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Audiolexikon

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S-DAT: Static Heads-Digital Audio Tape. Ehemalige Bezeichnung für die Digitale Compact Cassette, da sie dem professionellem DAT-Aufnahmesystem ähnelte.

SACD: Super-Audio-CD. Ein gemeinsam von Sony und Philips entwickeltes Aufnahme- und Wiedergabesystem für Musik, das als potentieller Nachfolger der CD entwickelt wurde. SACDs arbeiten mit einer Samplingrate von 2,8224 MHz, d. h. 64-mal soviel wie die einer CD (siehe CD). Ein Vorteil gegenüber der CD ist die 6-fach höhere Speicherkapazität, was bedeutet, dass mehr Musik auf eine "Scheibe" passt. Spielt man SACDs auf normalen CD-Playern ab, so hat man den Klang nur in herkömmlicher CD-Qualität. Hierzu benötigt man einen SACD-Player, der aber auch CDs abspielen kann.

Sample: Bei der Digitalisierung von Audio- und Videosignalen wird das analoge Ausgangssignal in regelmäßigen Abständen abgetastet (Samplingrate). Dabei wird das analoge Signal (siehe Signal) je nach Quantisierung (siehe Quantisierung) in einen digitalen Datenwert umgerechnet. Der so zu einem Zeitpunkt gewonnene Datenwert wird als Sample bezeichnet. Aus mehreren Samples wird dann im weiteren Verfahren der endgültige digitale Datenstrom, z. B. der PCM-Datenstrom (siehe PCM) berechnet.

Samplingfrequenz: Gibt bei digitalen Aufnahmen an, mit welcher Häufigkeit das analoge Signal (siehe Signal) abgegriffen und in digitale Signale umgewandelt wird. Die Samplingfrequenz bei der CD beträgt 44,1 kHz, d. h. in einer Sekunde wird 44.100 mal das analoge Signal gespeichert.

SCDS: SCDS bedeutet Closing System Double Shielding und bezeichnet die doppelte Abschirmung des gesamten HiFi-Systems zu einer geschlossenen Einheit gegen aggressive Störstrahlungen.

Schalldruckpegel: siehe SPL.

Schallfeld: Bezeichnet in der Lautsprechertechnik den akustischen Eindruck der Wiedergabe. Hierzu gehören z. B. die Weite, die Tiefe, der Nachhall usw.

Schallreflexionen: In der Lautsprechertechnik treten Reflexionen z. B. in Form von Streuungen und Brechungen von Schallwellen an scharfen Kanten von Gehäusen oder am Rahmen der Frontbespannung auf. Dies macht sich besonders bei hohen Frequenzen bemerkbar und wird vom Hörer als Verfärbung des Klangbildes empfunden.

Schallverteilung: Bezeichnet in der Lautsprechertechnik die Ausbreitung des Schalls in einem Raum. Sie definiert sich über einen lautsprecher-spezifischen Abstrahlwinkel (siehe Abstrahlwinkel).

Schallwand: Bezeichnet die Vorderseite eines Lautsprechergehäuses, in dem die Chassis (siehe Chassis) befestigt sind.

Schutzschaltung: Bezeichnet eine Schaltung, die Überlastungen an elektronischen Geräten vorbeugen soll. Diese Schutzmechanismen greifen z. B. ein, sobald sich eine Überhitzung oder Überlastung des Gerätes absehen lässt.

Schwingspule: Bezeichnet ein Bauteil eines Lautsprechers. Diese Spule ist an der Membran (siehe Membran) befestigt und taucht in den Luftspalt des Dauermagneten ein. Das sich durch Stromdurchfluss aufbauende magnetische Wechselfeld bewegt die Membran nach vorne und nach hinten und ermöglicht es so, die Stromschwingungen in Luftschwingungen umzusetzen.

Shuffle: Zufallswiedergabe einzelner Titel.

Sicke: Bezeichnet in der Lautsprechertechnik die hochflexible Randaufhängung der Membran (siehe Membran).

Siebkondensatoren: Die Siebkondensatoren gehören zu den auffälligsten Bauteilen im Innenleben eines Verstärkers. Meist kommen sie dort in größerer Zahl vor und sehen aus wie eine Ansammlung von "Batterien". In gewisser Weise wirken sie auch so - Siebkondensatoren dienen nämlich zum einen als Energielieferanten. Zum anderen dienen Siebkondensatoren dazu, die bei ihnen ankommende Gleichspannung (die Wechselspannung aus der Steckdose wird gleich nach ihrer Transformierung gleichgerichtet) von verbleibenden Restwelligkeiten zu säubern. Die Gesamtkapazität der Siebkondensatoren eines HiFi-Verstärkers liegt häufig zwischen 30.000 und 500.000 Microfarad - Letzterer ist aber ein schon sehr hoher Wert.

Signal: Allgemeine Bezeichnung für Daten, für eine Information, einen Ton oder ein Bild, dessen Inhalt elektrisch verändert wird, um über Entfernungen übertragen werden zu können, oder um verschiedene Geräte miteinander zu verbinden.

Signalabstand: siehe Rauschspannungsabstand.

Single-Ended-Verstärker: Im Single-Ended-Design wird das durch Wechselspannung beschriebene, komplette Musiksignal (also die ganze Welle) von ein und demselben aktiven Bauelement verstärkt. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass ausgangseitig tatsächlich nur ein einzelnes aktives Bauelement arbeitet - auch wenn dies häufig so beschrieben wird. Maßgeblich ist vielmehr, dass das Musiksignal nicht in seine beiden Halbwellen aufgespaltet wird, wie das bei Class-B betriebenen Push-Pull-Verstärkern (auch Gegentakt-Verstärker genannt) der Fall ist. Bei Letzteren werden nämlich - und dass ist der entscheidende Unterschied zum Single-Ended - die negative und positive Halbwelle von jeweils anderen aktiven Bauelement verstärkt.
Voraussetzung für ein Single-Ended-Design ist daher die Verlagerung des Arbeitspunktes in die Mitte der Kennlinie des aktiven Bauelementes - mithin also der Class-A-Betrieb (umgekehrt gilt das nicht zwangsläufig).

Sinusleistung: Die Sinusleistung gibt an, wie hoch die Leistung eines Verstärkers unter Dauerbelastung ist. Zur DIN-Messung wird ein Sinussignal von 1kHz verwendet. (siehe HiFi-Wissen)

Skating-Kraft: Skating entsteht bei Radialtonarmen, da durch Reibung zwischen Plattenrille und Nadel eine Kraft entsteht, die aufgrund der Kröpfung (also durch die zur Plattenmitte weisende Anwinklung) des Tonarms/Tonabnehmers nicht vollständig vom Tonarmlager aufgenommen werden kann. Die Skating-Kraft wirkt zur Plattenmitte hin. Dies ist im ersten Augenblick vielleicht wenig anschaulich, manche vermuten spontan eine Fliehkraft, die nach außen wirken müsste. Die Skating-Kraft ist keine Fliehkraft! Die Größe der Skating-Kraft ist abhängig von der auftretenden Reibung, und somit von der Auflagekraft, der Rillengeschwindigkeit sowie von der Form der Nadel.

Skin-Effekt: Bei einem stromdurchflossenen Leiter baut sich nicht nur um ihn herum, sondern auch im Inneren des Leiters selbst ein Magnetfeld auf. Bei einem Wechselstrom (wie dem Musiksignal) ändert sich dessen Richtung ständig - und damit auch das Magnetfeld im und um den Leiter. Als Folge hiervon wird eine Gegenspannung im Leiter induziert, die dem ursprünglichen Signal entgegensteht und dieses abschwächt. Dieser Effekt tritt in der Leitungsmitte auf und ist frequenzabhängig, d. h. mit steigender Frequenz nimmt die Stärke der "gut leitenden Leiterhaut" ab bzw. der "schlecht leitende Leitermitte" zu. Dieses mit steigender Frequenz stärker werdende "Abdrängen" des Stroms zum Leiterrand nennt man Skineffekt.

SNR: Englische Bezeichnet für Rauschspannungsabstand (siehe Rauschspannungsabstand).

Sone: Bezeichnet ein Maß für die wahrgenommene Lautstärke. Es wurde definiert, dass ein Sinuston von 1 kHz und einem Schallpegel von 40 dB genau einem Sone entspricht. Diese feste Zuweisung ist auch der Unterschied zur Maßeinheit Phon, bei der lediglich definiert wurde, dass ein Schallpegel von x dB bei 1.000 Hz auch x Phon entspricht. Alle anderen Lautstärken werden hierauf bezogen.

Source-Direkt: Da jeder Schalter und Regler einen Widerstand für Signale (siehe Signal) bedeutet und somit das Klangbild beeinträchtigt, umgeht Source-Direkt alle sonstigen möglichen Regelungen. Es bleiben nur noch die Wahl der Klangquelle und der Lautstärke.

Spikes: Kegelförmige Unterlage aus Metall für Lautsprecher, wobei die Spitze zum Boden gerichtet wird. Empfohlen zur Unterstützung von kraftvollen und präzisen Bässen. Gleichzeitig wird die Übertragung von Vibrationen auf den Fußboden reduziert.

SPL: Mit der Sound Presure Level oder Schalldruckpegel wird in der Audiowelt der von Lautsprechern erzeugte Lautstärkepegel bezeichnet. Der SPL wird gemessen in dB (siehe Dezibel) bei 1 Watt Eingangsleistung und in 1 Meter Entfernung. Zur Einordnung: eine leise geführte Unterhaltung hat etwa 45 dB, das Klappern einer Schreibmaschine etwa 70 dB, ein vorbeifahrender LKW bis 95 dB. Ab 95 dB wird der Schall als laut bis unangenehm empfunden, ab 110 dB können sich Gehörschädigungen einstellen.

Sprungantwort: Ähnlich wie die Impulsantwort wird die Sprungantwort auf der Zeitachse gemessen, zeigt aber den Verlauf eines Spannungssprunges an, nicht den eines Impulses. Dass Signal wird also plötzlich "eingeschaltet" und bleibt für den Zeitraum der Messung angelegt. Prinzipiell kann man dies auch als das Ansteuern mit einer unendlich hohen (während des Anstieges) und gleichzeitig mit einer unendlich niedrigen Frequenz (Gleichspannung: Frequenz = Null) ansehen.

Spule: Bezeichnet ein elektrotechnisches passives Bauelement, welches sich in erster Linie durch seine Induktivität auszeichnet. Die Induktivität beschreibt die Fähigkeit, elektrische Energie in Form eines Magnetfeldes zu speichern. Eine Spule ist zunächst nichts anderes als ein aufgewickelter bzw. gewundener Draht (ähnlich einer Nähgarnrolle). Ein innerer Wickelkern kann vorhanden sein (beispielsweise Ferritkernspule), muss aber nicht (Luftspule). Nicht unerheblich für die HiFi-Technik ist, dass Letztere im Allgemeinen niedrigere Verzerrungswerte besitzen.

Spurfehlwinkel: Der tangentiale Spurfehlwinkel entsteht bei der Wiedergabe einer Schallplatte, da ein Radialtonarm bei der Abtastung nicht die gleiche Bewegungsrichtung aufweist, wie der Schneidekopf der Schreibers bei der Aufzeichnung der Schallplatte. Der vertikale Spurfehlwinkel bezeichnet die Abweichung des tatsächlichen vertikalen Eintauchwinkels der Nadel von der idealen Senkrechten.

SR: Spectral Recording. Bezeichnet die Rauschunterdrückung (siehe Rauschunterdrückung) von Dolby. Sie wird zusätzlich auch bei optischen Tonspuren eingesetzt, wie z. B. bei Dolby Stereo SR. SR verbessert den Frequenzgang (siehe Frequenzgang), was sich besonders bei hohen Lautstärken vorteilhaft auswirkt.

Standlautsprecher: Bezeichnet eine Bauart von Lautsprechern, die meist eine Höhe größer als 50 cm haben.

Stehende Welle: Zwischen zwei parallelen Wänden eines Raumes kann es bei ganz bestimmten Frequenzen (siehe Frequenzbereich) und an ganz bestimmten Stellen im Raum zur Überlagerung von Wellen kommen, wenn diese in ihrer Länge genau zwischen die Wände passen. Der Schall breitet sich dann nicht weiter aus, sondern an diesen ganz bestimmten Hörplätzen erfolgt eine Auslöschung und Addition der betreffenden Frequenz, bis dahin, dass diese nicht mehr hörbar ist. Zudem können stehende Wellen unerwünschte Resonanzen erzeugen.

Stereo: Bezeichnet die Wiedergabe von Audiosignalen auf zwei Kanälen.

Strahlungswiderstand: Lautsprecherbezogen gibt der Strahlungswiderstand an, wie effizient dieser die ihm zugeführte elektrische Energie in Schall umwandeln kann: Dieser Sachverhalt ist analog zum elektrischen Widerstand und dessen Fähigkeit, elektrische Energie in Wärme umzuwandeln bzw. abzustrahlen. Für den Arbeitsbereich eines Lautsprechers gilt, dass der Strahlungswiderstand mit zunehmender Frequenz steigt. Zudem gilt: Je größer die Membranfläche, desto größer der Strahlungswiderstand.
Interessant ist das Phänomen der Strahlungswiderstandes auch deshalb, weil damit eine in der Praxis häufig fehlinterpretierte Beobachtung klargestellt werden kann: Der gefühlte Luftzug vor einer aktiven Bassmembran ist kein Zeichen dafür, dass ordentlich "Bassdruck" beim Hörer ankommt, sondern gerade Ausdruck des Blindanteils.

Stromrückkopplung: In der Lautsprechertechnik bei aktiven Lautsprechern verwendetes Verfahren zur Reduzierung der akustischen Verzerrung. Dabei wird der Stromdurchfluss in den Lautsprechereinheiten gemessen und Sinuskurven des Stromes mit denen des Eingangssignales verglichen. Bei Abweichungen sorgt eine Schaltung für entsprechende Anpassungen.

Subsonic-Filter: Bezeichnet ein elektronisches Bauteil einer Frequenzweiche (siehe Frequenzweiche) oder eines Verstärkers (siehe Verstärker), das tiefe Frequenzen aus dem Signalstrom entfernt, die deutlich unterhalb des hörbaren Bereiches von ca. 20 Hz liegen, da diese in den Lautsprechern Störungen verursachen können.

Subwoofer: Separater Bass-Lautsprecher. Wird häufig in Kombination mit kleinen Lautsprecher eingesetzt, um die Basswiedergabe zu verbessern.

Subwoofereingang: Die meisten AV-Geräte, die über ein Raumklangsystem (z. B. Dolby Digital) verfügen, haben einen Cinchausgang für einen Aktivsubwoofer. Wenn sich dessen Lautstärke am Gerät regeln lässt, vereinfacht sich die Abstimmung des Basspegels. Andernfalls muss man die Lautstärke am Subwoofer selbst einstellen.

Symmetrische Ein-/Ausgänge: Als die gebräuchlichste Art der Signalübertragung zwischen einzelnen HiFi-Komponenten hat sich das Cinch-Kabel - und damit die asymmetrische Signalübertragung - etabliert. Bei dieser ist der äußere Kontakt masseführend und der innere Stift signalführend. Um Störeinflüssen wirkungsvoller zu begegnen, hat sich insbesondere in der Studiotechnik - aber auch bei HiFi-Geräten - die symmetrische Signalführung bewährt. Verwendung finden hier so genannte XLR-Stecker mit drei Kontakten.

 

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