HiFi- und Heimkino-Kabel
Im Folgenden sind die gängigen HiFi- und Heimkino-Kabel
grafisch dargestellt und beschrieben. Informieren Sie sich
hier ausführlich darüber, mit welchem Kabel Sie die Bild-
und Tonsignale Ihres neuen Blu-Ray-Films verlustfrei
übertragen können.
Cinch:
Cinch-Stecker (Koaxialkabel) gehören zu den
weitverbreitetsten Steckern und sind in den meisten Fällen
durch einen weißen und roten Stecker gekennzeichnet, diese
stehen hierbei für die verschiedenen Kanäle, um
Verwechslungen zu vermeiden. Mit diesen beiden Steckern
können Sie beispielsweise Ihren CD-Player mit dem Verstärker
zur Übertragung der Tonsignale verbinden.

Composite / FBAS:
An dem gelben Composite-Eingang (oftmals mit der Aufschrift
"Video" gekennzeichnet) kann ein ebenfalls gelb markierter
Cinch-Stecker für die Übertragung von Bildmaterial
angeschlossen werden. Das Besondere bei dieser Technik ist,
dass die Bildsignale über eine einzige Leitung übertragen
werden, was dem Composite-Anschluss auch den entscheidenden
Vorteil in Sachen Qualität gegenüber anderen
Videoanschlüssen (HDMI, YUV, ") verschafft.
Common
Interface (CI):
Der Steckplatz für die Zugangskarte zum Pay-TV-Sender
"Premiere" in der Set-Top-Box wird als "Common Interface"
bezeichnet.

DVI:
Über den DVI-Anschluss werden Bildinformationen verlustfrei
(digital), etwa vom DVD-Player zum Fernseher oder Beamer
übertragen. Den Ursprung hat DVI in der Computertechnik zur
Verbindung von PC und Monitor.

Firewire:
Der Firewire-Anschluss ist vorwiegend im Videobereich, z. B.
bei Camcordern, zu finden. Es handelt sich bei Firewire um
einen seriellen Anschluss, der Daten mit einer
Geschwindigkeit von bis zu 3200 Megabit/s übertragen kann.
In einigen Fällen wird dieser Anschluss auch als "iLink"
(Sony), "lynx" oder "IEEE-1394-Standard" bezeichnet.
Mittlerweile dient diese Schnittstelle auch zur Übertragung
von Audiodaten, wie z. B. der zwischen PC und MP3-Palyer. Es
gibt ihn in der vier-, sechs- oder neunpoligen Ausführung.
HDMI:
Das "High Definition Multimedia Interface" ist eine Mitte
2003 entwickelte Schnittstelle zur vollen Übertragung von
Bild- und Tonsignalen über einen einzigen Stecker. HDMI ist
aktuell die erste Wahl, wenn es um die verlustfreie
Übertragung von Bild und Ton geht. Da seit einigen Jahren
der Heimkino-Bereich stark an Bedeutung dazugewonnen hat,
statten die meisten Flachbildfernseher-Hersteller ihre
Geräte bereits mit einem HDMI-Anschluss aus. Besitzt das
Gerät ein "HD-Ready"-Siegel, können über die
HDMI-Schnittstelle die hochauflösenden Bilder übertragen.
Dieser Anschluss ist mittlerweile kaufentscheidend, wenn es
um Fernseher oder Beamer geht. Außerdem eignet er sich zur
Übertragung von urheberrechtlich geschütztem Material (z. B.
aus einer Online-Videothek), denn das Signal enthält den
Kopierschutz HDCP. Ausführlichere Informationen erhalten Sie
im
Heimkino-Wissen!

Antennenkabel:
Das mittlerweile schon in die Jahre gekommene Antennenkabel
wird in Fachkreisen auch gerne mal als "Koaxialkabel"
bezeichnet. Es besteht im Inneren aus zwei Leitern und
übertragt Bild- und Tonsignale. Jedoch wird es in naher
Zukunft mehr und mehr an Bedeutung verlieren und durch
digitale Varianten, wie HDMI, ersetzt.
Scart:
Scart bezeichnet eine Steckervariante, auf der alle
möglichen Signale übertragen werden. Es kann z. B. eine
Übertragung von FBAS, S-Video und RGB-Signalen
(Rot-Grün-Blau, Primärfarben) oder eine beliebige
Kombination dieser Signale geben. Scart dient somit als
gängiger Anschluss für die Verbindung von Fernseher,
DVD-Player oder Video-Rekorder. Wichtig ist, dass Scart
keine Übertragungstechnik, sondern lediglich eine
Stecker-Art bezeichnet.
S-Video:
Der S-Video-Anschluss liefert eine deutlich bessere
Bildqualität, als das normale z. B. über Scart übertragene
FBAS-Signal, da Helligkeit und Farbinformationen getrennt
übertragen werden. Die typische Verbindungsart sind
Hosiden-Stecker. In einigen Fällen wird S-Video auch als
Y/C bezeichnet, wobei Y für Luminanz (schwarz/weiß) und C
für Chrominanz (Farbsignale) steht. Aber wie der Name schon
vermuten lässt, wird nur ein Bildsignal übertragen, für den
Ton müssten zusätzlich zwei Cinch-Kabel angeschlossen
werden. Einen Einsatzbereich hat S-Video oft bei Camcordern
oder digitalen Sat-Empfängern.

YUV:
Der analoge YUV-Anschluss wird durch drei Buchsen in den
Farben Grün, Blau und Rot gebildet. Das Bildsignal wird bei
dieser Technik in Helligkeit und Farbinformationen
aufgeteilt und bietet eine sehr gute Bildqualität, über die
sogar das hochauflösende Fernsehen "HDTV" übertragen werden
kann.
Klinke:
Der Klinken-Stecker kann als 2-polige (mono) oder 3-polige-
(stereo) Verbindung für Audiosignale in Erscheinung treten
und wird meist für Kopfhörer- oder Mikrofonsignale
verwendet. Es gibt Klinkenstecker mit 2.5, 3.5, 5.2 und 6.3
mm Durchmesser.

DIN:
Der DIN-Stecker dient der Verbindung von NF-Audiosignalen.
Diese Signale werden bei der Aufnahme und Wiedergabe über
getrennte Kontakte geführt.
F-Stecker:
Stecker an Antennen-Koaxkabeln, die in einer
Satellitenanlage verwendet werden. F-Stecker werden auf die
Buchse geschraubt (nicht gesteckt, wie herkömmliches
Antennenkabel mit Cinch-Steckern) und verwenden den
Innenleiter des Kabels als Pin des Steckers.
Toslink:
Toslink ist ein standardisiertes
Lichtwellenleiter-Verbindungssystem für optische
Signal-Übertragungen im Bereich bis etwa 20 MB/s. Oft ist
das von Toshiba entwickelte System auch unter dem Namen
optisches Digitalkabel zu finden. Wenn hochwertige Leitungen
verwendet werden, kann über Lichtwelle eine deutlich weitere
Strecke mit deutlich weniger Verlusten überbrückt werden.
Bei einer elektrischen Verbindung können elektromagnetische
Störungen auf die Leitung einwirken und das Signal
verfälschen. So etwas gibt es bei Lichtleitern jedoch nicht.
Diese Leitungen bestehen nur aus Kunststoff und sind somit
unempfindlich gegenüber magnetischen und elektrischen
Störungen. Bei Lichtleitern wird damit auch keine
Abschirmung benötigt. Die Geräte, die mit Lichtleitern
verbunden werden, haben damit auch keine elektrische
Verbindung zueinander. Oft ist eine solche elektrische
Querverbindung problematisch und kann z. B. ein Brummen in
den Lautsprechern verursachen.
XLR:
XLR ist ein Industriestandard für elektrische
Steckverbindungen.
Diese Steckverbindungen werden vor allem im professionellen
PA- und Studio-Bereich als Mikrofon-, Lautsprecher-Kabel
oder auch zur Übertragung von digitalen Lichtsteuerdaten (DMX)
verwendet.
Der Vorläufer des XLR-Steckers war in der Tontechnik der
Tuchelstecker, den es in zwei sehr unterschiedlichen
Ausführungen gibt, deren kleinere (Kleintuchel) sich von den
DIN-Audioverbindungen für Heimanwendung lediglich durch
robustere Ausführung und Schraubarretierung unterscheidet.
Die Pinbelegung des XLR-Steckers ist allerdings anders als
beim DIN-Stecker. XLR-Stecker gibt es in unterschiedlicher
Bauform bis zu siebenpolig und in verschiedenen
Schutzklassen nach VDE. Im Bereich der professionellen
Beleuchtungs- und Bühnentechnik kommen für die Übertragung
von DMX-Steuersignalen häufig fünfpolige XLR-Stecker zum
Einsatz. Der Vorteil von XLR-Steckverbindungen ist zum
einen, dass beim Einstecken im Gegensatz zu
Klinken-Steckverbindungen das Signal nicht kurzzeitig mit
Masse verbunden wird und die Masse durch einen leicht
vorstehenden Pin zuerst verbunden wird - das berüchtigte "Plopp"-Geräusch
bleibt somit aus, und die nachgeschalteten Geräte werden
geschont. XLR-Steckverbindungen sind in der Regel
verriegelbar und trittsicher ausgeführt.