Januar 2008 veröffentlicht. Mit
diesem Profil werden neue Anforderungen an die
Blu-Ray-Player gestellt. BD-Live-Player benötigen einen
Gigabyte internen Speicher sowie eine Netzwerkschnittstelle
und einen Internetzugang, um das Herunterladen von neuen
Inhalten durch den Benutzer zu ermöglichen. Doch Vorsicht:
Nicht jeder Blu-Ray-Film unterstützt diese Features - nur
Filme mit dem "BD-Live"-Logo nutzen alle 2.0-Funktionen.
BD-R: Bezeichnet einen einfach
beschreibbaren Blu-Ray-Rohling (Blu-Ray-Disk recordable).
BD-RE: Bezeichnet einen mehrfach
beschreibbaren Blu-Ray-Rohling (Blu-Ray-Disk rewriteable).
Nach vielen Herstellerangaben können diese Rohlinge bis zu
1000 mal beschrieben und wieder gelöscht werden.
BDAV: Mit BDAV wird die Lücke zwischen
HD-Camcordern für private Videos und der anschließenden
Wiedergabe auf einem Blu-Ray-Player geschlossen. Im
Gegensatz zu BDMV, welches hauptsächlich in professionellen
Authoring-Studios genutzt wird, beinhaltet BDAV keinen
Kopierschutz - aber auch kein Menü.
BDMV: BDMV (Blu-Ray-Disk Movie) ist
die professionellere Methode um eigene HD-Filme
(beispielsweise von HD-Camcordern) zu brennen und auf dem
Blu-Ray-Player abzuspielen. Im Gegensatz zu BDAV bietet BDMV
jedoch weitere Features. Beispielsweise können vor dem
eigentlichen Film eigene Menüs erstellt werden, die optional
auch mit BD-J aufgewertet werden können. Die Speicherung der
Filmdateien kann im AVC-, VC-1- oder MPEG2-Format erfolgen.
Für Audiofiles ist die Verwendung von Dolby True-HD, Dolby
Digital Plus, Dolby Digital, DTS-HD Master, DTS oder LPCM
vorgesehen. BDMV beinhaltet jedoch auch einen Kopierschutz,
der in Form von AACS oder BD+ auftritt.
Beamer: Englische Bezeichnung für
einen Bildschirmprojektor, der zur Darstellung von Bildern,
Präsentationen oder Videos auf eine Leinwand verwendet wird.
Ein Beamer kann je nach Modell und Einsatzzweck über
verschiedene Anschlüsse mit Bildinformationen versorgt
werden, z. B. VGA, DVI, SVHS, YUV, HDMI usw.
Betrachtungswinkel: In der Projektortechnik und bei
Rückprojektoren gibt der Betrachtungswinkel an, in welchem
Abstand zur Mittellinie das Bild noch gut und ohne
Einschränkungen wahrnehmbar ist. Ohne nähere Angabe ist
meist der horizontale Betrachtungswinkel gemeint, in der
Praxis von geringerer Bedeutung, aber im Prinzip genauso
wichtig ist der Vertikale Betrachtungswinkel. Ein guter
horizontaler Betrachtungswinkel liegt bei etwa 110 bis 130
Grad (d. h. 55 bis 65 Grad jeweils links und rechts von der
Mittellinie). Mit zunehmendem Abstand von der Mittellinie
kann die Bildqualität progressiv und überproportional
abnehmen. Ursache kann bei der Frontprojektion eine Leinwand
mit zu hohem Gain-Faktor sein (was im übrigen auch einen
störenden Hot-Spot erzeugen kann). Bei Rückprojektoren
spielt der Einfluss von Umgebungs- oder Streulicht eine
Rolle. Deswegen kann es speziell bei Rückprojektoren schon
bei geringen Abweichungen von der optimalen
Zuschauerposition vorkommen, dass man nur eine dunkle
Scheibe erkennt.
Bildformat: Verhältnis von Breite zu Höhe eines
TV-Bildes o. ä. Das erwähnte Standard-TV-Bild hat das Format
4:3, im Gegensatz dazu hat das Standard-Breitbild ein Format
von 16:9.
Bildprozessor: Prozessor, der vor einen Projektor
geschaltet wird, entweder als Board eingebaut, oder als
Stand-alone-Gerät. Der Bildprozessor führt Operationen wie
Line-Doubling (siehe Linedoubler) , Line-Tripling (siehe
Linetripling), Quadrupling (siehe Quadrupler),
Frame-Doubling (siehe Frame-Doubling), 16:9-Umschaltung
(siehe 16:9-Umschaltung), 3/2-Pull-Down (siehe
3/2-Pull-Down) etc. durch und übergibt das entsprechend
geänderte Videosignal an den Projektor.
Bildpunkt: Auch Pixel genannt. Bezeichnet die
kleinste Einheit eines Display-Panels. Je höher die Anzahl
der Pixel, desto feiner, schärfer und detailreicher ist
meistens die mögliche Bildauflösung.
Bildwechselfrequenz: Diese Einheit wird in
Hz (siehe Hertz) gemessen und gibt an, wie oft in einer Sekunde ein
Bild neu aufgebaut wird. Der Elektrostrahl fängt in der
obersten Zeile der Bildröhre an und schreibt dann Zeile für
Zeile sein Bild auf die Bildröhre, bis er in der untersten
Zeile angekommen ist. Bei PAL (siehe PAL) wird ein Frame 50
mal in der Sekunde aufgebaut (50 Hz), bei NTSC (siehe NTSC)
60 mal in der Sekunde. Auch in den neuen HDTV-Standards
(siehe HDTV) hat sich hier nichts verändert.
Bitrate: Sagt aus wie schnell Bits über eine digitale
Datenleitung transportiert werden. Gemessen in Bits pro
Sekunde, Abk. bps (Bits per Second) bzw. Mbit/s (= 1 Mio.
bps) oder baud. Eine CD überträgt im Standard die Daten mit
1,4 Mbit/s, eine DVD mit 11,08 Mbit/s.
Bitstream: Bezeichnet eine digitale
Datenübertragungsvariante, bei der eine kontinuierliche
Folge von Bits als unverarbeitetes Tonsignal (Rohmaterial)
am Digitalausgang ausgegeben wird. Mit einem Receiver oder
Verstärker kann dieses Signal dekodiert und wiedergegeben
werden. Beispielsweise verwenden sehr viele Blu-Ray Player
einen Bitstream für die Ausgabe der HD-Tonformate Dolby
Digital Plus, Dolby TrueHD und DTS-HD Master.
Blu-Ray: Die Blu-Ray-Disc ist der
bereits sehr gut verkaufte Nachfolger der DVD
(siehe DVD). Im Gegensatz zu anderen optischen
Speichermedien wird bei Blu-Ray-Discs blau-violettes Laserlicht
(405 nm) angewendet und die Speicherung erfolgt in mehreren
Schritten. Pro Schicht können auf einem Blu-Ray-Rohling
(Single-Layer) bis zu 25 GB gespeichert werden. Bei
Double-Layer-Rohlingen bis zu 50 GB. Die Spezifikationen
lassen bis zu 100 GB je Rohling zu. Somit passen ganze
HDTV-Filme (siehe HDTV) im MPEG2-Format (siehe MPEG-2) auf
einen Rohling. Zum Abspielen von Blu-Ray-Discs benötigt man
einen Blu-Ray-Disc-Player. (Weitere Informationen dazu im
Heimkino-Wissen) Weiterhin unterstützen die Disks mit
hochauflösenden Bildern auch hochauflösenden Ton. Beispiele
dafür sind Dolby True-HD und DTS-HD Master.
Blu-Ray-Magic: Bezeichnet eine
Weiterentwicklung des Blu-Ray-Profils 2.0 (BD-Live). Mit
Blu-Ray-Magic können Blu-Ray-Player sich auch ohne das eine
Blu-Ray-Disk eingelegt ist, die Zusatzinhalte bietet, mit
dem Internet verbinden.
Blu-Ray-Profil: Aktuell existieren
vier verschiedene Blu-Ray-Profile, welche durch
Funktionsvorgaben die Fähigkeiten der Blu-Ray-Player
definieren. Mit dem Profil 1.0, welches bereits 2004
erschien, wird lediglich erklärt, dass ein bestimmter Player
Blu-Ray-Filme abspielen kann. Das Profil 1.1, welches Ende
2007 veröffentlicht wurde, beinhaltet einige neue
Hardware-Anforderungen an die Blu-Ray-Player. So muss z. B.
ein 1.1-Player über mindestens 256 MB lokalen Speicher und
einen zweiten Video- und Audiodecoder verfügen, damit er
Zusatzinhalte wiedergaben und Bild-In-Bild-Features bieten
kann. Das Profil 2.0, auch bekannt als BD-Live, wurde kurz
nach dem Erscheinen von Profil 1.1 (Bonus View) im Januar
2008 veröffentlicht. Mit diesem Profil werden neue
Anforderungen an die Blu-Ray-Player gestellt. BD-Live-Player
benötigen einen Gigabyte internen Speicher sowie eine
Netzwerkschnittstelle und einen Internetzugang, um das
Herunterladen von neuen Inhalten durch den Benutzer zu
ermöglichen. Doch Vorsicht: Nicht jeder Blu-Ray-Film
unterstützt diese Features - nur Filme mit dem "BD-Live"-Logo
nutzen alle 2.0-Funktionen. Das Blu-Ray-Profil 3.0 wurde für
reine Audio-Blu-Ray-Disks entwickelt, besitzt aber derzeit
noch keinerlei Marktrelevanz.
Blu-Scape Shorts: Bezeichnet
hochaufgelöste Kurzfilme, die als Extras bzw. als
eigenständige Filme auf vielen Blu-Ray Discs auftauchen. Sie
dienen ähnlich wie das Bonusmaterial einer DVD dazu, die
Kauflust für weitere Filme zu wecken, weshalb sie häufig mit
einigen Spezialeffekten ausgestaltet sind.
Blu-Spec CD: Eine von Sony entwickelte
Audio-CD, die vom Grundgedanken der Blu-Ray ähnelt. Denn
auch bei der Blu-Spec CD wird statt eines roten Lasers ein
blauer Laser verwendet, welcher eine niedrigere Wellenlänge
besitzt und somit präzisere Strukturen bei der Pressung der
Pits in die CD ermöglicht. Ein Blu-Ray-Player zum Abspielen
dieser Audio-CDs ist jedoch nicht notwendig, da die CDs
kompatibel zum Red-Book-Standard sind und somit auf jedem
CD- oder DVD-Player abgespielt werden können.
BNC: Bezeichnet einen Stecker für
Koaxialkabel. Er wurde nach seinen Erfindern Paul Neill und
Carl Concelman benannt und kam Anfang der 1950er Jahre auf
den Markt. Geläufig sind zwei verschiedene Versionen des
Steckers. Es gibt eine Variante mit 50 Ohm Wellenwiderstand
und eine mit 75 Ohm. Der Wellenwiderstand ist ein Maß dafür,
wie leicht sich beispielsweise akustische Wellen in einem
Medium ausbreiten können. Die verschiedenen Steckertypen
können miteinander verbunden werden, obgleich es aufgrund
des unterschiedlichen Widerstandes zu Störungen kommen kann.
Diese Stecker können außerdem relativ hohe Frequenzen von
teilweise bis zu 4 GHz übertragen. Der BNC-Stecker besteht
aus einem Innenleiter und einem Außenleiter, der als
Abschirmung gegenüber störenden Feldern fungiert. Dieser
Steckertyp wird häufig in der Video- und Audioübertragung
eingesetzt und stellt eine Alternative zum weit verbreiteten
Cinch-Anschluss dar.
Bonus-View: Das Blu-Ray-Profil 1.1
(Bonus View), welches Ende 2007 veröffentlicht wurde,
beinhaltet einige neue Hardware-Anforderungen an die
Blu-Ray-Player. So muss z. B. ein 1.1-Player über mindestens
256 MB lokalen Speicher und einen zweiten Video- und
Audiodecoder verfügen, damit er Zusatzinhalte wiedergaben
und Bild-In-Bild-Features bieten kann.
Boxenkonfiguration: Fünfkanal-Sound bedeutet nicht
zwangsläufig fünf große
Lautsprecher. Alle AV-Receiver lassen sich unterschiedlichen
Boxensets flexibel anpassen. Je nach Größe (kleine Boxen
werden nicht mit Bässen belastet) oder An- beziehungsweise
Abwesenheit der Boxen (beispielsweise ohne
Center-Lautsprecher) verteilen die AV-Receiver die fünf
Kanäle auf die vorhandenen Lautsprecher.
Boxen-Setup: Damit alle Surround-Lautsprecher
harmonisch zusammenspielen, sind verschiedene Einstellungen
nötig: Größe und Anzahl der Boxen, Verzögerungszeit (sie
hängt von der Entfernung der Boxen vom Hörplatz ab), das
Einpegeln der Lautstärke für die beiden Frontkanäle, den
Center, Subwoofer und die Surroundkanäle mit einem
Testtonsignal.
Broadcaster: Im Bereich Pay-TV eine Organisation, die
eine Folge von Ereignissen (Events) oder von Programmen
zusammenstellt, die dem Zuschauer nach einem Zeitplan
zugestellt werden.