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Audiolexikon

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MADI: Bezeichnet ein digitales Studio-Tonformat. MADI steht für Multi Channel Audio Digital Interface und dient der Verbindung von digitalen Mehrspurmaschinen mit digitalen Mischpulten. Ein MADI-Transfer kann sowohl aus optischen als auch aus koaxialen Leitungen bestehen und enthält 28 AES/EBU Audio-Signale. Jedes AES/EBU-Signal ist ein Paar von Kanälen ist, daher kann MADI bis zu 56 Mono-Kanäle in einem Kabel verarbeiten. Die Signale werden nicht komprimiert, sondern Per Multiplex übertragen. Daraus relsultiert eine äußerst effiziente und verlustfreie Übertragung von Audidaten. Die Struktur von AES/EBU (insbesondere die User-Daten) wird von MADI voll übernommen. So gilt es als sehr fehlertolerantes und Ressourcen schonendes Prokoll, das sich besonders auch für komplexe, digitale Studioprojekte eignet.

Magnetostat: Unter diesem Begriff versteht man einen Lautsprecher, dessen Antrieb nicht in Form einer Schwingspule lokal konzentriert ist, sondern auf der ganzen Membran (siehe Membran) verteilt ist (Folien-Magnetostat) oder selbst die Membran (klassisches Bändchen) darstellt.

Magnetische Abschirmung: Wenn ein Lautsprecher in der Nähe eines Fernsehgerätes betrieben wird, sollte er magnetisch abgeschirmt sein, um Bildstörungen auf dem Fernsehgerät zu vermeiden. Center-Speaker, die im Surround-Bereich (siehe Dolby Surround)
Magnetostaten sind besonders geeignet für alles im höherem Frequenzbereich (siehe Frequenzgang).

Magnetton: Bezeichnet eine magnetische Tonträgerspur, auf dem der Soundtrack eines Kinofilmes aufgezeichnet ist. Der Gegensatz ist der sog. Lichtton (siehe Lichtton).

Mantelstromfilter: Schlecht abgeschirmte Antennenkabel, ältere Antennensteckdosen und andere Einflüsse (z. B. unter bestimmten Umständen Telefonkabel- oder dose in der Nähe) können über den Antenneneingang Störsignale auf dem Bildschirm eines Fernsehgerätes erzeugen. Abhilfe schafft ein Mantelstromfilter, der zwischen Stecker des Antennenkabel und Antennenbuchse des Fernsehgerätes eingesteckt wird. Dadurch werden alle nicht zum Fernsehsignal (4 - 862 MHz) gehörenden Frequenzen ausgefiltert.

Maximaler Schalldruckpegel: Im Gegensatz zum subjektiven Begriff Maximallautstärke beschreibt der maximale Schalldruckpegel einen physikalisch messbaren Wert, den ein Schallwandler unverzerrt abstrahlen kann. Basis dafür ist der erzeugte Schalldruck in Pascal, wobei der ermittelte Wert im logarithmierten Verhältnis zum leisesten, gerade noch hörbaren Ton (Hörschwelle) steht. Die Angabe des
maximalen Schalldruckpegels erfolgt in dBspl (Dezibel/Sound Pressure Level).

MC: (engl.) Abkürzung für Musikkasette. MCs haben einen Frequenzgang von ca.
50 - 15.000 Hz.

MD: (engl.) Abkürzung für MiniDisc. Erfunden wurde die MD von Sony. Die MD ist eine kleine, wiederbeschreibbare Digitalscheibe mit Datenreduktion und bis zu 74 Minuten Spielzeit. Die Speicherung erfolgt magnetooptisch. Je nach Magnetisierungsrichtung ändert sich das Reflektionsverhalten.

Mehrkanalausgang: Anschlüsse - meist sechs Cinchbuchsen - für die Ausgabe von Mehrkanalton in analoger Form.

Mehrwege-Lautsprecher: Bei hochwertigen Lautsprechern, werden die einzelnen Frequenzbereiche über eine Frequenzweiche auf verschiedene Lautsprecher verteilt. Bei 3-Wegeboxen werden drei Chassis, Hoch-, Mittel- und Tieftöner in ein Lautsprechergehäuse eingebaut. Bei 2-Wegeboxen gibt es einen Hoch- und einen Mittel-/Tieftöner. Die 4-Wegebox (siehe 4-Wege-Box) ist noch weiter aufgeteilt. Das Gegenstück sind Breitband-Lautsprecher (siehe Breitbandchassis).

Membran: Mechanisches Bauteil eines Lautsprechers zur Schallentwicklung (meistens rund und trichterförmig).
Ein Membran wird durch ein magnetisches Feld in Schwingung versetzt und erzeugt dadurch hörbare Schallwellen.

Membrananhub: Bezeichnet die maximale mechanische Auslenkung der Membran in einem Lautsprechersystem. Für eine kräftige Tiefbasswiedergabe und eine hohe Lautstärke ist z. B. ein großer Membrananhub notwendig.

MIDI ( Musical Instruments Digital Interface): Daten-Schnittstelle zur Synchronisation von elektronischen Musikinstrumenten und Effektgeräten.

Mikrofon-Vorverstärker: Verstärkt schwache Signale (siehe Signal) von eingebauten Kondensatormikrofonen oder von externen Mikros auf Normalpegel. Um die Klangqualität nicht zu beeinflussen, müssen alle Frequenzen gleichmäßig angehoben werden.

Mitteltöner: Ein Lautsprecherchassis, welches in einem 3-Wege-System den mittleren Frequenzbereich abdeckt. Beispiel für den Frequenzgang eines Mitteltöners: 1 - 10kHz.

Monitor-Lautsprecher: Im eigentlichen Sinne des Begriffs eine Art Referenz-Lautsprecher, der zur Überwachung des Originalsignals oder zum objektiven Vergleich eines Wiedergabesignals mit dem Quellsignal dient. Monitorlautsprecher sind häufig bestimmte hochwertige Modelle bestimmter Hersteller, die in Tonstudios zur Standard-Ausstattung gehören und daher eine gewisse Vergleichbarkeit ermöglichen. Da Monitorlautsprecher meist Regallautsprecher sind, werden häufig im Handel auch kleine und kompakte Konsumer-Lautsprecher als Monitorlautsprecher bezeichnet.

Monopol-Lautsprecher: Die meisten Lautsprecher strahlen den Schall nur nach vorn ab. Man bezeichnet sie deshalb auch als Direktstrahler oder - im THX-Fachjargon - als Monopol. Der Schall soll möglichst ohne Umwege zum Ohr des Hörers gelangen. Diese Boxen sind vor allem für die Stereowiedergabe das Maß der Dinge. Wegen der hohen Anforderungen an Dynamik und Maximalpegel werden sie aber auch im Digital-Surround als Rear-Speaker eingesetzt.

Mp3: Ein von Thomson und Wissenschaftlern des Fraunhofer Instituts entwickeltes Komprimierungsverfahren für Audio-Dateien. Nicht hörbare Signalanteile und mehrfach vorkommende Sequenzen werden nur einmal gespeichert. Das Speicher- und Sendeformat für Audiodaten erlaubt - je nach gewählter Kompression - eine Verringerung der Tondaten um den Faktor vier bis zehn. Mit MP3 komprimierte Musikstücke lassen sich ohne hörbaren Qualitätsverlust (bei sehr hoher Bitrate) am PC und auf DVD-Playern (siehe DVD-Player) absielen. MP3 steht für "Moving Picture Experts Group audio layer 3".

Mp3-Player: Gerät/Software zur Wiedergabe von MP3-Dateien.

MPEG-Audio: Digitales Tonkodierungsverfahren der MPEG, das bis zu 7.1 diskrete Kanäle unterstützt und mit variabler Datenrate arbeitet. Unterschieden wird zwischen MPEG-2, das zur Kodierung von digitalem Mehrkanalton dient und MPEG-1-Audio das 2-Kanalton-Quellen kodiert. MPEG-Audio trat in der Anfangszeit der DVD als Konkurrenzstandard zu AC-3 (Dolby Digital) an und sollte im europäischen HDTV als Standard- Tonkodierungsverfahren zum Einsatz kommen. Die Zukunft des von Philips gepushten Verfahrens ist ungewiss und es spricht viel dafür, dass es in der Bedeutungslosigkeit versinken wird. Nicht zu verwechseln mit MPEG-2-Video.

Multiroom-System: Bezeichnet ein System, das es ermöglicht, von einer zentralen Stelle im Haus mehrere Räume zu beschallen oder mit Video zu versorgen und diese "Zentraleinheit" von jedem Raum aus steuern zu können.

Musikbelastbarkeit: Bezeichnet die Kurzzeitbelastung, die ein Lautsprecher durch ein vom Verstärker ausgegebenes Signal (siehe Signal), aushält, ohne dass der Lautsprecher Schaden nimmt. Die Angaben sind in Watt (siehe Watt).

 

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