Bewertung vom 11.02.2008: Jack Johnson
"Sleep
Through The Static
Jack Johnson, auch bekannt als amerikanischer
Surfer und Filmregisseur, lässt die Herzen
seiner Fans höher schlagen! Zwei Jahre nach
seinem Soundtrack für den Film "Curious George"
präsentiert der Musiker sein neuestes
Studioalbum "Sleep Through The Static". Im
Gegensatz zu den VorgängerAlben, wie "In
Between Dreams", ist es etwas rhythmusbetonter
und teils sogar schon sehr poppig.
Die CD beginnt mit dem gemütlichen Song "All At
Once" gefolgt vom schon etwas aufgeweckterem und
doch sehr besinnlichen "Sleep Through The
Static".
Etwas ReggaeFeeling kommt dann schon bei Song
Nummer Drei " "Hope" " auf. Jack wird hier sehr
gut von seinem Schlagzeuger Adam Topol
unterstützt, welcher sehr feinfühlig spielt und
insgesamt dafür sorgt, dass dieses Stück wieder
ein wenig flotter als "Sleep Through The Static"
ist.
Das Jack auch weiterhin Spezialist für
harmonische Balladen ist, stellt er mit "Angel"
mehr als unter Beweis. Ein sehr angenehmer und
fast ausschließlich nur mit der AkustikGitarre
unterstützter Song, der allerdings leider nur
zwei Minuten andauert.
Bei "Enemy" teilte sich dann meine Meinung: Die
kurzen guten Refrains können die allgemeine
"Langeweile", die in den übrigen Abschnitten des
Songs auftritt leider nicht wettmachen.
Mit "If I Had Eyes" " einer der
SingleAuskopplungen " kommt auch wieder
BandMitglied Zach Gill mit dem Piano zur
melodischen Unterstützung zum Einsatz.
Die nächste wundervolle Ballade ist titelmäßig
bestimmt in irgendeiner Weise mit "Angel"
verwandt und dies in mehr Beziehungen, als dass
"Same Girl" ausschließlich nur mit der Gitarre
unterstützt wird und durch einen schönen Text
und angenehm, sanfte Stimme von Jack überzeugt.
"What You Thought You Need" und "Adrift" bieten
nichts, was nicht im Text schon genannt worden
ist, was jedoch nicht bedeutet, dass diese
Stücke schlecht sind " eher im Gegenteil!
Jedoch ist der nächste Song auf dieser CD ein
etwas rockigerer " wenn man ihn im Vergleich zu
den Balladen sieht! "Go On" hat vom Tempo und
Spielfreude viel von "Sleep Through The Static".
Spätestens hier fällt einigen Jack
JohnsonHörern bestimmt etwas auf: Seine
bisherigen Alben spielten allesamt sehr homogen,
kein Song stach heraus, alle klangen irgendwie
gleich. Aber allein schon mit den beiden oben
genannten Songs und "If I Had Eyes" merkt man,
dass Jack sich die Kritik zur Eingängigkeit zu
Herzen genommen hat.
Auch in "They Do, They Don"t" kommt die EGitarre
in einem Song über erlaubte und verbotene Sachen
zum Einsatz. Ein weiterer Unterschied zu
bisherigen Longplayern des Hawaiiers!
"While We Wait" ist mit etwas mehr als einer
Minute nicht einmal so lang, dass man sich
fragen kann, ob es eine weitere Ballade ist oder
ob noch ein knackiger Refrain folgt.
Härtere Drums und wieder einmal die EGitarre
tauchen in "Monsoon" auf, dem Song, den Jack
zusammen mit Merlo Podlewski komponierte.
Geschickt eingesetzte Tempowechsel zeichnen
diesen Song zusätzlich noch aus.
Mit "Losing Keys" lässt Jack sein neuestes
Meisterwerk ausklingen. Angenehme Musik zum
Mitwippen macht Lust auf mehr, aber da muss
müssen wir leider wieder ein wenig warten, bis
hoffentlich ein neues Studioalbum rauskommt!
Fazit:
"Sleep Through The Static" die neue ReferenzCD von Jack Johnson!
Die zweijährige Pause hat Jack für viele neue
Ideen und vor allem Songwriting perfekt genutzt.
Diese CD ist einfach super, eine der wenigen
CDs, die man hören kann, ohne auch nur einen
Song überspringen zu müssen.
Anspieltipps:
-
Angel
-
Go On
-
If I Had Eyes
-
Sleep Through The Static
Bewertung:
CDQualität: 5 Sterne
CDBewertung: 4,5 Sterne