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Signal-Übersicht
FBAS (auch: Composite-Video, Video, Composite):
FBAS bedeutet Farbbild-Austast-Synchron-Signal. Helligkeit und Farbe sind zu
einem einzigen
Signal zusammengefasst. Dieses Signal ist immer auf den gelben Cinch-Buchsen zu
finden.
Auch im Scart-Stecker ist es auf einer der vielen Pins. Wenn man ein FBAS-Signal
hat, dann
wird darüber kein Ton übertragen. Bei Cinch braucht man dann zum gelben
Anschluss noch
den weißen und roten für den Ton. Bei Scart ist der Ton mit dabei.
S-Video:
Dieses Signal ist qualitativ besser als FBAS, weil hier Helligkeit und
Farbinformation getrennt
übertragen werden. Die typische Verbindungsart sind Hosiden-Stecker. Manchmal
wird es
auch Y/C genannt. Y steht für Luminanz = schwarz/weiß und C steht für Chrominanz
=
Farbsignale. Nicht zu verwechseln mit YUV oder S-VHS. Warum sollte diese Art der
Signal-A
ufbereitung besser sein als FBAS: Das hängt mit dem Auge zusammen. Das Auge ist
für
Helligkeitsunterschiede empfindlicher als für Farbunterschiede. Dem wurde bei
der Entwicklung
von S-Video Rechnung getragen, weil sie auf getrennten Leitungen übertragen
werden können
und sie sich nicht so leicht gegenseitig beeinflussen. Bei einem
S-Video-Anschluss braucht man
immer noch eine weitere Verbindung für den Ton, bei Scart jedoch ist die
Ton-Verbindung mit
dabei.
RGB:
RGB ist eine Technik zur Übertragung von Videosignalen, wobei die Farben Rot,
Grün und Blau
sowie ein oder zwei Signale zur Synchronisation getrennt übertragen werden.
PC-Bildschirme
verwenden auf den VGA-Steckern ein RGB-Signal mit zwei Synchronisationssignalen
(H und V
für horizontal und vertikale Synchr.) Beim Fernsehsignal entfallen die
Synchronisationssignale,
sie werden üblicherweise aus dem Grün-Signal erzeugt. Bei diesem Anschluss wird
auch kein
Ton übertragen, bei Scart jedoch ist die Ton-Verbindung mit dabei.
YUV (Komponentensignal, Komponentenanschluss):
Gibt die Bildsignale in dem Format aus wie es auf der DVD gespeichert ist:
getrennt nach
Helligkeit (Y) und den Farbdifferenzsignale U und V. Dieses Signal heißt
Komponentensignal,
weil das Signal in mehreren Komponenten übertragen wird.
Am Ende dieses Beitrags ist ein Schaubild, wie RGB in YUV umgewandelt werden
kann.
DVI:
Das ist die Bezeichnung für ein digitales Videosignal "Digital Visual
Interface". Es gibt DVI-
Anschlüsse mit zusätzlich den analogen RGB-Signalen. Das DVI-Signal ist allen
oben stehenden
Signalen überlegen.
Bild zu einem DVI-Stecker hier.
HDMI (High Definition Multimedia Interface):
Eine Anschlusstechnik für die digitale Übertragung von Bild und Ton. Die
digitalen Daten werden
über die HDMI-Kabel unkomprimiert übertragen. HDMI unterstützt alle TV-Standards
inkl. NTSC
und PAL und 8-Kanal-Digital-Audio. Im HDMI-Anschluß sie die Bildsignale
identisch mit den DVI-D-
Signalen (weitgehend), so dass man über entsprechende Adapter die Stecker
umsetzen kann.
DVI-D hat jedoch keinen Ton.
SCART:
SCART ist eine Steckervariante, auf der alle möglichen Signale übertragen
werden. Es kann z. B.
eine Übertragung von FBAS, S-Video und RGB-Signalen oder eine beliebige
Kombination dieser
Signale geben. In den meisten Fällen sind jedoch nicht alle Signale beschaltet.
Ein SCART-Anschluss
von einem Video-Recorder hat z. B. nie ein RGB-Signal, am ehesten hat er ein
S-Video Signal. Ein
FBAS-Signal und die Leitungen für die beiden Ton-Kanäle hat eigentlich jedes
Gerät. Bein SCART-
Kabel muss man aufpassen, es gibt Kabel, bei denen nicht alle Leitungen (21
Stück) durchgeschaltet
werden, außerdem gibt es welche, bei denen man zwischen Ausgang und Eingang
umschalten muss
usw. Ein weiteres Problem bei SCART ist, dass man ja eventuell mehrere Signale
anliegen hat. In
einem vernünftigen Setup müsste man einstellen können, welches dieser Signale
man sehen will.
S-VHS:
Super-VHS. Das ist eine Norm für Aufzeichnung auf Video-Kassetten. Es ist eine
Erweiterung des
VHS-Standards die durch eine bessere Technik eine horizontale Auflösung von ca.
400 Linien erreicht.
Im VHS-System werden ebenso wie in der erweiterten S-VHS-Version die Farb- und
Schwarzwerte
des Bildes getrennt gespeichert. Im Gegensatz zu VHS-Recordern können
S-VHS-Recorder diese
separaten Y/C-Signale aber auch getrennt entgegennehmen und ausgeben. Dadurch
werden die
Begriffe S-Video und S-VHS oft verwechselt, sogar von den Herstellern selbst.
PAL, NTSC, SECAM, HDTV:
Das sind keine Fernsehsignale, sondern Fernsehnormen. PAL bedeutet u.a. 50
Halbbilder/Sekunde
mit je 625 Zeilen und dem Ton an einer bestimmten Stelle im Frequenzband:
type lines horizontal freq vertical freq
------ ------- --------------- ---------------------
NTSC 525/60 15.734kHz 60Hz
PAL 625/50 15.625kHz 50Hz
PAL-N 625/50 15.625kHz 50Hz
PAL-M 525/60 15.750kHz 60Hz
SECAM 625/50 15.625kHz 50Hz
Wenn man einen analogen Fernsehtuner hat und ein Signal mit der Fernsehnorm PAL
empfängt, dann
hat man ein FBAS-Signal, d.h. eine relativ bescheidene Qualität. Bei einem
digitalen Tuner hängt es
vom Receiver ab, was für ein Signal er bietet und was man verbindet.