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Nightwish - Dark Passion Play

Genre:
Power Metal

Laufzeit:
72 Minuten

Label:
Nuclear Blast

Erschienen am:
28.09.2007

Bewertung vom 15.10.2007: Nightwish – Dark Passion Play

Zwischen September 2006 und März 2007 entstand in den Petrax Studios, Legendary E–Major Studios, Finnvox Studios und Abbey Road Studios das neue Album von Nightwish. Man durfte gespannt sein, denn nachdem Tarja
Turunen die Band verlassen hatte, schien Nightwish sich dem Ende geweiht. Doch schnell suchte man nach Ersatz und wurde fündig in Anette Olzon aus Schweden. Bereits kurze Zeit nach dem offiziellen Verkaufsstart von "Dark Passion Play" gab es die ersten Auszeichnungen: Doppelplatin in Finnland und Gold in vier europäischen Ländern, darunter auch Deutschland. Zurecht?

Erwartungsvoll legte ich die neue Nightwish–Scheibe in das Laufwerk, es erklang das Intro des neuen Album –  "The Poet And The Pendulum". Fast 14 Minuten gibt es dem Zuhörer einen ausgiebigen Einblick in das, was ihn in den kommenden Tracks erwartet: Eine Mischung aus atmosphärischen, harmonievollen und vor allem liebevollen Liedern mit rockigen, kraftvollen und ausdrucksstarken Strophen. Allerdings hört man hier gleich den Unterschied zwischen Anette und Tarja heraus.

Gefolgt wird dieses Lied von einem weiteren Kracher – "Bye Bye Beautiful". Hier kann man schon erahnen, um was es in dem doch recht verbitterten Lied geht. Dementsprechend aggressiv singt der Bassist und Sänger Marco auch den Refrain.

"Amaranth" dürfte vielen unter den Lesern bekannt sein. Die erste Single des neuen Albums überzeugt, doch merkt man hier auch, dass sich Nightwish – ebenso wie Within Temptation – einen Schritt in Richtung
Pop–Powermetal gemacht hat, was sicherlich berechtigte Gründe hat ...

Song Nummer Vier, "Cadence Of Her Last Breath", widersetzt sich gleich dem Gedanken, dass sich Nightwish zu sehr in den Pop–Sektor bewegt, denn hier lassen es die fünf Mitglieder der Band krachen.

"Master Passion Greed" – ein powervoller Metal, der sich mit "The Pharao Sails To Orion" vergleichen lässt.
Die erste Ballade auf diesem Album ist "Eva", welche zum Nachdenken anregen soll.

Anstatt sofort wieder richtig loszulegen, steigert Nightwish langsam das Tempo mit "Sahara", ein episch,
gefährlich klingender Song.

"Whoever Brings The Night" – ein dynamischer Song, mit einem gewöhnungsbedürftigem Refrain, lässt leider den letzten Funken vermissen, der in sonst jedem Nightwish–Song vorhanden ist.

"For The Heart I Once Had": Eines meiner favorisierten Lieder dieser CD. Zwar klingt es etwas süß und poppig, doch auch dieses Lied hat seinen eigenen Charme. Erfolgslos suchte ich nach einem Vergleich zu einem Lied aus einem der alten Alben, doch ich merkte schnell, dieses Album lässt sich nicht bzw. kaum mit den bisherigen Nightwish–Alben vergleichen.

Die nächsten zwei Lieder – "The Islander" und "Last Of The Wilds" – zeigen einerseits Nightwish's sanfte Seíte und andererseits die rein instrumentale, irisch klingende Seite.

Nun geht es langsam aber sicher in Richtung Zielgerade. Mit "7 Days To The Wolves" wird gezeigt, dass Anette und Marco auch im Duett sehr gut singen können. Ein rockiger Song, ähnlich wie "Bye Bye Beautiful", der sich jedoch erst mit der Zeit voll entfaltet.

Schließlich läutet "Meadows Of Heaven" den Schlusspunkt des Albums ein. Ein zuerst wie "Eva" klingendes harmonievolles Lied, dass jedoch zum Ende hin durch den Einsatz einer Gospelsängerin ein kraftvolleres Ende bereitet.

Fazit:

Nightwish hatte wirklich viele Erwartungen zu erfüllen. So wie ich finde, haben Sie es geschafft. Zwar ist Nightwish nicht mehr die Band, die sie früher mal war, so mystisch und powervoll, doch sie zeigen, dass man auch anders zum Erfolg kommen kann. Anette Olzon ist keine Tarja Turunen, das ist klar. Sie vertritt durch ihre Stimme das neue Nightwish. Schlechter als die alten Alben, wie z. B. "Wishmaster" ist es auf jeden Fall nicht.
Nun müssen Sie nur aufpassen, dass sie sich nicht mit Songs wie "Amaranth" (obwohl dieses sehr gut ist) zu weit in den Pop–Bereich katapultieren.

Anspieltipps:

  • Bye Bye Beautiful

  • Eva

  • Last Of The Wilds

  • Amaranth

Bewertung:

CD–Qualität: 5 Sterne
CD–Bewertung: 4 Sterne


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