Bewertung vom 18.09.2007: Mark Knopfler Kill To
Get Crimson
Denken wir
mal drei Jahre zurück: Herbst 2004, Mark Knopfler
bringt sein viertes SoloAlbum "ShangriLa" raus.
über sechs Wochen war der 1949 in Glasgow geborene
Gitarrist und Gründer der Band "Dire Straits" mit
diesem erstklassigen Album in den deutschen
LongplayCharts auf Platz 3 vertreten.
Im April 2006 veröffentlichte Mark
Knopfler in Zusammenarbeit mit Emmylou Harris das
international erfolgreiche Album "All The
Roadrunning". Nun, eineinhalb Jahre später tritt er
wieder alleine in den Vordergrund mit
"Kill To Get Crimson".
Als Fan von Mark Knopfler und den
Dire Straits war der Kauf dieses Albums natürlich
Pflicht.
Es sei vorweg gesagt, dass sich Mark einen weiteren
Schritt von der früheren RockMusik entfernt hat,
denn auf diesem Album fehlt ein Kracher, wie z. B.
"What It Is" oder "Boom, Like That". Aber das ist
nicht schlimm, denn der frühere Journalist versteht
es auch mit ruhigen, warmherzigen Songs seine Fans
zu beeindrucken.
Eröffnet wird das neue Album mit
dem wunderschönen "True Love Will Never Fade",
welches sich durch klare Harmonien und passenden
EGitarrenEinsätze auszeichnet. Anfangs machte es
mir jedoch ein bischen Angst:
Zu Beginn wird fünfmal "True Love Will Never Fade"
gesungen, dort dachte ich auf Anhieb "Nein, bitte
nicht so einfallslos wie "Why Aye Man".
Song Zwei "The Scaffolder's
Wife" wird von harmonisch klingenden Flöten
begleitet und wirkt sehr ansprechend. "The Fizzy And
The Still" Lied 3 auf der CD erinnert ein wenig
an "5:15 a.m." aus dem Album "ShangriLa". Leider
für mich ein nicht sehr ansprechendes, ruhiges, mit
wenig Gesang versehendes Lied.
"Heart Full Of Holes" glänzt durch einen schönen
Refrain bei einer Länge von über sechs Minuten.
Ansatzweise hat dieser Song etwas von "The
Ragpieker's Dream". Das einzige Lied, was annähernd
an kraftvolle Songs wie "Boom, Like That" herankommt
ist "We Can Get Wild", welches nebenbei einen
schönen Songtext hat ("... Hey look at you baby,
tell your daddy you're no child...").
Wer gerne Walzer hört ist bei Mark
Knopfler auch gut bedient: "Secondary Waltz" ist ein
typischer Walzer mit einem aussagekräftigem Text
über Jungs die in der Schule das Tanzen lernen.
Melodien aus dem Dschungel mit gut eingesetzten
EGitarrenSolos gibt es beim siebten Song "Punish
The Monkey" zudem auch eines der schnelleren
Lieder. Der Titel des Albums stammt aus dem Lied
"Let It All Go" ("...I'd kill to get crimson on this
palette knife.."), welches man in Verbindung mit
"Darling Pretty" oder auch ansatzweise "Pur" bringen
kann. Ein fünf Minuten langes Lied zum Zurücklehnen.
"Behind With The Rent" als sehr
folklastiges Lied ergänzt den GesamtEindruck dieser
CD.
Weniger gefallen hat mir leider "The Fish And The
Bird", was für meinen Geschmack zu ruhig und
langweilig ist.
"Madame Geneva's" lädt zum Füße hochlegen ein und
hat was von "The Trawlerman's Song".
Als letztes Lied ist auf dieser CD der Song "In The
Sky", welches durch den Einsatz eines Saxophones für
angenehme Abwechslung sorgt.
Fazit:
Ein gelungenes NachfolgeAlbum von "ShangriLa",
ebenfalls für lange, gemütliche HerbstAbend
geeignet.
Anspieltipps:
Bewertung:
CDQualität: 5 Sterne
CDBewertung: 4 Sterne