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Mark Knopfler

Genre:
Folk

Laufzeit:
58 Minuten

Label:
Mercury

Erschienen am:
14.09.2007

Bewertung vom 18.09.2007: Mark Knopfler – Kill To Get Crimson

Denken wir mal drei Jahre zurück: Herbst 2004, Mark Knopfler bringt sein viertes Solo–Album "Shangri–La" raus.
über sechs Wochen war der 1949 in Glasgow geborene Gitarrist und Gründer der Band "Dire Straits" mit diesem erstklassigen Album in den deutschen Longplay–Charts auf Platz 3 vertreten. Im April 2006 veröffentlichte Mark Knopfler in Zusammenarbeit mit Emmylou Harris das international erfolgreiche Album "All The Roadrunning". Nun, ein–einhalb Jahre später tritt er wieder alleine in den Vordergrund mit

"Kill To Get Crimson". Als Fan von Mark Knopfler und den Dire Straits war der Kauf dieses Albums natürlich Pflicht.
Es sei vorweg gesagt, dass sich Mark einen weiteren Schritt von der früheren Rock–Musik entfernt hat, denn auf diesem Album fehlt ein Kracher, wie z. B. "What It Is" oder "Boom, Like That". Aber das ist nicht schlimm, denn der frühere Journalist versteht es auch mit ruhigen, warmherzigen Songs seine Fans zu beeindrucken. Eröffnet wird das neue Album mit dem wunderschönen "True Love Will Never Fade", welches sich durch klare Harmonien und passenden E–Gitarren–Einsätze auszeichnet. Anfangs machte es mir jedoch ein bischen Angst:

Zu Beginn wird fünf–mal "True Love Will Never Fade" gesungen, dort dachte ich auf Anhieb "Nein, bitte nicht so einfallslos wie "Why Aye Man". Song Zwei – "The Scaffolder's Wife" – wird von harmonisch klingenden Flöten begleitet und wirkt sehr ansprechend. "The Fizzy And The Still" – Lied 3 auf der CD – erinnert ein wenig an "5:15 a.m." aus dem Album "Shangri–La". Leider für mich ein nicht sehr ansprechendes, ruhiges, mit wenig Gesang versehendes Lied.
"Heart Full Of Holes" glänzt durch einen schönen Refrain bei einer Länge von über sechs Minuten. Ansatzweise hat dieser Song etwas von "The Ragpieker's Dream". Das einzige Lied, was annähernd an kraftvolle Songs wie "Boom, Like That" herankommt ist "We Can Get Wild", welches nebenbei einen schönen Songtext hat ("... Hey look at you baby, tell your daddy you're no child..."). Wer gerne Walzer hört ist bei Mark Knopfler auch gut bedient: "Secondary Waltz" ist ein typischer Walzer mit einem aussagekräftigem Text über Jungs die in der Schule das Tanzen lernen. Melodien aus dem Dschungel mit gut eingesetzten E–Gitarren–Solos gibt es beim siebten Song "Punish The Monkey" – zudem auch eines der schnelleren Lieder. Der Titel des Albums stammt aus dem Lied "Let It All Go" ("...I'd kill to get crimson on this palette knife.."), welches man in Verbindung mit "Darling Pretty" oder auch ansatzweise "Pur" bringen kann. Ein fünf Minuten langes Lied zum Zurücklehnen. "Behind With The Rent" als sehr folklastiges Lied ergänzt den Gesamt–Eindruck dieser CD.
Weniger gefallen hat mir leider "The Fish And The Bird", was für meinen Geschmack zu ruhig und langweilig ist.
"Madame Geneva's" lädt zum Füße hochlegen ein und hat was von "The Trawlerman's Song".
Als letztes Lied ist auf dieser CD der Song "In The Sky", welches durch den Einsatz eines Saxophones für angenehme Abwechslung sorgt.

Fazit:

Ein gelungenes Nachfolge–Album von "Shangri–La", ebenfalls für lange, gemütliche Herbst–Abend geeignet.

Anspieltipps:

  • True Love Will Never Fade

  • Heart Full Of Holes

  • We Can Get Wild

  • Punish The Monkey

Bewertung:

CD–Qualität: 5 Sterne
CD–Bewertung: 4 Sterne

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