A/V: Abkürzung für Audio/Video. Findet
z. B. Verwendung bei A/V-Receivern, die im Unterschied zu
Stereo-Receivern auch ein Kino-Tonformat verarbeiten können.
AAC: Advanced Audio Coding ist eine
Alternative zur MP3. Das Audiodatenkompressionsverfahren
benötigt lediglich ein Drittel so viel Speicherplatz, wie
eine gleichcodierte MP3. Außerdem wurden die Schwächen der
MP3 erkannt und mit AAC verbessert, so werden z. B. tonale
und geräuschhafte Elemente effektiver erkannt und kodiert.
AACS: Das Advanced Access Content System bezeichnet
das Verschlüsselungssystem, dass auf HD-DVDs (siehe HD-DVD)
und Blu-Ray-Discs (siehe Blu-Ray-Disc) angewandt wird, um
deren Inhalte vor dem unerlaubten Kopieren zu schützen. Es
basiert auf einem 128-Bit-AES-Algorithmus und enthält auch
Funktionen zum Sperren bestimmter Lizenz-
schlüssel. AACS soll wesentlich ausgereifter als der
bisherige DVD-Schutz CSS (siehe CSS) sein, wurde jedoch
schon im Frühjahr 2007 geknackt.
AB-Vergleich: Vorgehensweise beim Vergleich zweier
Audio- oder Video-Komponenten oder -Systeme unter
identischen Bedingungen. Der Begriff A-B steht für das
direkte Schalten von einer Quelle zu einer anderen, um einen
unbeeinflußten und möglichst objektiven Vergleich zu
ermöglichen.
Abschirmung: Viele Signale (siehe Signal), die in
HiFi- und Video-Anlagen übertragen werden müssen, sind sehr
klein und schwach. Sie lassen sich leicht durch äußere
elektrische und magnetische Felder stören. Um dies zu
verhindern, werden sie durch eine Abschirmung geschützt
(geschirmt). Dabei wird das Kabel wie eine Art Faradayscher
Käfig aufgebaut in dem das Signal weitgehend behütet
transportiert werden kann. Die Wirkung (das Schirmungsmaß)
wird in dB (siehe Dezibel) gemessen und beschreibt die
Abschwächung etwaiger Störungen.
Bei der Abschirmung eines Kabels gibt es große unterschiede
im Aufbau und natürlich in der Wirkung. Die einfachste Art
ist die sogenannte Spiralabschirmung. Hier werden einige
Drähte wie eine Spirale um den / die Signalleiter gelegt.
Dabei ist die Wirkung gerade ausreichend. Bei einem
Geflechtschirm werden Drähte sehr aufwendig um den
Signalleiter geflochten. Das Ergebnis ist eine größere
Flächendeckung und damit eine bessere Schirmwirkung. Eine
weitere Version ist der Folienschirm. Dabei wird eine meist
aluminiumbeschichtete Mylarfolie um den / die Leiter gelegt.
Den Kontakt zur Masse stellt dabei ein blanker Beilaufdraht
her.
Optimale Schirmwirkungen erreicht man durch Kombinationen
verschiedener Techniken. Doppelte und dreifache
Abschirmungen kombinieren Wendel-, Geflecht- und
Folienschirm um die Wirkung zu verbessern.
Absorber: Ein Element aus der Tontechnik, das in
bestimmten Stellen im Raum platziert wird und den Schall in
andere Energieformen (meist Hitze) umwandelt. Sie werden
also verwendet, um den Nachhall in beschallten Räumen zu
vermindern.
Abstrahlverhalten: Das Abstrahlverhalten eines
Lautsprechers gibt an, wie eng- oder breitwinklig der
Lautsprecher Schall
abstrahlt. Entscheidend dabei ist, dass der Abstrahlwinkel
bei allen Frequenzen gleichmäßig ist.
Abstrahlwinkel: Bereich, der sich vor einem
Lautsprecher ausbreitet, in dem die abgegebenen Töne gut
hörbar sind; je größer der Abstrahlwinkel, desto größer ist
dieser Bereich.
Abzweiger: Bezeichnet ein Bauteil in einer Sat-Anlage.
Dieses passive Element hat in einem Verteilsystem die
Aufgabe, einen Teil des Signals von der Stammleitung
abzuzweigen. Wichtig ist hier die Dämpfung des Abzweigers.
Davon hängt der Pegel des abgezweigten Signals ab.
AC-3-Signale: Das analoge Dolby Surround versorgt die
beiden hinteren Surroundboxen mit denselben Toneffekten.
Das digitale AC 3-Signal dagegen enthält für jeden
Lautsprecher der Surroundanlage eigene Informationen, die
ihnen der AC 3-Decoder über sechs diskrete Kanäle zuspielt.
Ergebnis: Ausgefeiltere Effekte, wie ein Schuss, der quer
durch den Raum jagt. Außerdem hat der digital gelieferte Ton
eine höhere Klangqualität. Dolby Digital-Signale liefern
derzeit nur DVDs und Laserdiscs.
Acuity: Von Panasonic meist für seine
Plasma-Fernsehgeräte (siehe Plasma) eingesetzte digitale
Bildverbesserungselektronik, die z. B. die wichtigsten
Qualitätsfaktoren des Bildes (Randzeichnung, Rauschabstand,
usw) kontrolliert.
Adapter: Adapter werden zur Verbindung verschiedenartiger
Anschlüsse verwendet. Es gibt sie in Form von Kabeln,
Steckern und Gehäusen mit Anschlussbuchsen.
Adaptive Decorrelation: Leistungsmerkmal im THX-Chip
eines THX-lizensierten Receivers. Bei
Mono-Surround-Informationen, z. B. bei DolbyPrologic,
verteilt der Prozessor das Surround-Signal in die rechten
und linken Kanäle der Rear-Speaker und vertauscht dann deren
relative Phase. Ziel dieser Operation ist, im Home-Cinema
die Umgebungseffekte in einer Geräuschkulisse darzustellen,
die möglichst nahe an die Räumlichkeit und Tiefenwirkung
herankommt, die in einem großen Kino vorherrschen. Bei
digitalem Mehrkanalton wie Dolby Digital oder DTS ist diese
Operation nicht erforderlich, da das Signal (siehe Signal)
von vorneherein nicht mono sondern diskret aufgebaut ist.
Daher wird Decorrelation automatisch abgeschaltet sobald der
Decoder den Eingang diskreter Signale im Decoder feststellt,
was mit dem Zusatz "Adaptive" zum Ausdruck gebracht wird.
AES: Advanced Encryption Standard. Sie bezeichnet die
Basis-Verschlüsselung von AACS (siehe AACS), die im Jahre
2000 eingeführt wurde.
AFC: Bezeichnet die automatische Frequenzkontrolle.
Dies ist ein Feature eines Sat-Receivers, das per
elektronischem Schaltkreis ungewollte Abweichungen von den
Einstellungen des Receivers korrigiert. So wird die
Empfangsqualität der empfangenen Kanäle automatisch stabil
gehalten.
AGC: Die Automatic Gain Control bezeichnet ein in
Sat-Receivern verwendetes Feature, das die Unterschiede in
der Intensität der empfangenen Signale ausgleicht, so dass
der Empfang entsprechend den einmal getroffenen
Einstellungen insgesamt stabil bleibt.
Alias Effekt: Auch Aliasing, Begriff, der vorwiegend
im Videobereich, seltener im Audiobereich verwendet wird.
Alias-Effekte werden durch unerwünschte Störfrequenzen
verursacht, die beim Umsetzen der Quellsignale in
Bildsignale entstehen. Ein Alias-Effekt kann z. B. eine
weiße Line sein, die sich durch das Bild zieht. Im
Audiobereich kann es sich um eine verzerrte Basswiedergabe
im Bereich der Übergangsfrequenzen handeln. Zur Abhilfe
werden Antialiasingfilter eingesetzt.
Analoger Ausgang: Meist als Cinch-Audio- oder
Mixed-Audio-Ausgang definiert, beispielsweise für den analogen
Anschluss von Fernsehern, Stereo- oder Surroundanlagen,
Videorecordern, Camcordern oder DVD-Playern.
Analogsurround: ProLogic-codierter 2-Kanal-Ton,
ausgegeben über den Mixed-Audio-Ausgang am DVD-Player. Wird
im AV-Receiver zur Wiedergabe auf vier Kanälen
entschlüsselt.
Anamorph: Bezeichnet das
Darstellungsverfahren, in dem ein Breitbild auf ein
schmaleres Format verzerrt wird, um die maximale
Bildqualität zu erhalten. Bei der Wiedergabe wird diese
Abbildung dann wieder entzerrt und es entsteht ein
vollflächiges Breitbild. PAL bedient sich beispielsweise
dieser Technik zur Umwandlung von Bildern im 4:3-Format in
das 16:9-Format. Um "Eierköpfe" zu vermeiden verkleinert man
die Bildhöhe im gleichen Maßstab wie die Breite, dadurch
bleiben oben und unten jedoch schwarze Ränder.
ANSI-Lumen: Der Begriff Lumen stammt
aus dem lateinischen und definiert die Maßeinheit für einen
Lichtstrom, der auf eine Projektionsfläche trifft. ANSI
wiederum ist die Abkürzung für das American National
Standards Institute. Der zusammengesetzte Begriff ANSI-Lumen
ist gegenwärtig in der Beamertechnik anzutreffen. Ermittelt
wird die Lumen-Leistung, indem man das Projektionsbild in
neun Quadrate unterteilt und den Durchschnitt der neun
verschiedenen Messwerte ermittelt. Leider weicht die vom
Hersteller angegebene Leistung oft vom tatsächlichen Wert
ab. Die Gründe dafür sind schnell gefunden: oftmals handelt
es sich bei diesen Werten um Maximalwerte oder fehlerhaft
geeichte Fotometer. Der aktuelle Schnitt der Leuchtkraft
liegt bei 2000 bis 4000 ANSI-Lumen. Alte Modelle kommen
nicht einmal über die 1000er Grenze. Da es sich aber wie
bereits erwähnt bei den Herstellerangaben um
Durchschnittswerte handelt, lassen sich leider vorab keine
Rückschlüsse auf die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung der
Projektionsfläche schließen.
Antialiasingfilter: Eliminiert Bild-
und Tonstörungen (Weiße Linie, verzerrter Bass, ...), die
bedingt durch den Alias-Effekt auftreten.
AnyNet+: Bezeichnet eine auf der
CEC-Technologie basierende Fernsteuerung von Audio- und
Videogeräten, somit kann man mit nur einer Fernbedienung
sein gesamtes Heimkino steuern. Bedingung ist, dass alle
Geräte mit HDMI-Kabeln miteinander verbunden sind und das
CEC-Protokoll unterstützen.
Arccos: Von Sony entwickeltes
Kopierschutzverfahren, das in Verbindung mit CSS (siehe CSS)
zum Einsatz kommt. Arccos ist ein
"dynamischer Kopierschutz", da jeder damit geschützte Film
einen eigenen Verschlüsselungscode haben kann.
Artefakte: Sie entstehen durch die
Veränderung einer Original-Quelle, beispielsweise durch
Kompressionen, Bildwandlungen oder mangelnder Abschirmung.
Bei Letzterem würde dies zu einem Brummen und somit einem
Akustikartefakt führen.
ATSC: Advanced Television Systems Committee. eine
US-amerikanische Organisation, die Standards für digitales
Fernsehen festlegt. Sie wurde 1982 als Teil des Advanced
Television Committee gegründet und hat ihren Sitz in
Washington, D.C.
Auflösung: Sie bezeichnet das Maß für Bildschärfe,
wird im Videobereich i. d. R. in Linien (horizontal, Spalten)
und Zeilen (vertikal) angegeben.
Auto-Azimuth: Bezeichnet eine Automatik, die
Phasenfehler im Eingangssignal eines ProLogic-Decoders
ausgleichen kann.
Authoring: Bezeichnet die Vereinigung
von fertig geschnittenem Videomaterial, Bildern, Tonspuren,
usw. zu einer fertigen DVD oder Blu-Ray-Disc. Zum Authoring
gehört weiterhin die normgerechte Kodierung der Audio- und
Videoformate, die Hinzufügung von interaktiven Menüs, die
Installation eines oder mehrerer Regionalcodes sowie die
Einbindung von Kopierschutzmechanismen.
AVCHD: Das Advanced Video Codec High
Definition bezeichnet ein digitales Aufzeichnungsformat für
Camcorder mit Aufzeichnung auf digitale Datenträger. Diese
Komprimierung ermöglicht es, Filme aufgrund ihres geringeren
Platzbedarfs statt auf Kassettenbändern auf 8cm DVDs oder
auch Speicherkarten zu speichern, was besonders für
Camcorder neue Möglichkeiten im Bereich der HD-Videoaufnahme
eröffnet. Die Videosignale werden mit H.264 kodiert und
anschließend in einen MPEG2-Transportstrom gepackt. AVCHD
unterstützt die üblichen Fernsehnormen, wie PAL, NTSC, 720p,
1080i und 1080p.